„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Ressourcenkriege

Ein Ressourcenkrieg ist eine materiell motivierte, militärische Auseinandersetzung.

1. globale Erdölvorkommen

Dieser Aufsatz wurde aber nicht allein geschrieben, um den Begriff vom Ressourcenkrieg abstrakt zu definieren. Der Ein oder Andere mag sich schon gedacht haben und er hat Recht. Die entscheidende Frage muss doch lauten: Führt heutzutage jemand Ressourcenkriege?

Und, wenn ja: Ist der Westen in diese mitinvolviert?

Dazu wollen wir uns erst einmal ansehen wie Ressourcen weltweit verteilt sind. Erst einmal betrachten wir nur das globale Erdölvorkommen und behalten das Erdgas im Hinterkopf. Wieso nur und gerade diese Rohstoffe, liegt auf der Hand. Für mehrere oder gar alle Rohstoffe durchzuspielen, ob um diese Kriege geführt werden sprengt den Rahmen eines gewöhnlichen Aufsatzes auf dieser Seite gewaltig. Und es bieten sich gerade diese beiden Rohstoffe an, da die meisten Ressourcenkriegstheorien um sie wanken.

Die obige Weltkarte markiert die Länder mit den höchsten Erdölvorkommen schwarz. Darunter wiederrum die erdölreichsten Top 3 in steigender Reihenfolge: Irak, Iran und Saudi-Arabien. Der Löwenanteil des globalen Erdöls liegt also im Mittleren Osten. Und auch ohne ein hervorragend analytisches Denkvermögen lässt sich bereits festhalten, dass dieser wiederrum in überwiegend muslimischen geprägten Staaten liegt. Viele Erdölquellen liegen in teils- oder ganz islamisch-theokratischen Gegenden um den Persischen Golf. In Russland manifestieren sich indes vor allem riesige Erdgasvorkommen.

Es deutet sich hier schon an und steckt auch schon im Wort Erdölreserven drin, Erdöl ist ein endliches Gut. Damit verknappt die Ressource Erdöl sukzessiv über Zeit. Doch wie knapp ist Erdöl, was bedeutet dies für die Erschließung von Erdölfeldern in der Zukunft und folglich auch für uns?

2. Peak Oil

Peak oil ist der Zeitpunkt der weltweit maximalen Erdölförderrate. Nach diesem Zeitpunkt wird die globale Erdölerschließung irreversibel zurückgehen. Dies heißt aber betont nicht, dass nach dem Überschreiten des peak oil kein Erdöl mehr produziert wird. Nein, es wird nur unaufhörlich immer weniger Erdöl zur Verfügung stehen, bis später einmal alle geologischen Lagerstätten erschöpft sein werden. Im Umkehrschluss heißt dies jedoch auch, wenn seriöse Schätzungen davon ausgehen, dass in 20 bis mehreren hundert Jahren die letzten rentablen Erdöllagerstätten (sprich höherer Energiegewinn, als Energieaufwand) erschlossen sein werden, die weltweite Verfügbarkeit von Erdöl bereits lang vorher signifikant abnimmt. Selbiges gilt für Erdgas bzw. peak-gas.

Erdöl infiltriert unser Leben wie kaum ein anderer Stoff. Es steckt nicht nur in der Heizung oder im Auto-Tank (somit auch im nahrungsliefernden LKW), sondern auch in pharmazeutischen Erzeugnissen, Farbstoffen, Kunststoffen und Pflanzenschutzmitteln. Die erdölverarbeitende Petroindustrie ist gigantisch und steigt der Erdölpreis steigen nahezu alle anderen Preise mit ihm mit. Dies hat sich als ein Faktor ganz deutlich bei der andauernden Rezession 2006 die in der weltweiten Finanzkrise 2007 mündete gezeigt. Wir hängen also am Erdöl, wie ein Baby an der Nabelschnur. Und als solches saugen wir 88 Millionen Faß Erdöl, das sind 44 Supertanker, am Tag. Momentan macht es uns mit seiner unheimlich hohen Energiedichte bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit reich. Vielleicht wird in zukünftigen Geschichtsbüchern ja mal vom Erdölzeitalter die Rede sein. Doch dieses Bild macht uns auch den bevorstehenden Reifungsprozess deutlich, mit dem wir uns wohl oder übel vom Erdöl emanzipieren werden müssen. Sei es in 20 oder 200 Jahren.

2.1. Entwicklungen

# In Saudi-Arabien musste man anfangs nur einen Spaten in den Boden

rammen und das Erdöl sprießte nur so hinaus. Diese Zeiten sind vorbei.

Die  Gewinnung von Erdöl wird zunehmend

teurer, unsicherer und umweltschädlicher.

