1. Was ist Qualia? (gehört generalüberholt)

Qualia (von lat. qualis "wie beschaffen") ist der Fachterminus für den subjektiven Erlebnisgehalt eines mentalen Zustandes.

Für Nicht-Philosophen ist diese Definition freilich sperrig, deshalb wollen wir zunächst den Begriff "Qualia" näher bestimmen. Häufig wird Qualia auch als phänomenales Bewusstsein bezeichnet. Phänomenal bezeichnet für Philosophen die Art und Weise, in der sich etwas unserer Wahrnehmung darbietet. Der Philosoph Thomas Nagel brachte es mit der Formulierung "Wie es ist, etwas zu sein oder zu erleben" griffig auf den Punkt. Alternativ kann man auch sagen "Wie es sich für ein Subjekt anfühlt in einem mentalen Zustand zu sein."

Qualia ist also, wie sich Dinge subjektiv für uns anfühlen, nicht wie sie objektiv an sich sind. Die Röte einer Rose zum Beispiel ist ein Quale. Eine Rose ist aber nie an sich rot, sie hat lediglich eine Oberflächenstruktur, die elektromagnetische Wellen so reflektiert, dass sie in uns eine Rotempfindung hervorruft. Oder denken Sie an den Wohlklang Ihrer Lieblingsmusik, der in der Welt an sich nur eine Aneinanderreihung von Schallwellen darstellt, sich für Sie aber ganz speziell anfühlt. Oder an das Gefühl von Wut, den Geruch von Benzin, den Geschmack von Süße und die Spürbarkeit des eigenen Herzpochens.

# Dieser Satz ist für Sie Qualia.
An sich besteht er aus Buchstaben-formenden Bildpunkten.

Sicher lassen sich all diese Empfindungen auf Hormonschwankungen, Molekülen in der Luft oder auf der Zunge, oder erhöhte sportliche Aktivitäten zurückführen. Doch die Welt hat noch eine andere Seite als die objektive – und das ist die der Subjektivität, die Art und Weise, in der wir all die aufgezählten Dinge wahrnehmen. Und diese Wahrnehmungsqualitäten, die Empfindung der eigenen Innen- und Außenwelt, das sind die phänomenalen Eigenschaften unserer mentalen Zustände, unsere Qualia.

Mit dieser Zweispaltung des Seins ergeben sich zwei Probleme:

1. Epistemische Asymmetrie: Wissen von der Welt kann jetzt auf zwei Wegen erlangt werden: Von der inneren Perspektive der ersten Person bzw. aus der subjektiven Qualia heraus und von der objektivierenden Dritte-Person-Perspektive. Besonders deutlich wird diese Asymmetrie beim Bewusstsein, von dem wir einerseits wissen, wie es sich anfühlt und das wir andererseits aus der wissenschaftlichen Außenperspektive kennen. In welchem Verhältnis stehen diese beiden Pfade bzw. Perspektiven zueinander? Lassen sie sich miteinander in Einklang bringen? Wenn ja, wie? Das sind die Fragen, von denen dieser Aufsatz hauptsächlich handeln wird.

2. Bestimmungsprobleme: Nagels Bestimmungsversuch der Qualia als "wie es ist, etwas zu sein oder zu spürenversagt als allgemeine Definition. Denn er setzt voraus, dass bereits bekannt ist, was Qualia sind. Man kann aber nicht davon ausgehen, dass jeder Qualia als solche versteht oder kennt, wie Du sie kennst. Ein Taubstummer, der keine Vorstellung vom subjektiven Erlebnisgehalt eines Dreiklangs hat, wird auch nach dieser Definition nicht verstehen, was damit gemeint ist. Was eine mathematische Form wie das Rechteck ausmacht, können wir ihm hingegen locker definieren und verständlich machen. Aber sobald wir in den subjektiven Bereich der Qualia kommen, scheinen Zustände nicht mehr klar kommunizierbar zu sein. Oder kannst du einem anderen den Geschmack eines Pfefferminzbonbons erklären, ohne auf weitere subjektive Geschmacksurteile zurückzugreifen, die er vielleicht ganz anders oder gar nicht erlebt? Dieses Bestimmungsproblem hat einige Philosophen dazu veranlasst, Qualia als gänzlich unbrauchbare Begriffe abzulehnen und anstelle dessen einen Qualiaeliminativismus zu vertreten. Andere widersprechen diesem harten Urteil und argumentieren, das Wissen um Qualia sei prinzipiell vermittelbar: „Und wenn jemand sagt, er wisse trotzdem nicht, worin der qualitative Charakter etwa eines Geschmacksurteils bestehe, können wir diesem Unverständnis so begegnen: Wir geben ihm einen Schluck Wein zu trinken, lassen ihn danach ein Pfefferminzbonbon lutschen und geben ihm dann noch einen Schluck desselben Weins mit der Bemerkung: Das, was sich jetzt geändert hat, das ist der qualitative Charakter deines Geschmacksurteils.“ (Ansgar Beckermann)

