„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Suri ♥

Inzwischen lebe ich bei einer Übergangsfamilie in Panama City. Suri, meine Gastmutter, ist herzallerliebst. Sie ist freiwilliges Mitglied bei AFS-Panama. Gerade weil, so erzählt sie mir, sie von dessen derzeitigen Handlungen und Führung nicht viel hält und etwas ändern möchte. Doch nehmen sie derzeit Und Familie und Job noch zu sehr ein.                                

Und verständlicherweise ist sie Als Ehefrau und Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn auf ihren Job als Professorin an der städtischen Universität angewiesen.                                                                                   

Ihr Verständnis (sie weiß um AFS-Panama Bescheid) und ihre zuvorkommende Art geben mir (wieder) Kraft.

 

 

Dass ich in einer Abstellkammer auf einem Kinderbett schlafe, macht mir nichts (mehr?) aus. Tagsüber fahre ich meistens mit Suri an die Uni. Dort besuche ich die Vorlesungen, die mich interessieren und das anliegende Fitnessstudio. Und vor allen lerne ich hier schnell andere Jugendliche kennen.

 

Ich schenke meinem Fitnesstrainer meine (deutschen) Bücher und darf dafür umsonst trainieren. Er lebte eine Zeit lang in Österreich und man freut sich mal wieder ein wenig deutsch reden zu können.                                                                                                               

Über ihn komme ich zu einem panamaischen Fernsehkanalmitarbeiter, der mich frägt ob ich eine größere Spielfilmrolle spielen möchte. Und so kommt es, dass ich und meine Gastfamilie mich mittwochabends im Fernseher sehen.

 

Einmal wöchentlich spiele ich mit an AIDS erkrankten Kindern und Jugendlichen Fußball. Dazu gekommen bin ich über einen Sportlehrer an der Uni, der uns trainiert.          

Mir selbst wurde bereits eine tödliche, ärztliche Diagnose ausgestellt                  

Nun zu sehen, wie lebensfroh und zuversichtlich diese Menschen dem Ball hinterherjagen berührt und erfüllt mich zutiefst.

 

 

Zu dem einprägendsten Erlebnis während dieser Zeit komme ich dank meines Gastvaters. Der kennt den Anwalt des panamaischen Staatspräsidenten, den wir eines Tages in seiner hochluxuriösen Hotelwohnung eines Hochhauses besuchen.

Als ich mit ihm und einem Cocktail auf dem Balkon, Blick gen Skyline, stehe, äußere ich mich vorsichtig kritisch gegenüber der unsozialen und unökologischen Politik des Landes.   Nach außen zeigte er sich darauf recht offen und verständnisvoll. Wie er es wirklich aufnahm vermag ich nicht zu sagen.

 

 

Ansonsten lebe ich hier ein recht normales, amerikanisiertes Leben. Bis ich von AFS benachrichtigt werde, dass sie eine permanente, neue Gastfamilie für mich hätten. Was auch heißt, dass ich mich von meiner Übergangsfamilie, insbesondere Suri verabschieden muss.

Alles in allem war die Zeit hier eine sehr schöne, aus der ich gestärkt hervor gehe.

 

*Das Panama Lied für mich. Ausdruck von Vergänglichkeit. In die ich mich aller Einsamkeit, Schmerzen und tiefster Trauer zu trotz verliebt habe.  Sie gab und gibt allem seinen Reiz.  Bittersüße Bejahung der Vergänglichkeit aller Dinge, bis hin zur gesunden Melancholie. Nichts halten können und alles Mal gedacht, gesehen und erlebt haben wollen. Panama.

tercera familia

Jetzt lebe ich erneut in Panama City, bei einer 3-köpfigen Familie. Sobald beide Elternteile mal zur selben Zeit im Hause sind, sind sie am Streiten. (Er schlägt sie des Öfteren. Ich bekomme eine Leise Ahnung davon, wie schrecklich sich ein potentielles Scheidungskind fühlen muss.) Meine Gastschwester ist mir gegenüber recht schüchtern und auch meistens außer Haus. Auch wenn wir kaum etwas miteinander zu tu haben, will mich diese Familie, die ursprünglich als weitere Übergangsfamilie geplant war, nun behalten.                                                 

Ein wirkliches Familienleben kommt nicht zustande. Was schade, aber nicht tragisch ist, denn die Gesamtsituation ermöglicht mir ein recht autonomes, freies Leben.                         

Und die Hauptstadt Panamas bietet mir eine Fülle an Freizeitgestaltungsmittel.

Ich fange wieder an zu trainieren, feiere ausgelassen und sehe darüber hinaus so viele Dinge, die ich mal gesehen und getan haben möchte.   

                                        

 

Als panamaischer Schüler hat man nicht oft Ferien. Doch jetzt, gegen Dezember 2011, stehen die großen 3 monatigen „Sommerferien“ vor der Haustür. Ich begrüße herzlichst!

Aufgewachsen bin ich ab meinem 1.ten Lebensjahr in der kleinen Stadt Vellberg, mit seinen gut 4000 Einwohnern. Nun lerne ich einen Vellberger kennen, der momentan hier in Panama City studiert.

