„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Wahrheit

Wahrheit ist einer der Grundbegriffe in der Philosophie und im Alltag.

Das hehre Ziel unserer philosophischen und alltäglichen Erkenntnisbemühungen ist das Erlangen von Wahrheiten. Aber wann kann ein "x" überhaupt wahr sein? Ein x (wie etwa eine Überzeugung oder eine Aussage) kann wahr oder falsch sein, gdw. es einen semantischen Inhalt bzw. eine Proposition besitzt oder darstellt. Wenn x diese Bedingung erfüllt, ist x ein Wahrheitswertträger.

Und was macht ein x wahr? Wahrheitskriterien sind Gegenstand der Theorie der Rechtfertigung. Dabei gilt generell, dass die Eigenschaft F ein Kriterium (eine Rechtfertigung) für die Wahrheit W von x ist, gdw. F und W bezüglich x relativ stark positiv miteinander korreliert sind. Wer x rechtfertigt, der führt also gute Gründe dafür an, dass x wahr ist. D.h. die beiden Fragen: "Wann ist eine Überzeugung, dass x, gerechtfertigt?" und "Welche Eigenschaften einer Überzeugung, dass x, zeigen verlässlich an, dass x wahr ist?" sind gleichwertig.

1. Wahrheitstheorien

Schließlich: Was ist Wahrheit? Diese Frage soll im Zentrum dieses Aufsatzes stehen. Wahrheitstheorien versuchen dabei herauszufinden, wie man das folgende Schema ergänzen muss:

(*) x ist wahr genau dann, wenn ...

Wahrheitstheorien können dabei nach vielen Gesichtspunkten unterschieden werden. Die grundlegendste ist vielleicht diese hier: 

1. Der Ausdruck '... ist wahr' ist ein Prädikat. Wahrheit ist eine Eigenschaft von Propositionen (Sätzen, Aussagen, Überzeugungen etc.). Wahre Sätze unterscheiden sich demnach von falschen Sätzen dadurch, dass sie eine bestimmte Eigenschaft haben.

2. Der Ausdruck '... ist wahr' ist kein Prädikat. Er hat eine ganz andere sprachliche Funktion. Wahrheit ist keine Eigenschaft von Propositionen (Sätzen, Aussagen, Überzeugungen etc.). Es ist demnach nicht so, dass sich wahre von falschen Sätzen durch eine bestimmte Eigenschaft unterscheiden.

Zu den Wahrheitstheorien des Typs (1) zählen die Korrespondenztheorie, epistemische Theorien, die Kohärenztheorie, sprachanalytische Theorien, Deflationistische Wahrheitstheorien etc.

Zu den Wahrheitstheorien des Typs (2) zählen die Redundanztheorie (Frank Ramsey), die Performanztheorie (P.F. Strawson), die Prosententiale Theorie (Robert Brandom) etc.

Im Folgenden werden ausschließlich die Theorien des Typs (1) behandelt.

1.1. Korrespondenztheorie der Wahrheit

Die Korrespondenztheorie besagt, dass eine Proposition wahr ist, gdw. sie mit einer Tatsache übereinstimmt (korrespondiert).

Oder formal: "X: S ist wahr gdw. $t(t ist eine Tatsache & stimmtüberein (X, t)).

Die Korrespondenztheorie ist zweifelsohne die bekannteste Wahrheitstheorie. Im Laufe der Zeit wurden aber auch viele Kritiken laut:

1. Der erste Kritikpunkt betrifft die Beziehung zwischen Wahrheitswertträger (Proposition) und Wahrmacher (Tatsache). Diese Beziehung wird traditionell "Angleichung" (Thomas von Aquin), "Übereinstimmung" (Descartes und Kant), "Adäquation", "Entsprechung", … und gegenwärtig v.a. "Korrespondenz" (John Langshaw Austin) genannt. Dabei ist unklar, was diese Begriffe bedeuten bzw. worin die wahrmachende Beziehung überhaupt bestehen soll.

2. Der zweite Kritikpunkt betrifft das Aufeinanderbeziehen von Propositionen und Tatsachen. Die Korrespondenztheorie setzt voraus, dass man Propositionen mit der Wirklichkeit vergleichen kann. Aber die Rede von einem Vergleich von Aussagen mit der Wirklichkeit (oder einer Tatsache) macht für viele Philosophen keinen Sinn.