2. Meine gesamte Außenwelt ist Qualia

Wir haben gelernt, wie sich Subjektivität und Objektivität gegenüberstehen. Nur auf welche Weise tun sie das? Stehen sich Subjektivität und Objektivität ebenbürtig gegenüber, oder ist eines von beiden primär in der Welt und das andere erwächst erst daraus? Im wissenschaftlichen Denken ist man sich einig: Objektivität ist primär und Subjektivität erwächst erst daraus. Das objektiv existente Gehirn beispielsweise ist primär gegeben und bringt ein sekundäres, subjektives Bewusstsein in die Welt hinein. Und da ist zuerst eine objektive Welt mit all ihren Reizen, die dann das Bewusstsein mit Inhalten, mit Qualia, füllt. Eine solche (wissenschaftliche) Weltsicht, die das objektiv-Materielle vor dem subjektiv-Geistigen stellt, nennt man objektivistisch, materialistisch oder naturalistisch.

Auch wenn sich der Materialismus vernünftig anhört, ist er nicht zu Ende gedacht. Auf den ersten Blick ist da natürlich ein Gehirn und das erzeugt irgendwie Subjektivität, aber auf den zweiten Blick merkt man, dass nicht das Gehirn, sondern der erste Blick ganz am Anfang steht. Primär ist es der Blick auf ein Gehirn, der uns erst annehmen lässt, dass dieses Gehirn existiert. Wir nehmen die Existenz des Gegenstands an, weil wir von der Qualia einer Gegenstandswahrnehmung auf die tatsächliche Existenz dieses Gegenstandes abstrahieren und dabei auf unsere Intuition, die uns sagt, unsere Wahrnehmung entspräche etwas in einer objektiven Wirklichkeit, vertrauen. Am Anfang steht aber nur die Wahrnehmung eines Gehirnes und alles andere ist, um ehrlich zu sein, nur Vermutung.

Ihre gesamte Realität ist nur Vermutung. Denn was für ein Gehirn stimmt, gilt auch für alles andere, was Teil Ihrer Realität ist. Für Ihre Innenwelt (Motive, Emotionen, Gedanken, …) ebenso wie für Ihre Außenwelt: Es ist letztendlich nur Qualia. Alles Seiende ist für Sie und war noch nie für jemanden etwas anderes als Qualia. Qualia aber kann uns von unserem Geist vorgegaukelt werden und muss nicht das Abbild einer objektiven Realität sein. In einem Traum beispielsweise schafft es unser Geist die Qualia einer nichtexistenten Welt zu erschaffen und uns so fälschlicherweise glauben zu lassen, das Erträumte sei real. Argumente wir das Traumargument und Filme wie "Matrix" zeigen uns, wie wir der Illusion der Qualia ohne dahinterstehende Wirklichkeit erliegen können. Erst nachdem man aufgewacht ist, oder die rote Pille gewählt hat, merkt man, dass man getäuscht wurde.

Während der Illusion gibt es aber keine Möglichkeit diese zu bemerken, weil sie perfekt ist. Es gibt keine Möglichkeit Illusion und Realität zu unterscheiden. In der Realität haben wir Qualia von der Realität und glauben deshalb richtigerweise an ihre Existenz. Und in der Illusion haben wir Qualia einer vermeintlichen Realität und glauben deshalb fälschlicherweise an ihre Existenz. Wie wollen Sie beide Fälle auseinanderhalten? Nach welchem Kriterium wollen Sie ausmachen, dass das, was Sie gerade erleben, wirklich passiert und Ihnen nicht nur vorgegaukelt wird? Es geht nicht. Die Konsequenzen, die sich aus dieser Schlussfolgerung ergeben, sind verheerend: Sie können auch im (vermeintlichen?) Wachzustand oder nach der (vermeintlichen) Einnahme der roten Pille nie wissen, ob sie eine objektive Realität erleben, oder eine subjektive Realität erschaffen. Ob die Frau, die Sie lieben, die Kinder, die Sie sehen oder der Chef, auf den Sie wütend sind, auch wirklich existieren, werden Sie nie mit hundertprozentiger Sicherheit wissen können.

Vielleicht sind sie nur ein Gehirn im Tank, das durch gezielte Stromstöße so stimuliert wird, dass es denkt, eine Frau und Kinder zu sehen? Unterm Strich aber sind Sie nichts weiter als ein Tank in einer Nährlösung. Und vielleicht nicht mal das? Auch das Gehirn ist, wie wir gelernt haben, ein Produkt unserer Wahrnehmung. Es ist Qualia. Es könnte ihnen auch von Ihrem, eigentlich völlig immateriellen, Geist vorgegaukelt werden. Ein immaterieller Geist, der sich die ganze Welt nur denkt und in Wahrheit das einzige ist, was existiert.