Die zwei wichtigsten Erdölfördernationen in Europa brechen ein. Großbritannien und Norwegen, die sich erdöltechnisch die Nordsee aufteilen. Vor kurzem waren die Briten noch Netto-Importeur von Erdöl bei 10$ pro Fass. Jetzt müssen sie für fast 100$ Erdöl importieren (und kämpften zwischenzeitlich mit den USA im Irak..). Mexiko geht es nicht anders. Auch dort sind die größten Erdölquellen längst versiegt. Ebenso Indonesien, ein Land mit langer Erdölgeschichte, über das beispielsweise die Japaner während des Zweiten Weltkrieges herfielen, um Erdöl zu erbeuten. Auch dieses Land hat seinen nationalen peak-oil erreicht, was sie bei simultan wachsendem Eigenbedarf dazu geführt hat, dass dieses Land nun Netto-Importeur ist. Logischerweise ist Indonesien auch nicht mehr weiter an einem teuren Erdölpreis interessiert und Anfang 2009 folgerichtig aus der OPEC ausgestiegen. In den U.S.A., die durch das Fracking zwischenzeitlicheinen Erdölüberfluss erwirtschafteten, sieht es mittlerweile nicht anders aus. Heißt, der Westen - China und Indien übrigens auch - verzeichnen bereits jetzt ein sinkendes, nationales Angebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage (wer schon könnte wieder einen autofreien Sonntag einführen?) an Erdöl. Das macht sie, macht uns zutiefst abhängig von ausländischem Erdöl, auch aus politisch fragwürdigeren und instabileren Ländern.

# Geostrategisch-konkurrierende Interessen.

Es gibt natürlich auch OPEC-Einsteiger und neu erschlossene Erdölquellen. Doch über einen größeren Zeitrahmen betrachtet sind das Fluktuationen und ist die Sachlage klar. Wir befinden uns in einem energiewirtschaftlich-fossilem Zwischenstadium zwischen zwei solaren Zeitaltern. Die Generationen vor uns haben nur regenerative Energien benutzt: Holz, Wasserkraft, Wind etc. Gegenwärtig stillen wir unseren Energiehunger Großteils aus fossilen Trägern, wobei Erdöl mit 35% beim kompletten Energieverbrauch weltweit noch vor Gas, Kohle und Atom den ersten Platz belegt. Zukünftig werden diese Energieressourcen versiegen, wie das logischerweise beim Verbrauch aller Ressourcen auf einem endlichen Planeten der Fall sein muss. Dann werden wir auf Energie „von außen“ angewiesen sein, sprich von der Sonne. Dazu zählen nicht nur wie leicht ersichtlich die Solarenergie, sondern auch Gezeitenenergie und sogar auch Energie aus Biomasse usw. Nachdem also einmal die endlichen Energieressourcen der Erde aufgebraucht sein werden, greifen wir wieder auf die (nahezu) unendlichen der Sonne zurück.

2.2. das Motiv

Halten wir also fest, da gibt es etwas, Erdöl, das allen voran die reichen Industriestaaten wollen, aber nur manche unter ihnen (z.B.: Brasilien,  die man sicher nicht einfach so angreifen kann) haben. Diejenigen Industrienationen, die selbst kein Erdöl haben, besitzen somit ein Motiv es sich bei anderen zu holen. Tatsächlich kooperieren oder bombardieren sie auch alle mit oder in den erdölreichsten Ländern. Gehen Sie es einmal durch, es passt. Es ist nicht nur der Nahe und Mittlere Osten, sondern beispielsweise auch Libyen oder Venezuela. Von Schurkenstaat bis strategischer Verbündeter, von Russland bis Saudi-Arabien. Wo Öl ist, sind auch wir vorzufinden und wo kein Öl ist, sind wir meist nicht. Dabei könnte man aus humanitären Gründen auch nach Myanmar, dort werden auch Minderheiten abgeschlachtet, aber nicht übermäßig Erdöl gefunden.

Peak-Oil erhärtet den Verdacht auf Ressourcenkriege noch einmal, da die Begierde nach einem Gut mit seiner Knappheit steigt. Sie dürfen aber nicht davon ausgehen, dass wenn wir tatsächlich Ressourcenkriege um Erdöl führen es uns dabei ausschließlich darum geht selbiges auch verbrauchen zu können. Das Monopol über Erdölflüsse bringt auch Kontrolle, bringt Macht über andere erdölabhängige Nationen. Sowas können Sie als Kriegsführender natürlich nie und nimmer offen gegenüber dem Volk kommunizieren. Stattdessen sollten sie das Wort Ressourcen meiden und der Masse lieber von Brutkastenmorde und ähnlichem erzählen. Dann können Sie auch die Bombardierung ganzer Städte moralisch legitimieren.

3. historische Betrachtungen

Zuallererst ist der Gedanke, wir mit unseren westlichen Werten könnten Ressourcenkriege führen, erschreckend. Töten wir jetzt aber real für Öl oder nicht? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten und auch dieser Aufsatz wird darauf keine finale Antwort liefern können. Doch sehen wir uns einmal unsere jüngste Geschichte an. Aus selbiger kann man bekanntlich einiges auf die Gegenwart extrapolieren und mit ein wenig Grips für die Zukunft lernen. Wie „normal“ sind Ressourcenkriege?