3. Der dritte Kritikpunkt betrifft die Tatsachen. Es ist unklar, mit welcher Tatsache die mathematische Wahrheit "2 + 2 = 4" oder negative Aussagen wie "Es ist kein Elefant in meiner Garage" übereinstimmen. Noch schwerer lassen sich wahre irreale Konditionalsätze interpretieren wie: "Wenn ich dies nicht getan hätte, wäre jenes (vielleicht) nicht passiert."

4. Die Korrespondenztheorie erklärt Wahrheit ohne Rückgriff auf epistemisches Vokabular wie ‚glauben’, ‚überprüfen können’ oder ‚vernünftigerweise annehmen’. Wenn sie zutreffend ist, ist "Wahrheit" kein primär epistemologischer Begriff (obwohl sie natürlich noch Ziel unserer Erkenntnisbemühungen bleibt). Denn dann bezieht sie sich auf eine Beziehung zwischen Proposition (Sprachphilosophie) und Tatsache (Metaphysik) und wäre anderen semantischen Grundbegriffen wie dem der "Referenz" sehr ähnlich. Aber Wahrheit muss doch etwas mit dem zu tun haben, was wir vernünftigerweise glauben sollten!

1.2. Epistemische Theorien der Wahrheit

Die klassische epistemische Wahrheitstheorie behauptet, dass eine Proposition wahr ist, gdw. sie gerechtfertigt ist.

Sie reagiert damit auf den Kritikpunkt (4) an der Korrespondenztheorie, Wahrheit müsse etwas mit dem zu tun haben, was wir vernünftigerweise glauben sollten. Dafür handelt sie sich aber neue Probleme ein:

„Wahrheit ist eine Eigenschaft einer Aussage, die sie nicht verlieren kann, während sie ihre Rechtfertigung durchaus einbüßen kann. Die Aussage 'Die Erde ist flach' war vor 3000 Jahren höchstwahrscheinlich rational akzeptierbar, aber heute ist sie das nicht mehr. Es wäre jedoch falsch, zu sagen, dass 'Die Erde ist flach' vor 3000 Jahren wahr war, denn das würde heißen, dass die Erde ihre Gestalt verändert hat.“
- Hilary Putnam: Reason, Truth and History, S. 55

Putnams (ebd.) hat eine Lösung: Am besten begreifen wir Wahrheit als eine Idealisierung rationaler Akzeptanz (idealization of rational acceptability). Wir sprechen als gäbe es epistemisch ideale Bedingungen und wir nennen eine Aussage ‘wahr’, wenn sie unter solchen Bedingungen gerechtfertigt wäre.

Die moderne epistemische Wahrheitstheorie behauptet also, dass eine Proposition wahr ist, gdw. sie unter epistemisch idealen Bedingungen gerechtfertigt ist.

1. das erste Zirkelproblem: Was sind ‚epistemisch ideale Bedingungen’ anders als epistemische Bedingungen, unter denen man das für wahr hält, was wahr ist?

2. das zweite, grundlegendere Zirkelproblem: Wenn es um erkenntnistheoretische Rechtfertigung geht, heißt ‚gerechtfertigt’ soviel wie ‚gerechtfertigt als wahr’. Eine Aussage S zu rechtfertigen heißt doch, Gründe dafür anzubringen, dass S wahr ist. Was soll es sonst heißen?

Die epistemischen Wahrheitstheorien verschärfen auch noch ein Problem der Standardanalyse des Wissens:

„Wenn wir Wissen als gerechtfertigte wahre Überzeugung definieren, dann definieren wir Wissen mit Hilfe zweier Bedingungen, von denen eine – Wahrheit – für das Ziel unserer Erkenntnisbemühungen steht, während die andere – Rechtfertigung – für ein Kriterium steht, mit dessen Hilfe wir herausfinden wollen, ob wir dieses Ziel erreicht haben. Dies […] ist jedoch illegitim. Denn prinzipiell ist es nicht statthaft, ein Ziel und die Kriterien, mit denen wir überprüfen, ob das Ziel erreicht wurde, in die Definition ein und desselben Begriffs aufzunehmen. Mit anderen Worten: Systematisch ist der alltagssprachliche Wissensbegriff ein inkohärenter Hybridbegriff – ein Begriff, in dem zwei Merkmale zusammengefasst werden, die nicht auf derselben Stufe stehen und die daher nicht zusammengefasst werden dürfen.“
- Ansgar Beckermann: Zur Inkohärenz und Irrelevanz des Wissensbegriffs, S. 567 f.