Wie Sie sehen ist es genauso gut denkbar, dass die (vermeintliche) Objektivität aus der Subjektivität und die (vermeintliche) Materie aus dem Geist heraus erwächst. Beides ist denkbar und ich kenne kein Kriterium, das eines wahrscheinlicher als das andere macht. Wenn der Materialismus also nicht Recht hat und wenn unsere zweite Vermutung stimmt, so sagt man, ist die Welt idealistisch. Der Idealismus ist das Pendant zum Materialismus, wenn es nach ihm geht sind Geist und Subjektivität primär - und vor Materie und Objektivität zu denken

3. Problem der Qualia

Zugegeben, die Erkenntnis, dass ich immer nur Qualia und nie "die Welt an sich" wahrnehme, ist interessant. Metaphysisch und epistemologisch ist sie gewiss auch hochrelevant. Aber sie ist nicht das eigentliche Problem, das im Zusammenhang mit Qualia standardmäßig diskutiert wird. Das eigentliche Problem um die Qualia ist ein anderes. Um bei unserem Vokabular zu bleiben ist es die schwierige Frage, wie und ob überhaupt eine materialistische Theorie das Auftreten von phänomenalen Erlebnissen mit unbelebter, "objektiver" Materie erklären kann?

Bisherige materialistische Theorien können Qualia nur beschreiben, jedoch nicht erklären! Das ist ärgerlich, denn die Ergebnisse der modernen Neuropsychologie sprechen allesamt für eine gesetzmäßige Verknüpfung zwischen Qualia und den (materiellen) Ereignissen im Nervensystem. Es wäre interessant zu wissen, wie diese Verknüpfung aussieht (siehe auch: Leib-Seele-Problem). Angenommen, P sei nun ein neuronales Ereignis, Q sei ein Qualia-Ereignis, und es gelte: Immer wenn P, dann Q. Dann kann eine materialistische Theorie, die dies herausgefunden hat, das Qualia Ereignis Q materiell beschreiben. Sie kann nämlich beschreiben, dass immer wenn P, dann Q. Sie kann uns z.B. sagen, dass bestimmte Hirnprozesse mit dem höchst unangenehmen Gefühl der Eifersucht einhergehen. Warum bzw. wie sie das tun und ob P und Q überhaupt kausal oder nicht nur korrelativ verknüpft sind - das vermag sie uns derweil Theorien zu sagen. Keine einzige materialistische Theorie kann vernünftig erklären, wie aus biochemischen und elektrischen Prozessen im Gehirn ein mentaler Zustand im Bewusstsein begründet werden soll. Wie aus physikalischen Vorgängen die Vorstellung einer roten Rose erwachsen kann.

3.1. Verzweifelnde Reduktionisten

Dabei haben die Materialisten sehr wohl gute Ansätze. Wenn Q, sofern P, würde ein (reduktivistischer) Materialist versuchen, Q einfach auf P zu reduzieren. Er wird Argumente für die These suchen, dass Q mit P identisch ist. Als Vorbild für eine reduktive Erklärung der Qualia dienen ihm andere reduktive Erklärungen wie "Temperatur ist Molekularbewegung " oder "Gene sind DNA-Moleküle". Zwar sind auch diese molekularen Reduktionen nicht gänzlich unumstritten, in den Naturwissenschaften besteht jedoch ein weitgehender Konsens, was sie betrifft.

Dabei wird so argumentiert: Eine Eigenschaft wie die Temperatur eines Gegenstandes lässt sich durch ein Gesetz, das die Temperatur mit einem anderen Sachverhalt verknüpft, verpacken. Dieser andere Sachverhalt ist die kinetische Energie von Molekülen. Damit ist nach Hume nur eine Korrelation, aber noch keine Kausalität nachgewiesen, den meisten Naturwissenschaftlern reicht diese induktive Beobachtung aber, um zu behaupten, dass die Temperatur durch Molekularbewegung realisiert wird. Beziehungsweise, dass die Temperatur eines Gegenstandes auf seine intrinsischen Molekularbewegungen reduzierbar ist. Es gibt die Temperatur nicht als zusätzlich zur Molekularbewegung vorhandene Eigenschaft.

Ganz ähnlich argumentiert man auch bei Genen und DNA-Molekülen: Gene sind etwas, das gewisse kausale Funktionen aufweist, die sie zum Träger von Erbinformation machen. Und diese kausale Funktion wird durch DNA-Moleküle erfüllt. Also können Gene auf DNA-Moleküle reduziert werden.