"Alle Kriege sind nur Raubzüge." Voltaire

Man muss nicht auf die Zeiten des Kolonialismus zurückgreifen, um sich die Rolle von Ressourcen in und für Kriege zu vergegenwärtigen. Kein Blitzkrieg, ohne Erdöl das all die Panzer, Schiffe und Flugzeuge speist. Als die Briten die Erdölpipelines zerschlagen hatten schrieb Rommel mit hunderten, stillstehenden Panzern unter seinem Kommando an seine Frau: „Benzinknappheit! Es ist zum Weinen!“ Nach Baku kam er nie und auch die Kamikazeflieger Japans wurden grundsätzlich nur für den Hinweg betankt. Seine Verlierer litten gegen Ende des zweiten Weltkrieges zunehmend an Erdölknappheit, ohne Zweifel wird der Aspekt Ressource in der Analyse von Kriegen unterschätzt.

4. Fallbeispiele

Wir nähern uns der Nachkriegszeit und mit ihr der Frage, ob Ressourcen nicht nur ein, sondern vielleicht auch den zentralen Punkt in Kriegen dargestellt haben. Die Antwort kann ich schon einmal vorweggreifen: Ja, wir der Westen haben wir in den letzten hundert Jahren Ressourcenkriege geführt. Und das ist keine absonderliche Verschwörungstheorie, das nun folgende Fallbeispiel etwa wurde mit den seit letztem Jahr für alle einsehbaren Dokumenten der CIA für alle ersichtlich empirisch verifiziert. Hier also nun eine kleine, willkürlich zusammengestellte und so auch erweiterbare Sammlung von bewiesenen und denkbaren Ressourcenkriegen.

4.1. Fallbeispiel Mossadegh

Wir schreiben das Jahr 1953 und der demokratisch gewählte Premierminister Mohammed Mossadegh regiert über den Iran. Als dieser setzte sich Mossadegh für eine Säkularisierung und Demokratisierung des Landes ein. Er sah sich jedoch auch vor einem hungernden Volk und machte sich deshalb für eine Verstaatlichung der iranischen Erdölindustrie stark. Derzeit gingen die Einnahmen aus den Raffinerien noch an das britische Unternehmen Anglo-Persian Oil Company, heute BP. Mit der Nationalisierung der Ölindustrie hätte der iranische Staatshaushalt prosperieren und infolgedessen etwas gegen die Armut im Land unternehmen können. Es hätte aber auch das Ende der Partizipation einiger weniger Reichen im Westen an den Ölfeldern nach sich gezogen. Die Briten wollten sich das so von ihrer ehemaligen Halbkolonie nicht gefallen lassen und wendeten sich an ihren großen Freund, die U.S.A. Und so besticht der CIA-Direktor Allen W. Dulles iranische Abgeordnete, Pressemitglieder und Kriminelle mit einer Million US-Dollar, umso das Land zu destabilisieren und letztendlich gegen Mossadegh zu putschen. Der vom Westen anstelle Mossadeghs installierte diktatorische Schar war nicht mehr als der längere Arm des marionettenfädenziehenden Westens und privatisierte schlussendlich die iranische Ölindustrie.

Wir haben einen friedlichen, freiheitlichen, säkularisierenden, demokratisch gewählten und beim Volk sehr beliebten Premierminister getötet, einen uns gewogenen Diktator an seiner Stelle an die Macht gesetzt, der uns uns die Ölquellen privatisierte und das verarmte iranische Volk ließen wir mit ihrem grausamen Gottesstaat zurück. Noch bis heute sind die negativen Folgen dieses Putsches im Land beobachtbar. Wie bereits erwähnt ist dieses Unterfangen keine Verschwörungstheorie, sondern niedergeschrieben in den seit letztem Jahr offen zugänglichen Dokumenten der CIA. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn im Fernsehen davon die Rede ist, dass die Iraner nicht fähig zur Demokratie seien. Die Iraner hatten eine Demokratie und ein friedliches Leben, bis wir kamen. Und denken Sie daran, dass die Araber nicht vergessen, was wir ihnen weswegen angetan haben und die Antipathie, die sie gegen uns empfinden vielleicht gar nicht so unverständlich und rein irrational ist. Zumindest wenn man die Geschichten kennt, die zwar bewiesen und interessant sind, jedoch kaum im N24-Liveticker kommen.

Mossadegh
Mossadegh

Nun wissen Sie ja, dass man aus der Geschichte lernen kann. Versetzten Sie sich an die Stelle des heutigen Iran, der zum einen sieht, wie es ihm und vielen anderen Ländern bereits einmal ergangen ist, daraufhin nichts passierte und zum anderen, dass er nach wie vor auf große Erdölvorkommen sitzt. Denken Sie daran. Nicht nur der Westen hat Angst vor dem Iran. Der Iran hat auch Angst vor dem Westen und gut dabei beraten sich starke Verbündete wie China weiterhin an Bord zu halten.