Ein Vertreter einer epistemischen Wahrheitstheorie muss ‚Rechtfertigung’ also definieren, ohne von ‚Wahrheit’ zu reden. Das ist nicht leicht! Vielleicht kann man behaupten, ‚gerechtfertigt’ könne durch Bezugnahme auf bestimmte Regeln und Prinzipien analysiert werden, deren Geltung in unserer Kultur durch Tradition begründet ist. Aber dieser Definitionsversuch ist schwierig. Generell ist nicht zu sehen, wie ‚Rechtfertigung’ ein erkenntnistheoretisch interessanter Begriff bleiben soll, wenn man ihn vom Begriff der Wahrheit abkoppelt (abkoppeln muss).

Richard L. Kirkham meint deshalb, dass die Vertreter der epistemischen Theorien eigentlich gar keine Wahrheitstheorie formulieren. Vielmehr verfechten sie ganz generelle, erkenntnistheoretische und metaphilosophische Thesen. Z.B: (1) Es gibt kein philosophisches Projekt, in dem eine Wahrheitstheorie eine wichtige Rolle spielen könnte. (2) Wir brauchen deshalb zwar eine Theorie der Rechtfertigung, aber keine Theorie der Wahrheit. (3) Der Begriff der Wahrheit ist leer – im Gegensatz zum Begriff der Rechtfertigung. (4) Wahrheit ist nicht das Ziel unserer Erkenntnisbemühungen.

1.3. Kohärenztheorie der Wahrheit

Die Kohärenztheorie vertritt die These, dass eine Proposition wahr ist, gdw. sie mit der Gesamtheit der vorhandenen Aussagen übereinstimmt bzw. wenn sie sich in diese Gesamtheit eingliedern lässt.

Sie reagiert damit auf den Kritikpunkt (2) an der Korrespondenztheorie, die Rede von einem Vergleich von Proposition und Tatsache mache keinen Sinn. Sie vergleicht Propositionen (Aussagen) nur untereinander:

„Die Wissenschaft als ein System von Aussagen steht jeweils zur Diskussion. Aussagen werden mit Aussagen verglichen, nicht mit ‚Erlebnissen’, nicht mit sonst etwas. (...) Jede neue Aussage wird mit der Gesamtheit der vorhandenen, bereits miteinander in Einklang gebrachten, Aussagen konfrontiert. Richtig heißt eine Aussage dann, wenn man sie eingliedern kann. Was man nicht eingliedern kann, wird als unrichtig abgelehnt. (...) Stets wird eine Aussage mit einer anderen oder mit dem System der Aussagen verglichen, nicht aber mit einer ‚Wirklichkeit’. Solches Beginnen wäre Metaphysik, wäre sinnleer.“
- Otto Neurath: Soziologie im Physikalismus, S. 403f.

Nach Otto Neurath ist eine Aussage also wahr, gdw. sie Element einer optimal kohärenten Menge von Aussagen ist. Doch was zeichnet eine kohärente Menge von Aussagen aus? Damit eine Menge M von Aussagen kohärent ist, muss mindestens gelten: (1) Die Aussagen in M sind miteinander logisch verträglich. Aus ihnen folgt kein Widerspruch (Konsistenz). (2) Die Aussagen in M stützen einander gegenseitig (Stützung).

1. Das erste Problem: Unter den Standarderklärungen von "logischer Folge" und von "Stützung" setzt die Erklärung von ‚kohärent’ die Rede von ‚Wahrheit’ voraus:

· B folgt logisch aus A gdw. gilt: wenn A wahr ist, muss B wahr sein.
·
 A stützt B nur dann, wenn gilt: die Wahrheit von A macht es wahrscheinlich, dass B wahr ist.

2. das zweite Problem: Es scheint wahre Sätze zu geben, die zu keiner optimal kohärenten Menge von Aussagen gehören:

· Als die Titanic am 14. April 1912 sank, waren weniger als 100.000 Ratten an Bord.

Keine der folgenden Aussagen gehört zu einer optimal kohärenten Menge von Aussagen. Aber eine der folgenden Aussagen ist wahr:

· Keine der Ratten an Bord der Titanic ist ertrunken.
· Genau eine der Ratten an Bord der Titanic ist ertrunken.
· Genau zwei Ratten an Bord der Titanic sind ertrunken.
  ...
· Genau 1000 der Ratten an Bord der Titanic sind ertrunken.
· Genau 1001 der Ratten an Bord der Titanic sind ertrunken.
  ...
·
Genau 99.999 der Ratten an Bord der Titanic sind ertrunken.