Und in dieser Tradition versuchen Reduktionisten nun schon seit geraumer Zeit, phänomenales Bewusstsein auf neuronale Vorgänge herunterzubrechen. Bisher ohne Erfolg. Es will einfach nicht gelingen, Qualia als ein Nebeneffekt des Gehirns zu erklären. Obschon Empfindungen, wie gesagt, in einer Verbindung zu ihren Ursachen stehen, besitzen sie neben diesen Relationen noch eine ganz bestimmte Erlebnisqualität. Ein frierender Mann lässt sich nicht auf sein Verhalten und neuronalen Muster reduzieren, „Es fühlt sich für die Person auch auf eine bestimmte Weise an“, zu frieren.

Diese Erlebnisqualität ist keine extrinsische, relationale Eigenschaft mehr, sie ist der intrinsische Kern eines Erlebnisses. Dieser Kern ist von seiner Beschaffenheit grundverschieden von extrinsischen Eigenschaften wie der Temperatur. Temperaturen lassen sich objektiv und für jeden nachvollziehbar bestimmen, das phänomenale Bewusstsein aber ist wie eine Blackbox: Sein Innenleben lässt sich von außen, d.h. extrinsisch, nicht einsehen. Und deshalb lässt es sich auch nicht auf Beziehungen zwischen extrinsischen Eigenschaften zurückführen. Es ist, als wolle man zwei Welten, eine nur von innen und eine nur von außen einsehbare, zusammenführen. Aber das klappt nicht.

Man kann noch so lange auf ein Gehirn schauen und noch so komplexe Theorien entwickeln. Das einzige, was man sehen und was man erklären wird, ist eine etwas über 1 Kilogramm schwere, eiweißhaltige Masse. Nie wird man selbst vor Augen haben, oder erklären können, wie es für den Träger des Gehirns ist, eine rote Rose zu sehen.

3.2. Ignoramus et ignorabimus?

"A lack of understanding of something is not evidence of god.
It's evidence of a lack of understanding."
Lawrence M. Krauss

Wie der großartige Lawrence M. Krauss richtig erkannt hat, wäre es verfrüht zu sagen, weil etwas aktuell nicht materialistisch / natürlich erklärt werden kann, sei es übernatürlich. Es könnte ebenso sein, dass wir es, z.B. die Qualia, noch nicht natürlich erklären. Und auch wenn wir die Qualia nie natürlich erklären können werden, heißt das immer noch nicht, dass wir es prinzipiell keine natürliche Erklärung dafür gibt. Vielleicht sind wir auch einfach zu beschränkt dafür, das Problem der Qualia auf natürlichem Wege zu lösen? Eventuell gibt es eine natürliche Lösung und für intelligentere Wesen ist es gar kein Problem, diese zu finden?

Es sei denn, die Qualia von intelligenteren Wesen sind auch schwerer zu verstehen. Dann könnte uns das Schicksal folgenden Streich spielen: Wesen, die schlau genug sind, um unsere Qualia zu begreifen, sind in ihrem Welterlebnis zu komplex, um ihre eigene Qualia zu durchschauen. Und damit ein Neurowissenschaftler im 22. Jahrhundert seine Qualia wissenschaftlich modellieren kann, müsste seine phänomenale Wirklichkeit so simpel sein wie die einer Maus. Als Maus wäre er aber wieder zu dumm, um seine Maus-Qualitäten zu erforschen. Was wäre also, wenn die Komplexität der Qualia immer höher liegt, als die Intelligenz der Person?

Das setzt natürlich voraus, dass es bei komplexeren Qualia auch immer intelligentere Modelle braucht, um deren Realisierung zu beschreiben. Und dass Qualia-Komplexität und Intelligenz positiv miteinander korrelieren. Für beides spricht zumindest einiges. Das Gehirn einer Maus ist ungemein leichter zu verstehen, als das eines Menschen, warum nicht auch dessen Qualia? Und das Qualiaerlebnis des Menschen ist unter anderem deshalb umfangreicher, weil er die Intelligenz besitzt, um ein abstraktes Konzept wie Kultur zu verstehen und zu fühlen. Eine Maus wird nie verstehen, was Kultur und Musik bedeutet. Und in Analogie dazu wird der Mensch von übermorgen möglicherweise Dinge erleben und empfinden, die uns so fremd sind, wie der Maus unser Verständnis von Musik und Kultur. Nur, dass die Welterfahrung dieses Menschen von Übermorgen dann wieder so beziehungsreich wäre, dass er selbst nicht in der Lage wäre, sie qualitativ zu exemplifizieren.