4.2. Fallbeispiel Syrien

Dass man im Irak und in Venezuela den Petro-Euro zerschlagen hat dürfte hinlänglich bekannt sein. Auch der Reichtum Afghanistans an Erdöl, Erdgas, Kupfer, Gold, Lithium, Eisen ist kein Geheimnis. Von Verteidigern der Angriffe wird aber oft ins Feld geführt Syrien sei überhaupt nicht rohstoffreich und hier liefere man doch zumindest Waffen an die Rebellen. Das stimmt, was aber oft vergessen und selten kommuniziert wird ist die geostrategisch hochbedeutsame Lage Syriens. Diese ist gar nicht so schwer zu sehen, aber man muss ein wenig in die international politischen Verflechtungen einsteigen. Durch Syrien führen Pipelines vom Irak in den Mittelmeerraum. Wer Syrien kontrolliert, kann die Pipelines kontrollieren. Derzeit liegen diese in der Hand der Iraner, die enge Beziehungen nach Syrien unterhalten. Zusätzlich könnten die Iraner die Straße von Humus und damit eigentlich alles blockieren. Westliche Erdölunternehmen wären dann endgültig außen vor. Schafft man es im Westen jedoch in Syrien eine amerikafeindliche Regierung zu installieren, fließt das Öl wieder. Dafür ist ihm derzeit auch die Kooperation mit islamistischen Terrorgruppen lieb. Hingegen die Russen unterstützen mit Assad exakt die andere Seite, weil ein niedriger Erdölpreis ihnen das Geschäft vermiesen würde. Auch China situiert sich entschieden gegen eine UN-Intervention, weil mit westlichen Firmen am Tisch weniger vom Kuchen abbleibt. Der Kuchen, das ist Syrien. Funktionierende Pipelines gen Westen wollen Türkei, Amerika, Großbritannien, Katar, Saudi-Arabien, - kurz die Länder die sich auch für einen gezielten Sturz Assads aussprechen. Macht mehr Sinn als die offizielle Geschichte vom Unterstützen u.a. der ISIS-Gruppen in Syrien für Demokratie und Frieden vor Ort, oder?

5. Fazit

# Prosperität oder Moralität?

Im weitesten Sinne werden Ressourcenkriege für den Eigennutz oder Fremdschaden geführt. Also etwa zur Stärkung der eigenen Rohölressourcenkapazitäten oder auch zur Schwächung der „gegnerischen“ Territorialressourcen. So gesehen sind eigentlich fast alle Kriege Ressourcenkriege. Fassen wir den Begriff wie anfangs wieder etwas enger, ist nicht ganz klar, ob und wenn ja welche Kriege auf dieser Welt Ressourcenkriege sind. Doch auch wenn ich das nicht beweisen kann, so bin ich mir bei einigen Kriegen doch recht sicher, dass es Ressourcenkriege in diesem Sinne sind. Vieles, was wir in diesem Aufsatz gelesen haben, spricht dafür. Blickt man ein wenig in der Zeitgeschichte zurück, wurde kein Krieg für Frauenrechte oder Brunnenbohren geführt. Moralische Motive waren meist Scheinmotive, mit denen Soldaten angespornt und schlussendlich verheizt wurden. Ich denke, das ist ganz essentiell erst einmal zu begreifen, dass Ressourcenkriege keine exotische Ausnahmeerscheinung, sondern vielmehr die Regel waren. Heute greifen die wirtschaftlich starken, aber erdölarmen Nationen Frankreich, Großbritannien und U.S.A. Libyen, das erdölreichste Land Afrikas, an und kaum einer stellt die offensichtliche Frage: Sind es vielleicht untergründig wieder niedere, materialistische Motive? Natürlich steht nicht nur der Westen unter Verdacht Ressourcenkriege zu führen, China interveniert im Sudan und liegt im Clinch mit den Philippinen um ein südchinesisches, erdölreiches Meeresstück. Jedoch tritt der Westen häufig mit einer moralischen Überlegenheit auf, sodass man sich wundern müsste, wenn dieser mordet für das schwarze Gold.