3. das dritte Problem: Die Kohärenztheorie koppelt die Wahrheit einer Aussage davon ab, wie sie sich zur Realität verhält:

„Science is a system of propositions, and – without being aware of it – these thinkers substitute science for reality; for them facts are not acknowledged before they are formulated in propositions and taken down in their notebooks. But Science is not the World. The universe of discourse is not the whole universe. It is a typical rationalistic attitude which shows itself here under the guise of the most subtle distinctions. It is as old as metaphysics itself, as we may learn from a saying of old Parmenides which runs [übersetzt: dasselbe ist Denken und des Gedanken Gegenstand.]“
- Schlick, Facts and Propositions (1935), S. 69

1.4. Sprachanalytische Wahrheitstheorien

Die sprachanalytische Philosophie hat eine ganze Reihe teils hochkomplexer Wahrheitstheorien hervorgebracht. Die dabei vertretenen Positionen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Frage, welchen x´en der Prädikator "wahr" zugesprochen werden kann als auch hinsichtlich der Wahrheitskriterien.

Die einflussreichste sprachanalytisch orientierte Theorie ist die semantische Wahrheitstheorie von Alfred Tarski (auch logisch-semantische oder formal-semantische Wahrheitstheorie). Tarski knüpft an einer Idee des Aristoteles an, der häufig als Korrespondenztheoretiker interpretiert wird:

Zu sagen, dass das Seiende nicht ist oder dass das Nichtseiende ist, ist falsch; dass das Seiende ist und dass das Nichtseiende nicht ist, ist wahr.
- Aristoteles: Metaphysik IV, 1011b23‐28

Nach Aristoteles gilt also das Prinzip P: Wenn eine Aussage wahr ist, dann gibt es etwas kraft dessen sie wahr ist.

Das Prinzip P ist traditionell so verstanden worden:

· Eine Aussage ist genau dann wahr, wenn sie eine ganz bestimmte relationale Eigenschaft hat.
·
 Die Aufgabe einer Wahrheitstheorie ist es, diese relationale Eigenschaft präzise zu bestimmen.

Die bisher behandelten Theorien verstehen P in genau diesem Sinne. Ihnen zufolge ist eine Aussage S wahr, wenn:

Korrespondenztheorie: S in einer Beziehung der Entsprechung zur Welt steht.
Epistemische Theorie: S unter idealen Bedingungen gerechtfertigt ist.
Kohärenztheorie: S Element einer optimal kohärenten Menge von Aussagen ist.

Aber können wir die Auflage des Prinzips P nicht einfacher erfüllen? Müssen wir wirklich in unserer Definition von ‚ist wahr’ eine komplizierte relationale Eigenschaft ausbuchstabieren? Alfred Tarski verneint die letze Frage:

„Unter den mannigfaltigen Bestrebungen, welche die Konstruktion einer korrekten Definition der Wahrheit für die Aussagen der Umgangssprache bezwecken, scheint wohl der Versuch einer semantischen Definition der natürlichste zu sein. Ich meine hier eine Definition, die man in die folgenden Worte kleiden könnte: (1) eine wahre Aussage ist eine Aussage, welche besagt, dass die Sachen sich so und so verhalten, und die Sachen verhalten sich eben so und so.“
- Alfred Tarski: Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen, S. 452

Die semantische Wahrheitstheorie besagt also, dass eine Proposition wahr ist, gdw. sie besagt, dass die Sachen sich so und so verhalten, und die Sachen verhalten sich so und so.

Dies ist eine semantische Definition, weil im Definiens der semantische Audruck "besagt, dass" vorkommt. Tarski selbst glaubt aber nicht, dass sich sein eigentliches Diktum in eine Definition verwandeln lässt: 

„In Hinsicht auf formale Korrektheit, Klarheit und Eindeutigkeit der in ihr auftretenden Ausdrücke lässt die obige Formulierung offenbar viel zu wünschen übrig." (ebd.)

1. Tarskis erstes Problem: Das Diktum führt zu Paradoxien wie die LügnerParadoxie. Um diese zu vermeiden, müssen wir die Generalität der Definition einschränken. Wir können nur jeweils ist wahr’ für eine bestimmte Sprache (die Objektsprache) in einer anderen Sprache (der Metasprache) definieren.

2. Tarskis zweites Problem: Semantisches Vokabular ist unklar. In einer präzisen Definition darf kein semantisches Vokabular mehr vorkommen. Eine semantische Definition kann also nur eine vorläufige sein; wir müssen in einem zweiten Schritt die semantische Wendung ck ‚besagt, dass’ eliminieren.