Wahrscheinlicher ist aber, dass Qualia für jedes Wesen erläuterbar werden, sobald das Problem einmal natürlich gelöst wurde. Will heißen, eigentlich enthielt der vorgegangene Absatz nur einen interessanten Gedanken, den ich mir gemacht habe, keinen, der einmal relevant werden wird. Auch in der gegenwärtigen Diskussion spricht man bezeichnenderweise von dem Problem der Qualia, nicht von einem abgestuften Konglomerat an Problemen. Zentral in dieser Diskussion ist nun die Frage, ob der Materialismus prinzipiell eine Lösung für das Qualiaproblem geben kann, oder nicht? Just werden Stimmen laut, die das Problem generell für ein nicht lösbares halten. Und da sind nicht nur die Stimmen von Materialismuskritikern dabei, sondern häufig auch die von Materialisten, die reduktionistische, funktionalistische und eliminative Erklärungsstrategien für nicht zielführend halten. Qualia seien natürliche Phänomene, jedoch so nicht naturalisierbar.

Hier stellt sich die Frage, wie Qualia stattdessen naturalisierbar sein sollen? Welche Methoden sind zielführend und wann sind wir am Ziel? Würden wir es überhaupt bemerken, wenn wir Qualia naturalisiert haben? Was erhoffen sich Bewusstseinsforscher, wenn sie Probanden unter einen Magnetresonanztomographen legen? Kann es wirklich ein Neuronenmuster geben, von dem man sagen kann, es würde Qualia erklären? Ab welcher Zusammenstellung aus Proteinen und Fetten können wir erklären, wie es ist, die Farbe Rot zu sehen?

Wir haben gute Gründe kennengelernt, die eine solche Zusammenstellung ausschließen. Wohlmöglich gibt es also grundsätzlich kein neuronales Muster, das Qualia entzaubern könnte und unsere ganze Herangehensweise war falsch. Der Philosoph Thomas Nagel ist genau dieser Auffassung und meint, es bedürfe eine Art kuhnschen Paradigmenwechsel, um das Qualiaproblem zu lösen. Es sei falsch gewesen, das Problem ausschließlich den Experimentalwissenschaftlern zu überlassen und es anzugehen wie jede andere wissenschaftliche Herausforderung.

Als Analogie für den notwendigen Perspektivenwechsel bringt Nagel die kopernikanische Wende an, nach der man die Welt mit anderen Augen gesehen hat. Einige astronomische Begebenheiten waren im Rahmen des alten, geozentrischen Weltbildes nicht erklärbar. Erst mit dem Wandel in der wissenschaftlichen Theorie konnten diese Begebenheiten erklärt werden und Dinge, die früher mysteriös schienen, waren mit der neuen Sicht der Dinge jetzt kinderleicht zu lösen. Entsprechend komme uns die Suche nach einer natürlichen Lösung des Qualiaproblems gerade noch desperat vor, wenn wir sie aber anders anpacken, könnte sie ganz schnell und erfolgreich enden.

4. Verweise

An sich: Qualia wiederspiegeln die Welt "vor meinem geistigen Auge", nicht die Welt an sich. Wie die Welt an sich ist, liegt außerhalb von meiner Erfahrung. In dieser liegen nur Qualia, es ist mir also nicht möglich, etwas über die Welt an sich auszusagen.

Bewusstsein

Chinesisches Zimmer: Die Illustration des Problems der Qualia bzw. eine Kritik am Funktionalismus anhand der chinesischen Bevölkerung.

(L) Dualismus: Während dieses Aufsatzes haben wir reduktionistische und eliminative Strategien zur Lösung des Qualiaproblems kennengelernt. Wir haben aber auch gelernt, wie schwer sich beide Strategien tun, eine derartige Lösung zu finden. Und aus diesem Grund sind jetzt andere Strategien attraktiv geworden, die das Problem der Qualia von vornerein umgehen. Der Dualismus ist eine solche Strategie. Er leugnet Qualia als materielle Entität, jedoch nicht grundsätzlich (wie der Qualiaeliminativismus). Stattdessen postuliert er eine extra Seinsebene neben der Materie, in der die Qualia existieren. Diese geistige Seinsebene soll unabhängig vom Materiellen existieren und deshalb ergibt sich das Qualiaproblem auch gar nicht. Laut dem Dualismus sind Qualia einfach seit jeher schon da und müssen nicht erst durch eine materielle Grundlage hervorgerufen werden. Dadurch entfällt zwar die Frage, wie subjektive Empfindungen aus Gehirnstrukturen entstehen (Qualiaproblem): Sie entstehen schlichtweg nicht und haben ein eigenes Sein. Zeitgleich besorgt uns der Dualismus aber ein neues Problem (Bindungsproblem): Auf welche Weise interagieren Materie und Geist miteinander?

Emergenz: Einen naheliegenden Einwand gegen reduktionistische Strategien formulierte der Physiologe Benjamin Libet. Nach ihm ist der gedankliche Ansatz falsch, Qualia auf kleinste Strukturen reduzieren zu wollen. Es seien nämlich nicht nur Neuronen oder Atome, sondern auch ihre wechselseitigen Verknüpfungen notwendig, um Qualia erklären zu können. Erst auf einer intakten Struktur emergiere das Nervensystem zu Qualiamomenten, das Ganze sei also doch mehr als die Summe seiner Teile. Und ein Gehirn nicht nur eine Ansammlung von Neuronen, sondern vor allem auch durch deren Anordnung untereinander konstituiert.