Ich komme zum Ende und damit auch zum Herz dieses Aufsatzes. Was will ich also mit diesem Aufsatz bezwecken? Ich bin ein kleiner Teenager der die Möglichkeit sieht, dass unter dem Deckmantel der Humanität egoistische Motive viel vermeidbares Leid anrichten. Möglicherweise noch mit meiner unbewusst aktiv demokratischen Legitimation. Die Politiker beteuern uns, bei den westlichen Militäroperationen ginge es nicht um das Geld. Na gut, ich mache diesen Politikern einen einfachen Vorschlag, wie sie  uns Skeptikern die Herheit ihrer Ziele validieren können. Lasst die Finger von den Ölfeldern, Ölbörsen und allen weiteren lukrativen Geschäfte nebenbei. Wenn es nicht der Grund ist, können wir wohl auch auf das Erdöl verzichten, oder? Im Iran und in Venezuela hat man direkt nach dem Eingreifen das Erdöl wieder in Dollar frakturieren lassen. In beiden Ländern wurde auch die Erdölindustrie privatisiert und in der Ukraine und Libyen kämpft man energisch darum. Lasst das einfach. Da muss man schon, auf die Gefahr hin einem Großteil derjenigen die man in Deutschland als Intellektuell bezeichnet auf den Schlips zu treten, arg naiv sein einen durchaus möglichen Zusammenhang zwischen Einsätzen und Nebengeschäften nicht zu sehen. Und furchtbar arrogant oder bösartig, um alle, die auf diesen Gedanken kommen, ohne sachliche Argumente hervorzubringen, als Spinner zu brandmarken.

Liebe Staaten, statt so ein undurchsichtiges Konglomerat mit den internationalen Erdölunternehmen zu bilden, verbieten ihnen einfach sich an fremdem Öl zu bereichern und kommuniziert offen ihre Machenschaften.

Ihr gar nicht so lieben, internationale Erdölunternehmen, die hungernden Völkern ihre Quellen unter den Füßen wegziehen und sie auf eine zerstörte Umwelt fallen lassen - ich hoffe für euch, dass es so etwas wie die Hölle nicht gibt.

6. Verweise

  • Aus Freund wird Feind: Faustregel: Mit dem Westen befreundete nichtstaatliche Streitkräfte sind immer Freiheitskämpfer. Mit dem Westen verfeindete nichtstaatliche Streitkräfte sind immer Terroristen. Was in Afghanistan beispielsweise Al-Qaida genannt und bekämpft wurde, ist in Syrien ein Teil der sogenannten freien syrischen Armee und erfährt unsere materielle Unterstützung. Die Faustregel klappt immer, da müssen Sie auch gar nicht mehr groß nachdenken, wenn Sie Krieger in „Gut“ und „Böse“ einordnen wollen. Ob jemand militanter Sunnit oder Freiheitskämpfer ist, entscheidet sich also nicht daran, was, sondern für oder gegen wen er es tut. Dass diese Affektsuggestion keine kollektiv-kognitive Dissonanz hervorruft, ist nicht nur ein Zeichen subtil gleichschaltender Propaganda, sondern vor allem ein Armutszeugnis für unser Land der Dichter und Denker. Denn allzu schwer ist die Rechnung nicht: Aus Freund wird Feind, ohne dass dieser seine islamistische Grundeinstellung auf irgendeine Weise geändert hätte. Im Irak unter den ISIS sind die Freiheitskämpfer übrigens wieder die Bösen, muss man wissen.

 

  • Die Macht der Worte: Aber wie kann es dazu kommen, dass Niemandem von uns diese Widersprüche auffallen? Wie kann es kommen, dass die Organisation unter der die meisten Angriffskriege laufen als das Verteidigungsbündnis NATO gilt? Es ist die Deutungshoheit. Diese liegt noch verstärkt bei den Alliierten und ihrer Auslegung der Geschehnisse, andere Positionen werden kaum bis gar nicht beleuchtet. Oder haben Sie schon einmal eine pakistanische Frau im Interview zum Drohnenkrieg gehört? Oder gar einen Hamas-Kämpfer? Wohl kaum. Unsere Aufgabe sollte es sein das selbstverständlich gewordene zu hinterfragen. Lässt sich Humanes echt erreichen, indem man Inhumanes mit Inhumanem bekämpft?

 

  • Afghanistan: In Afghanistan hieß es während des Einsatzes, man habe Erdöllagerstätten im Norden des Landes gefunden. Die darin befindlichen Mengen an Erdöl sollen 18-mal größer sein, als ursprünglich angenommen. Zumindest stand das so in den Zeitungen. Dass man mit Afghanistan ein rohstoffreiches Land angreift durfte aber bereits vorher absehbar gewesen sein. Jahrzehntealte Studien sagten dies bereits voraus.

 

  • Irakkrieg: Wenn nicht Massenvernichtungswaffen, dann doch wenigstens Öl. Das dürfte sich der vom Pentagon an höchster Position beim irakischen Erdölministerium installierte Berater gedacht haben. Mit einer Privatisierung, so dachten sich auch die Neonkonservativen in Washington, würde man auch der OPEC einen Riesenschlag versetzen. Gottseidank kam es nicht soweit.

