„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Einer der größten Fragen der Philosophie ist die nach dem Verhältnis zwischen Geist und Natur. Die Diskutanten dieses Themas lassen sich in die nun folgenden Weltbilder unterscheiden.

  • Naturalismus: Die physische Natur ist ursprünglich und erschafft Geist.

Häufig sind Vertreter dieser Position Naturwissenschaftler, Atheisten, Realisten, Reduktionisten, Falsifizisten u.Ä.. In ähnlichem Kontext spricht man auch von einem Physikalismus oder Materialismus.

  • Idealismus: Ein immaterieller Geist ist ursprünglich und erschafft die Natur.

Häufig sind Vertreter dieser Position Theologen, Theisten, Spirituelle, Antirealisten, Esoteriker u.Ä.. In ähnlichem Kontext spricht man auch von einem Platonismus.

  • Dualismus: Physische Natur und Geist sind gleichermaßen ursprünglich.

Häufig sind Vertreter dieser Position dies unbewusst, da Natur und Geist ohne kritische Reflexion zwei unabhängige Entitäten zu sein scheinen. Offensive Verfechter dieser Position gibt es kaum mehr.

  • Monismus: Physische Natur und Geist sind das Gleiche.

Häufig sind Vertreter dieser Position Pantheisten.

  • Agnostizismus: Die Frage nach dem Verhältnis von Natur ist nicht entscheidbar.

Häufig sind Vertreter dieser Position Philosophen, Skeptizisten .u.Ä..

Aufgrund der uneinheitlichen Begriffsdefinitionen sind diese Definitionen nicht allgemeingültig.

Verweise

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