„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Trennbankensystem

Der (zweite) Class-Steagall Act wurde 1933 von Franklin D. Roosevelt unterzeichnet und unter Clinton wieder aufgelöst. Dieses Bankengesetz ordnete die Separation des Bankensektors in Geschäftsbanken (Kreditgeschäfte) und Investmentbanken (Verwaltung von Spareinlagen, Handel mit Wertpapieren und Unterstützung von Unternehmen) an.

Durch die deregulierende Auflösung des Gesetzes eröffnete sich die Möglichkeit von Universalbanken. Folglich unterliegen unsere Bankguthaben auch dem risikobehafteten, spekulativen Investmentgeschäft, was sie unsicherer macht. Der Bankrott von Banken ab einer bestimmten Größe zieht katastrophale Konsequenzen für die Realwirtschaft, darunter der Einlagenverlust für die Sparer, nach sich. Aus diesem Grund gelten solcherlei Banken oft als „too big to fail“ bzw. „systemrelevant.“

# Wie das Beispiel Island zeigt, ist die Bankenrettung aber keineswegs „alternativlos.“              Die Guthaben der Bürger wurden gerettet und die Banken pleite gegangen lassen.

Durch das Wiedereinführen des Trennbankensystems wäre einerseits unser aller Geld wieder sicher und andererseits müsste der deutsche Steuerzahler nicht mehr für die Gier von Spekulanten herhalten. Solange dies jedoch nicht der Fall ist, können fremde Leute unser erarbeitetes Geld verzocken, die Gewinne selbst einstreichen und den Staat erpressen, sodass wir Risiko und Verluste tragen müssen.

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