 

  • #Ukrainekonflikt #NATO-Osterweiterung: Dass wir hauptsächlich Muslime bekämpfen, war natürlich nicht immer so. Früher war das Feindbild noch die Sowjetunion, nun zwischendurch der Araber und momentan manifestiert es sich im Laufe des Ukrainekonflikts wieder beim bösen Russen. Die U.S.A. drücken die EU zu einer harten Haltung gegenüber Russland. Doch wieso? Dafür gibt es mindestens zwei gute Gründe: Zum einen liegen vor der Küste der Krim sehr große, nicht erschlossene Öl- und Gasvorkommen. Deren Erschließung sollte Ende 2013 einem Konsortium aus internationalen, westlichen Erdölunternehmen, angeführt von ExxonMobil, zugesichert werden. Die Unterzeichnung wurde jedoch verschoben. Dass sich nun die Russen die Krim einverleibt haben, ist den Amis natürlich nicht angenehm.

 

  • Erdgas im östlichen Mittelmeer: In Griechenland liegen übrigens auch riesige Erdöl- und Gasvorkommen. Auch hier wollen die Vereinigten Staaten rein. Ihre Strategie dazu lautet teilen und herrschen, später mehr dazu.

 

  • Brzeziński: Zweitens haben die U.S.A. ein natürliches Interesse daran, dass sich Europa und Russland nicht verstehen. Das ist auch kein Geheimnis, sondern wird von Leuten wie Zbigniew Kazimierz Brzeziński öffentlich diskutiert. Nun ist Brzeziński kein nerdiger Verschwörungstheoretiker, der den ganzen Tag nur im Zimmer sitzt und sich seine eigene Fantasiewelt zusammenspinnt. Brzeziński ist ein hochrenommierter US-Amerikanischer Politikwissenschaftler, hat Carter beraten und berät Obama und wird in einem Atemzug mit Kissinger genannt. In seinem Bestseller „die einzige Weltmacht“ beschreibt er klar und unmissverständlich, dass wenn die Vereinigten Staaten Weltmacht bleiben wollen, sie Eurasien und allem voran ein paar äußerst wichtige Stellen im mittleren Osten kontrollieren müssen. Brzeziński stellt die Machtfrage ins Zentrum. Er frägt sich, wie nur 300 Millionen Amerikaner gegen 500 Millionen Europäer oder je 1 Milliarde Chinesen und Inder ihren Machterhalt behaupten wollen. Eine notwendige Strategie dafür lautet: Teile und Herrsche. Ohne politiktypisches Herumreden fordert Brzeziński die U.S.A. dazu auf, alles gegen ein irgendwie geartetes Zusammenwachsen von Europa und Russland zu unternehmen. Denn Russland hat das Erdgas, wenn Europa dann noch ein friedlich-kooperatives Verhältnis mit den erdölreichen Staaten am Persischen Golf aufbaut, liegen die Vereinigten Staaten endgültig außen vor. Erinnern wir uns nur kurz einmal an die anfangs gezeigte Karte mit den weltweiten Erdölvorkommen. In diesem Szenario wäre Nordamerika endgültig abgehängt und der vielgehörte Geostratege Brzeziński warnt tatsächlich vor einer allzu friedlichen Welt. Die Amis stellen die weltweiten Kriege immer gerne als etwas aus dem Ruder laufendes und sich selbst als die Weltpolizei dar. Doch vielleicht ist es gar keine Fehlfunktion, wenn sich alle streiten und umbringen. Vielleicht ist es gewollt. Alles nur für den Machterhalt der United States? Es wäre zumindest wieder einmal nichts Außergewöhnliches. Es ist ganz normal, wenn eine Supermacht diese Position bis zum Ende verteidigen will. Als die Spanier oder Briten die stärkste Macht auf dem Globus waren, machten sie es nicht anders. Heute nehmen die U.S.A. diese Position ein, sie halten die Weltreservewährung, den Petrodollar, die meisten Militärstützpunkte und können willkürlich Menschen in Pakistan mit Drohnen niederschießen, ohne dass etwas passiert. Erneut kommt es mir höchst naiv vor nicht einmal auf den Gedanken zu kommen, die U.S.A. könnten ihre durchaus reizvolle Vormachtstellung mit Zähnen und Klauen verteidigen wollen. Vielleicht hat man auch nur allzu sehr Angst vor den Antworten und den Konsequenzen bezüglich des eigenen vom materiellen Überfluss geprägten Lebensstils, die man daraus ziehen müsste?

 

  • EU: Ich habe Europa unter dem letzten Verweis in einen fiktiv friedlich-koexistentiellen Kontext gestellt. Wäre das nicht eine schöne Vision für Europa? Ein sozialerer, grünerer, allgemein gemäßigterer Gegenentwurf zur turbokapitalistischen U.S.A. In Relation sind wir das sicher auch schon. Aber auch wir Europäer legitimieren Bombardierungen mit der Phrase: „Gleichgültigkeit ist keine Option“. Diesen Satz etwa sprach die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Gerne posiert sie unter solchen Slogans neben Kriegsgeräten. Mich würde es freuen, sie diesen Satz vor einem Flüchtlingsboot sprechen zu hören. Hier könnte man ohne unterschwelligen Eigennutz eingreifen und es wäre hier im Gegensatz zu den Kriegseinsätzen klar ersichtlich, welche Handlung die moralischere ist.