Klein ist die Welt..

 

 

Weihnachten verbringe ich mit meiner Familie und Delfinen auf einer Inselgruppe in der Karibik.

An Silvester werden lebensgroße Puppen, Abbilder von real existierenden Personen oder „Dämonen“ zu Häufen zusammengeschmissen und verbrannt.                                                                                                                                                     

Ich bin äußerst dankbar Max, mit dem ich bis dato einige Male gechattet habe, persönlich kennen lernen zu dürfen als meine Mutter sowieso in seine Heimatstadt, Penonome, fahren muss. Alles in allem hat keine andere Person, die ich in Panama kennen lernen durfte einen so bleibenden(, positiven!) Eindruck hinterlassen wie er. Ein wirklich herzensguter Mensch, den man einfach gern haben muss.

Mit ihm gehe ich eines (verkaterten) Morgens Paintball spielen. Was die Veranstalter im Dschungel mit Brettern, Leitern, Gräben, Lianen und ähnlichem an Location aufgestellt haben begeistert. Und auch wenn wir dem gegnerischem Team hoffnungslos unterlegen sind und die Waffen sehr stark (vermehrt Blutwunden) macht es wahnsinnig Spaß.

Irgendwann zu Beginn des neuen Jahres kommt mein Gastbruder aus seinem Auslandsjahr aus der Schweiz zurück. (Er spricht ein bisschen deutsch.)                                                                

Am selben Abend noch startet eine riesige Hausparty bei uns. Gegen Mitternacht fährt ein panamaischer  Bus vor. Solch einen „Partybus“ kann man hier recht billig leasen. Innen sind alle Sitze rausgebaut und mit einer große Musikanlage plus riesiger Schaumkanone feiern wir, während der Bus durch Panama City auf eine Insel fährt, auf der wir bis in den späten Mittag auf Clubtour gehen.  

 

Bis auf der Schießerei, die eines Abends vor unserer Haustür ausbricht (am nächsten Morgen lese ich in der Zeitung, dass die Polizei wohl zu spät kam. Ein Mann wurde in dieser Nacht erschossen, gekannt habe ich ihn nicht) ist es hier eine sehr schöne, wenngleich auch weiterhin recht einsame Zeit.

Matrose (light)

Meine Gastmutter ist beruflich irgendwo in der finanziellen Verwaltung des Panamakanals tätig. Über sie lerne ich den Kapitän eines Containerschiffs kennen.                        

Und so kommt es, dass ich mit 2 weiteren deutschen Austauschschülern als „Lightmatrose“ auf dem Schiff anheuere.

 

Ich liebe das Leben auf dem Wasser. Wir starten im wilden Pazifik und gelangen über den Panamakanal in die wunderschöne Karibik mit all ihren Inselgruppen, bevor wir schließlich von Bord müssen.

Indiolive

Heute Morgen habe ich mich mit anderen Austauschschülern an einer Mall in Panama-City  getroffen. Von dort aus fuhren wir mit Trucks aus der Stadt heraus, über die Straße in den Dschungel. An einem Fluss stiegen wir dann in Kanus um.

 

Jetzt, am späteren Abend, sind wir fast am Ziel. Mit Trommel und Tanz begrüßt uns der Indiostamm. Mit diesem werden wir die nächsten Tage hier im Urwald leben, fernab von Strom, fließend Wasser und Geld. Die Ureingeborenen sind unglaublich nett zu uns und ihre lebensfrohe Art steckt von Anfang an an.

 

Die hier lebende Missionarin unterscheidet sich nur noch marginal von den Indios. Die Sonne gab ihrer Haut über die Jahre hinweg einen goldbraunen Teint und die Indios ihr ihre Mentalität mit.

 

Mit nichts auf der Haut als den stammestypischen Lendenschurz und die Symbolik (Körperbemalung) sprechen, essen, spielen und jagen wir mit den Indios, unseren neuen „Amigos“ und versuchen uns so auch ein wenig zu assimilieren.                                                  

Bürgerkrieg

Panama City ist eine wunderschöne, faszinierende Stadt. Doch vor allen Dingen ist die Stadt eines: reich. Nicht zuletzt aufgrund des vom Bautycoon Donald Trump in Auftrag gegebenen und dem Burj Al Arab nachempfundenen Hotels „Trump Ocean Club“ ist der Vergleich als „zweites Dubai“ gar nicht so weit hergeholt.

Neben dem lukrativen Panamakanal lockt die liberale Steuerpolitik hier Kapital aus aller Welt.

 

Und, wie in Dubai, ist hier leider auch hier der materielle Wohlstand sehr ungleich verteilt.

 

#eine Zweiklassengesellschaft. Die eine Seite kann sich kaum bis nicht durchernähren und wohnt in Wellblechhütten. Die andere Seite ist millionenschwer und könnte die Armen hier locker mit durch ernähren. Doch scheinen sie nicht einmal auf diese Idee zu kommen. Kein soziales Bewusstsein zu geben. Stattdessen geben sie das Geld für schusssicheres Autofensterglass und teure Überwachungsanlagen aus, um sich „vor der Armut zu schützen.“ Sie ignorieren.