Evolution: Warum lässt sich das Qualiaproblem so schwer lösen? Eine Antwort auf diese Frage bietet vielleicht der Blick auf unseren Erkenntnisapparat: Das Gehirn hat sich mit dem Ziel entwickelt, einen größtmöglichen Überlebensvorteil für Individuum und Gattung darzustellen. Für abstraktere, nicht unbedingt überlebensnotwendige Überlegungen ist das Gehirn, mit dem wir denken, nicht gemacht.

Fledermaus: Im Jahre 1974 veröffentlichte der Philosoph Thomas Nagel den Aufsatz "What is it like to be a bat?". Dieser Aufsatz sollte die Philosophie des Geistes revolutionieren und auf ihn fußt auch die gegenwärtige Qualiadebatte. Nagels Aufsatz fiel in eine Zeit, in der die Philosophie des Geistes durch die Erfolge der Neuro- und Kognitionswissenschaften überwiegend reduktionistisch geprägt war. Er argumentiert darin, dass die Naturwissenschaften das Phänomen des Erlebens nie erklären werden. Schließlich seien sie in ihrer Methode auf eine Außenperspektive der Dinge festgelegt, in der sich die Innenperspektive der Qualia gar nicht fassen lasse. Diese Position illustriert Nagel an einem berühmt gewordenen Beispiel: Stellen Sie sich eine Fledermaus vor. An dieser Fledermaus können wir unzählige neurowissenschaftliche und ethologische Experimente abhalten und einiges über die Kognition und das Verhalten der Fledermaus herausfinden. Das ist aber alles nur die Außenperspektive. Wie es ist eine Fledermaus zu sein, lässt sich wissenschaftlich nicht erforschen und genauso wenig auf neuronale Strukturen reduzieren. Es wird Nicht-Fledermäusen auf immer ein Rätsel bleiben, wie es sein muss, ein Objekt via Echoortung zu lokalisieren.

Geschichte: Die Erstverwendung des Begriffes "Qualia" lässt sich auf das Jahr 1866 datieren und geht auf den Philosophen Charles S. Peirce zurück. Im Sinne der aktuellen Philosophie des Geistes wurde er jedoch erst 1929 durch C. l. Lewis bestimmt: "erkennbare Charaktere des Gegebenen, die wiedererkannt werden können, und deshalb eine Art Universalien sind".

Hume"Wir können uns keinen Begriff vom Geschmack einer Ananas bilden, ohne diese tatsächlich gekostet zu haben", nahm Hume das Qualiaproblem schon 1739 vorneweg. Explizit diskutiert wurde es aber erst ab dem 20. Jahrhundert.

Ich: Zum menschlichen Bewusstsein gehört auch das Selbstbewusstsein und zur menschlichen Wahrnehmung gehört auch die Selbstwahrnehmung. Die Wahrnehmung des eigenen Selbst ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualiawelt. Und so könnte man das Problem der materialistischen Neurowisseschaften mit der Erklärung von Qualia auch so formulieren: Wo oder was bin Ich?

Kausalität: Was Sie als Experimentalwissenschaftler sehen, sind einzelne Neuronen. Die dann von Ihnen vermutete Korrelation mit dem subjektiven Erlebnisgehalt basiert auf empirische Datensätze und statistische Zusammenhänge. Sie sehen nicht mehr als Korrelationen, wenn das Gehirn A macht, fühlt der Proband B. Kausalitäten, also ob A B auch wirklich verursacht, sehen Sie hingegen nie.

Leibniz: Auch Gottfried Willhelm Leibniz formulierte das Qualiaproblem in seinem eindringlichen Mühlengleichnis: "Man muß übrigens notwendig zugestehen, daß die Perzeption und das, was von ihr abhängt, aus mechanischen Gründen, d. h. aus Figuren und Bewegungen, nicht erklärbar ist. Denkt man sich etwa eine Maschine, die so beschaffen wäre, daß sie denken, empfinden und perzipieren könnte, so kann man sie sich derart proportional vergrößert vorstellen, daß man in sie wie in eine Mühle eintreten könnte. Dies vorausgesetzt, wird man bei der Besichtigung ihres Inneren nichts weiter als einzelne Teile finden, die einander stoßen, niemals aber etwas, woraus eine Perzeption zu erklären wäre." Monadologie, §. 17. [1]