 

  • endless List: Brzeziński war nicht der Einzige. Am 22.05.2010 behauptete unser damaliger Bundespräsident Horst Köhler in einem Radiointerview, unser Engagement in middle-east wäre auch durch wirtschaftliche Interessen geleitet. Nur neun Tage nach dieser Aussage war er Bundespräsident gewesen. Karl Theodor zu Guttenberg ließ daraufhin verlautbaren, dass er Köhlers These teile. Kurze Zeit danach war auch er aus seinem Amt gefegt. Was braucht es denn noch für einen offenen Diskurs?

 

  • Ökonomie: Man lernt es ja auch eigentlich schon in den Grundlagenvorlesungen zur Wirtschaft. Immer dann, wenn Ressourcen knapp sind, kommt es zu Konflikten und der Westen ver-braucht nun einmal einen großen Teil der weltweiten Ressourcen.

 

  • Spiritualität: Der Konflikt, also das Aufeinandertreffen entgegengesetzter Kräfte, ist somit etwas ganz natürliches. Es ist wie uns die Spiritualität lehrt nur wichtig eine konstruktive Konfliktlösung gemeinsam anzustreben. Nicht einfach, dass der Stärkere den Schwächeren umbringt und sich alles nimmt.

 

  • Politik: Nur damit nicht der Eindruck entsteht Brzeziński sei eine Ausnahmeerscheinung: Der US-Vizepräsident Dick Cheney befasst sich schon seit vielen Jahren mit Peak Oil und dessen Konsequenzen. Cheney stand der National Energy Policy Development Group bevor, zu deren erklärten Zielen ausdrücklich die Kontrolle der Vereinigten Staaten der Erdölreserven im Nahen und Mittleren Osten gehört, wenn sie weiter die weltweite Nummer Eins vor China und der EU bleiben wollen. Auch das kann man nachlesen, steht alles im Abschlussbericht drin. Man muss schon Scheu-klappen tragen, um die Realität von Ressourcenkriegen nicht einmal in Erwägung zu ziehen.

 

  • Petrodollar: Der Irak begann zur Jahrtausendwende Erdöl auch in Euro zu handeln. Bald darauf fielen die U.S.A. und Großbritannien unter gefälschten Beweisen über ihn her. Chávez sprach sich nur für eine Euro Fraktuierung des Erdöls aus und die U.S.A. putschten ihn nachweislich aus seinem Amt als venezolanischen Staatspräsidenten.

 

  • Historie: Die Monopolstellung des Dollar verschafft den U.S.A. in vielerlei Hinsicht Vorteile gegenüber jeder anderen Nation. Etwa die Möglichkeit ihre Inflation zu exportieren. Wenn Burundi beispielsweise zu viel Geld druckt, führt das zu einer Inflation der nationalen Währung. Schwemmt die U.S.A. aber den Markt mit billigem, ungedecktem Dollar, schreiben sie einfach bei fremden Nationen an.

 

  • Energiepolitik: Doch meckern kann jeder, hier einige Lösungsansätze. Unser vorderstes Ziel muss sein unsere Abhängigkeit von Öl und Gas zu lindern. Um den Willen dafür in der Bevölkerung zu stärken bedarf es wiederrum eine offene und gute Diskussion unserer Abhängigkeit und der Folgen für die Umwelt, die durch die Nutzung von Erdöl- und gas entstehen. Wahrscheinlich werden viele in diesem Aufsatz aufgeworfene Fragen tatsächlich aus einer Angst vor der Antwort nicht gestellt. Diese Angst gilt es zu nehmen. Es gibt Alternativen und wir müssen nicht alle wieder in Höhlen oder Lehmhütten wohnen. Angst lähmt, Visionen treiben an. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wird es jedoch allemal sein: Das Bereitstellen von Kapital für den Umstieg auf erneuerbare Energien, Genügsamkeit, die Steigerung der Suffizienz, regionaleres Wirtschaften, sowie eine allgemeine Erhöhung der Energieeffizienz wie etwa das EU-weite Verbot allzu stromfressender Staubsauger sein. Der individuelle Preis für jeden dieser drei Punkte ist hoch, der fürs Nichtstun aber schlussendlich ungemein größer. Stellen Sie sich nur einmal vor das Pentagon würde sein Jahresetat von jährlich rund 700 Milliarden Dollar teilweise in die Erforschung der Elektromobilität und Geothermie oder der Subventionierung von Photovoltaik und Mehrwegtüten stecken..

 

  • ressourcenbasierende Wirtschaft: Brauchen wir für Photovoltaik nicht wieder endliche Ressourcen die wir vielleicht gar nicht haben? Diese Fragen führen uns auch immer wieder unausweichlich zu dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Wenn auch unsere Nachfahren ein menschenwürdiges Dasein auf diesem Planeten führen können wollen, müssen wir das globale Aufgebot an Ressourcen wissenschaftlich-systematisch erforschen und ein analytisches Konzept einer ressourcenbasierenden Wirtschaft entwerfen.