Tarski entwickelte ein komplexes Verfahren, das beide Probleme löst. Dieses leistet aber etwas ganz anderes, als wir von einer Wahrheitsdefinition erwarten.

1.5. Der Minimalismus

Tarskis neue Wahrheitsdefinition lautet:

Minimualismus: Für alle Propositionen x gilt: x ist wahr gdw. $p(was X besagt = [p] & p)

Erster Schritt: Wir setzen etwas für ‚x’ ein. Z.B. "Tupakointi tappaa":

· "Tupakointi tappaa" ist wahr gdw. $p(was „Tupakointi tappaa“ besagt = [p] & p)

Zweiter Schritt: Wir fügen ein, welche Proposition "Tupakointi tappaa" denn ausdrückt:

· "Tupakointi tappaa" ist wahr gdw. was "Tupakointi tappaa" besagt = [Rauchen tötet] & Rauchen tötet)

Diese Analyse des Wahrheitsbegriffs ist meiner Ansicht nach richtig.

2. Siehe auch

3. Weblinks

Internet Encyclopedia of Philosophy: Truth

Stanford Encyclopedia of Philosophy: Truth

Wikipedia (englisch): Truth

4. Literatur

Richard Heinrich: Wahrheit

Thomas Grundmann: Analytische Einführung in die Erkenntnistheorie, Kp.2

Wolfgang Künne: Conceptions of Truth

Stand: 2018

Kommentare: 5
  • #5

    Martin Landvoigt (Donnerstag, 19 Juli 2018 10:48)

    Auch hier bleibt die Darstellung der Kohärenztheorie blass. Die ausschließliche Zitation führt hier nicht weiter und bleibt in der Suche nach den Krümeln hängen. So zeigt sich das Missverständnis hier: 'Die Kohärenztheorie koppelt die Wahrheit einer Aussage davon ab, wie sie sich zur Realität verhält'

    Die Realität ist ja gerade nicht als übergreifend definiert, denn wir können Realität nur als Summe kohärenter Aussagen verstehen. Dies schließt selbstverständlich Beobachtungssätze ein. Wenn ich behaupte: 'Der wolkenlose Himmel ist tagsüber grün', so ist diese Aussage inkohänent, denn die Definition von 'grün' widerspricht der Beobachtung. Das ist im engen Sinn in der Korrespondenztheorie enthalten, aber die Kohärenztheorie umfasst auch diese und stellt sich nicht neben dieselbe. Darum wäre es falsch, das Verhältnis der Realität als undefiniert zu bezeichnen, sondern zeigt lediglich das Unverständnis, dass eine Realität in diesem Ansatz eben nicht apriori vorausgesetzt wird, aber eben als solche erkannt werden kann.

    Genau darunter leidet ja üblichen Darstellungen der Kohärenztheorie, die sich in akademischen Formulierungen verliert, ohne die Bedeutung zu ergründen.

  • #4

    WissensWert (Mittwoch, 20 Juni 2018 03:06)

    http://www.gavagai.de/themen/HHP68.htm

  • #3

    WissensWert (Mittwoch, 20 Juni 2018 02:40)

    All dies besagt übrigens nicht, dass wahre Präpositionen die Wahrscheinlichkeit 1 und falsche Propositionen die Wahrscheinlichkeit 0 haben. Nehmen wir an, ich mache eine Prognose des Ausgangs des nächsten Würfelwurfs: Der nächste Wurf wird eine zwei bringen. Diese Proposition hat die Wahrscheinlichkeit 1/6. Nehmen wir weiterhin an, dass der nächste Wurf tatsächlich eine 2 bringt, dass meine Proposition also wahr ist. Dann haben wir es mit einer wahren Proposition mit der Wahrscheinlichkeit 1/6 zu tun. Dagegen könnte man einwenden, dass meine Prognose zu dem Zeitpunkt, an dem ich sie mache, weder wahr noch falsch ist, weil sie die Zukunft betrifft und "die Würfel noch gar nicht gefallen sind". Die Annahmen, die diesem Einwand zugrunde liegen, sind allerdings alles andere als selbstverständlich und man müsste allererst Argumente dafür anbringen; auf keinen Fall folgt das schon aus dem oben Gesagten.

  • #2

    WissensWert (Mittwoch, 20 Juni 2018 02:39)

    http://www.philolex.de/wahrheit.htm

  • #1

    WissensWert (Mittwoch, 20 Juni 2018 02:39)

    http://www.ucs.louisiana.edu/~kak7409/EpistPapersBySubject.html#Truth


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