Leib-Seele-Problem (L): Das Leib-Seele-Problem ist die zentrale Frage der Philosophie des Geistes. Da heutzutage der Begriff Seele wegen seiner religiösen Konnotation etwas aus der Mode gekommen ist, findet man auch andere Bezeichnungen, wie Körper-Geist-Problem,- am Kern der Fragestellung ändert das nichts: Welcher Zusammenhang besteht zwischen unserem phänomenalen Erleben (das Erleben von Qualia) und den intersubjektiv beobachtbaren, materiellen Vorgängen? All die zahlreichen Antworten auf das Leib-Seele-Problem lassen sich in zwei Grundkategorien unterscheiden. Der Dualismus meint, phänomenales Erleben und materielle Gegenstände sind zwei unterschiedliche Entitäten, die sich nicht aufeinander reduzieren lassen und umsegelt so das Problem der Qualia. Dafür steuert er jedoch schnurstracks auf ein weiteres Problem zu, wörtlich auf das Bindungsproblem. Das ist den meisten Philosophen noch zuwiderer, weshalb sie monistische Ansätze präferieren. Monistische Theorien gehen von einer grundlegenden Entität aus, der alles zugrunde liegt. Im Fall des Materialismus ist dies die Materie und das heißt, dass alles durch die materielle Welt erklärt oder zumindest auf materielle Prinzipien zurückgeführt werden können muss. Auch die Qualia eines Menschen. Doch widerspricht diese Annahme der Ungeteiltheit des Seins unserer Intuition und ruft das Problem der Qualia hervor.

Mary: Neben dem Mühlengleichnis und dem Fledermaus-Gedankenexperiment ist Mary ein weiteres, qualibasiertes Argument gegen den Materialismus. Manchmal wird es auch "Argument des unvollständiges Wissens" genannt und versucht, wie der Name schon andeutet, zu zeigen, dass das wissenschaftlich-objektive Wissen von der Welt nicht alles ist. Es gibt noch eine andere Art von Wissen, nämlich der von der subjektiven Qualität eines Erlebnisses. Um dies zu illustrieren fordert er uns auf, an die fiktive Superneurowissenschaftlerin Mary zu denken. Mary weiß alles, was es wissenschaftlich über Farbempfindungen zu wissen gibt. Sie weiß, wie das Licht auf unserer Netzhaut bricht und welche Gehirnmuster welche Emotionen repräsentieren. Aber jetzt kommt der Clou. Ihr ganzes Leben lang ist Mary in einem schwarz-weißen Labor gefangen gewesen und hat folglich noch nie selbst eine Farbempfindung gehabt. Wenn Mary jetzt aus dem farblosen Labor tritt und erfährt, wie es ist, eine Rose zu sehen, weiß sie dann mehr wie vorher? Zur Erinnerung: Zuvor kannte Mary alle wissenschaftlichen Fakten, um eine Rotempfindung physiologisch zu beschreiben, nur wie es ist, selbst Rot zu sehen, wusste sie noch nicht. Diese Wissenslücke hat sie jetzt gestopft und dass es immer noch Wissenslücken geben konnte, nachdem Mary alles weiß, was es wissenschaftlich über Farbempfindungen zu wissen gibt, zeigt, dass das wissenschaftliche Wissen über die Welt unvollständig sein muss.

Naiver Realismus: Die Welt ist nicht so, wie sie zu sein scheint. Jeder Schwindelanfall und jede optische Täuschung, bei denen sich die Welt zu drehen scheint, in Wahrheit aber mucksmäuschenstill steht, zeigt uns diese simple Wahrheit. Sie ist aber auch erschreckend: Wenn die Welt an sich nicht so ist, wie ich sie wahrnehme, wie ist sie dann? 

Repräsentationstheorien: Eine weitere Strategie, mit der Philosophen dem Qualiaproblem begegnen, stellen die repräsentionalistischen Theorien dar. Das einheitliche Ziel all dieser Positionen ist es, Qualia auf repräsentionale Zustände zurückzuführen. Wenn man sich etwa das Knie stößt, wird der Stoß durch neuronale Zustände repräsentiert. Das Erleben des Stoßerlebnisses bzw. der Schmerz soll nun nichts anderes als der Modus dieser Repräsentation sein. Aber sind Repräsentationen schon eine hinreichende Bedingung für Erleben? Ich denke nicht. Zum einen besitzt ein simples System, wie etwa ein Thermostat, auch schon repräsentationale Zustände und trotzdem kein subjektives Erlebnis. Zum anderen scheint es beim Menschen auch unbewusste Repräsentationen zu geben (siehe z.B. Rindenblindheit). Warum sollte die eine Repräsentation mit einem Erlebnis einhergehen und die andere unbewusst bleiben? Und warum sollten repräsentationale Zustände überhaupt von Erlebnissen begleitet werden? Wäre es nicht viel einfacherRepräsentationen ganz ohne Qualia zu denken?