 

  • Oliver Janich: Einige wenige Leute aus der Öffentlichkeit bestreiten auch die Knappheit der Ressourcen. Durch einfache deduktive Logik lässt sich ihre Argumentation aber als falsch enttarnen. Die Erde ist begrenzt, als irdische Ressource ist Erdöl eine Teilmenge der Erde, also ist die Menge an Erdöl begrenzt. Die tatsächlich kontrovers diskutierte Frage ist nicht ob, sondern lediglich wie begrenzt einzelne Ressourcen tatsächlich sind. Ein finanzieller Beweggrund für den Verkäufer einer Ressource dessen Angebot künstlich zu verknappen, ist nicht von der Hand zu weisen. Und auch darüber hinaus könnten neue Technologien die Erschließung von Erdöllagerstätten in bisher unerreichbaren bzw. nicht lukrativen Schichten erschwinglich machen. Übrigens werden auch immer mal wieder neue Lagerstätten entdeckt. Dass Erdöl aber grundsätzlich unbegrenzt zur Verfügung stünde und somit auf ewig unser Primärenergieträger bleiben könne, ist jedoch eine Farce.

 

  • anthropogener Treibhauseffekt: Selbst wenn wir jedoch Erdöl in unbegrenzten Mengen hätten, stellt sich noch von klimatologischer Seite die letzten Endes ethische Frage, ob wir die vorhandenen Erdölfelder überhaupt weiterhin in unseren Automotoren verbrennen sollten.

 

7. Bildquellen

Kommentare: 3
  • #3

    WissensWert (Mittwoch, 08 Februar 2017 00:48)

    Krieg für Öl und Gas durch die Bundeswehr laut offiziellem Weißbuch der Bundeswehr?

    „Der Prozess der Globalisierung erfasst weltweit alle Staaten und Gesellschaften. Die Entfaltung und zunehmende Vernetzung internationaler Handels-, Investitions-, Reise-, Kommunikations- und Wissensströme eröffnet in erster Linie neue Chancen. Deutschland, dessen wirtschaftlicher Wohlstand vom Zugang zu Rohstoffen, Waren und Ideen abhängt, hat ein elementares Interesse an einem friedlichen Wettbewerb der Gedanken, an einem offenen Welthandelssystem und freien Transportwegen. [...]

    Deutschland hat aufgrund seiner immer engeren Verflechtung in der Weltwirtschaft besonderes Interesse an internationaler Stabilität und ungehindertem Warenaustausch. [...]

    Verwerfungen im internationalen Beziehungsgefüge, Störungen der Rohstoff- und Warenströme, beispielsweise durch zunehmende Piraterie, und Störungen der weltweiten Kommunikation bleiben in einer interdependenten Welt nicht ohne Auswirkungen auf die nationale Volkswirtschaft, Wohlstand und sozialen Frieden. [...]

    Energiefragen werden künftig für die globale Sicherheit eine immer wichtigere Rolle spielen. [...]

    Deutsche Sicherheitspolitik muss auch Entwicklungen in geografisch weit entfernten Regionen berücksichtigen, soweit sie unsere Interessen berühren. [...]

    Deutsche Sicherheitspolitik beruht auf einem umfassenden Sicherheitsbegriff. Risiken und Bedrohungen muss mit einem abgestimmten Instrumentarium begegnet werden. Dazu gehören diplomatische, wirtschaftliche, entwicklungspolitische, polizeiliche und militärische Mittel, wenn geboten, auch bewaffnete Einsätze. Letztere sind mit Gefahren für Leib und Leben verbunden und können weit reichende politische Folgen nach sich ziehen.“

    Weißbuch der Bundeswehr, letzte Fassung von 2006, S. 19ff.

    http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/Dca7DYAwDAXAWVgg7unYAuicYCVP-Qrnsz7omqObfoUnPHfUwolOuhx2u4zN0xuFC_IGQddWEzqi4eLF1i7mqXFkKf-WQNUOF6jFY_sAY_7e5g!!/

    "Als der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Horst Köhler, am 22. Mai 2010 im Rahmen eines Rundfunk-Interviews zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan im Rahmen der ISAF inhaltlich diese Passagen des Weißbuchs referierte, löste dies heftige Kritik aus. Am 31. Mai 2010 trat er unter Hinweis auf diese Kritik, bei der er „Unterstellungen“ wahrnahm und den „notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt“ vermisse, von seinem Amt als Bundespräsident zurück." ( http://de.wikipedia.org/wiki/Weißbuch_(Bundeswehr) )

  • #2

    WissensWert (Sonntag, 26 Juni 2016 02:20)

    https://www.youtube.com/watch?v=cgkQXJ3mugY

  • #1

    Seelenlachen (Montag, 07 März 2016 21:25)

    https://www.youtube.com/watch?v=7ONqIpU1UfI


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