Seele: Rudolf Virchow rollte das Qualiaproblem aus medizinischer Sicht auf: "Ich habe Tausende von Leichen seziert, aber ich habe nirgendwo eine Seele gefunden." Virchow wird auch zugeben müssen, dass er noch nie so etwas wie ein Ich-Empfinden oder ein Bewusstsein in einer Leiche gefunden hat. Wohl auch, dass ihm dies ebenso wenig bei einer lebenden Person gelänge. Der Wissenschaftler kann einen Gehirnzustand einmal beobachten und ein andermal, bei einem Probanden mit Alzheimer, nicht. Dann kann er beschreiben, dass dieser Gehirnzustand mit dem Erinnerungsvermögen zusammenhängen muss. Aber er wird nie erklären können, wie es für die untersuchte Person ist, sich (nicht) zu erinnern.

Solipsismus: "Ich denke, also bin ich." – die eigenen Qualia bezweifelt kaum jemand ernsthaft. Aber wie sieht es mit den Qualia anderer aus? Woher weiß ich, dass mein Gegenüber auch empfindet, und nicht nur bewusstlos funktioniert wie ein Roboter?

Traumargument: Das Traumargument kehrt den Spieß um und sucht, statt nach einer materiellen Erklärung für die subjektive Realität, nach einer subjektiven Erklärung für die materielle Welt.

Urknall: Zusammen mit der Frage, warum überhaupt etwas ist, ist das Problem der Qualia wohl eines der größten des materialistischen, modernen Weltbildes.

Warp-Antrieb: Bis dato liegt die theoretische Obergrenze für Geschwindigkeiten bei der Lichtgeschwindigkeit, die praktische sogar noch weit darunter. Wenn ein Warp-Antrieb realisierbar wäre, würde sich das ändern und wir könnten beliebig schnell durchs All kreuzen. Nur ist dieses "wenn" ein sehr großes WENN: Wahrscheinlich wird es aus prinzipiellen Unzulänglichkeiten nie einen Warp-Antrieb geben. Falls doch, sähe sein Bauplan grob so aus: Man nehme eine Warp-Blase mit einem ungekrümmten, zentralen Bereich und platziere ein Raumschiff in die ruhende Mitte. Am Blasenrand krümmen wir die Raumzeit durch einen am Rand positionierten, dichten Ring aus negativer Energie. Final koordinieren wir die Raumkrümmungseffekte noch so, dass sich das Raumschiff immer weiter zum Ziel bewegt, ohne dabei den Raum zu durchqueren.

Werbepsychologie: Achtung, schlechtes Wortspiel: Den eigentlichen "Reiz" stellen die elektromagnetischen Wellen dar, nicht die Schokolade an sich.

Wittgenstein: „Wenn man es ganz genau besieht“, schreibt Weinberg, „tat er nicht einmal das. Er erfuhr bestimmte visuelle und taktile Reize“, die er als „Leuchtpunkt interpretierte.“ Diese Interpretation, die Qualiawerdung eines objektiven Vorganges, ist das Rätsel der Qualia.

Zombie: Descartes hat die modale Intuition, er könne nach dem Tod als bewusstes Wesen ohne Körper weiterexistieren. Er nimmt damit implizit eine dualistische Position ein und gesteht dem Menschen eine Seele, oder etwas ähnliches Immaterielles, das ohne die materielle Basis zu existieren vermag, ein. Andersherum ebnet er damit aber auch den Weg für das Gegenteil von Seelen: Zombies. Seelen sind Geist ohne Körper, Zombies Körper ohne Geist. Wenn Geist etwas ist, das den Menschen beseelt, muss es auch unbeseelte Menschen geben können, die materialistisch- behavioral exakt so sind wie wir, aber über kein Innenleben verfügen.

Stand: 2015

Kommentare: 2
  • #2

    WissensWert (Mittwoch, 31 August 2016 22:49)

    Qualies (aus der Medizinethik), nicht zu verwechseln mit Qualia. / Anhänger des „effektiven Altruismus“ messen und kalkulieren oft in/mit(?) sog. „Qualies“, ein Konzept, das ursprünglich aus der Medizinethik stammt.

  • #1

    WissensWert (Freitag, 13 Mai 2016 01:39)

    Der Status qualiabasierter Argumente gegen den Physikalismus ist weiterhin höchst umstritten. Zum einen ist das Konzept der Qualia selbst schwer bestimmbar und sehr umstritten. Zum anderen ist aber auch nicht sicher, welchen Status Qualiaargumente haben. Sind sie metaphysische Argumente, die uns über den ontologischen Status von Mentalem aufklären können, oder sind sie erkenntnistheoretische Argumente, die uns vor allem über die Grenzen unseres Wissens aufklären?[19] Wäre Letzteres der Fall, hätte das Qualiaproblem keine Konsequenzen in Bezug auf die Frage nach der Wahrheit des Physikalismus.


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