 

# Mir wird klar, ich möchte keiner der beiden Seiten angehören, auch da keine auf mich glücklich wirkt. Vielmehr scheint man beidseitig unzufrieden und von Existenzängsten geplagt zu sein.

& das Phänomen der immer weiter aufklaffenden Schere

zwischen Arm und Reich ist ein globales..

 

Fast wie Sklaven* behandelt man in Panama die Indios.

Die Ureingeborenen arbeiten hier nicht immer ganz freiwillig. Im Kapitel über mein Leben mit meiner ersten Gastfamilie bin ich genauer auf die Ursachen hierfür und die genauen Auswirkungen eingegangen.

*Auch hier zeigen sich leider Parallelen zu der modernen Sklaverei in Dubai.

 

 

Bisher hatte ich das Gefühl, dass die Armen, insbesondere die Indios dieser ganzen Ungerechtigkeit stets mit einer stoischen Gleichgültigkeit begegnen.

Jetzt werde ich eines „Besseren“ belehrt.

 

 

In der Zeitung lese ich nämlich, dass Indios im Westen Panamas und an den Grenzstädten nach Costa Rica einen organisierten Aufstand proben. Von dort wollen sie nach Panama City und den Präsidenten stürzen, unter dem sie besonders gelitten haben.                                                                  

(Viele von ihnen bei der Ausbreitung des Panama-Kanals).

Außenminister Roberto Henriquez bietet diplomatisch den Dialog an, doch der kommt zu spät.

 

 

Von meinen Zeiten in Cerro Punta kenne ich Martin aus Volcan. Den Gastsohn eines reichen Rektors von zwei Privatschulen. Als ich mit ihm telefoniere erfahre ich, dass Polizeistation, die staatliche Schule und viele weitere Gebäude in Flammen stehen und bereits mehrere Menschen in der Gegend in Folge der Ausschreitungen starben. Morgen will er und seine Gastfamilie fliehen.

Ein paar Tage später erzählt er mir, dass sie von einem Hubschrauber gerettet wurden.

- Bild entstand während dem Kampf der Indios in einem Vorort von Panama-City. -
- Bild entstand während dem Kampf der Indios in einem Vorort von Panama-City. -

„Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein.“ Mahatma Gandhi

Die Indios brechen immer weiter gen ihrem erklärten Ziel vor. Und lassen eine blutige Spur zurück. Mittlerweile haben sie eine Militärbasis gekapert und besitzen nun schweres Geschütz, so sagen die Medien. Dass die ethisch-indigene  Gruppe die großen Straßen Panamas boykottieren stimmt, denn hier in Panama City kommt und geht niemand mehr. Die Lebensmittelversorgung bricht ab. Kleineren Schießereien um die verbleibende Nahrung, vor allem in den ärmeren Vierteln der Stadt. Einige fliehen in den Süden. Da die Tankstellen kein Benzin mehr hergeben viele darunter zu Fuß, im Rucksack nur das Nötige.

AFS-Panama schickt eine Mail rum „Wir sollten Ruhe bewahren.“

 

Auch wenn wir unser Haus aufgeben und mehrere todbringende Konfrontationen zwischen Staat und Indios indirekt miterleben, bleibt die größere Konfrontation aus.

 

Im Nachhinein haben beide Seiten viele Tote gesehen, der Hass ist nach wie vor da, der  Präsident nach Mexiko geflohen.                                                 

Karneval

„Eres un adulto?“ frägt mich die gestresst wirkende Mitarbeiterin der Western Union AG.  Ich befinde mich in der riesigen Albrook Mall und wollte eigentlich in einer Stunde einen Bus zu einem kleinen panamaischen Dorf (dessen Name mir leider entfallen ist) nehmen und von dort aus mit ein paar Kumpels in den südamerikanischen Karneval starten. Ich habe schon öfters Geld von Deutschland über W.U. transferiert bekommen. Jetzt sagt man mir, dass ich mindestens 18 sein müsse um hier Geld zu bekommen. Mir nochmal Geld auf ein anderes Konto überweisen zu lassen würde zu lange dauern, denn wir hatten geplant morgen Nacht schon weiter nach Las Tablas fahren. Zwanzig Dollar habe ich in den Taschen, 7 werden allein für die Hinfahrt darauf gehen. Ein paar Umziehsachen, keine Idee, wovon ich die nächsten Wochen meine Nahrung bestreiten will und mit viel Optimismus und Feierlaune nehme ich schließlich den Bus.

Der Tag ist jung, als ich bei Isa ankomme. Jung und Alt mit Bier und Barcadi im Pool oder an der Bar. 1 Tag ist rum. 3 Dollar und einige Wochen noch vor mir.  Am nächsten Morgen geht es zu Franka nach Las Tablas. Hier treffe ich meine weiteren Freunde. Wir bekommen von Frankas Gasteltern ein (bodenloses) Zelt geliehen, in dem wir die nächsten Abende schlafen dürfen.

Karnevalszeit heißt Ausnahmezustand in Südamerika. Organisiert werden die meisten Strandpartys, Technokonzerte und weiteres in Panama zu dieser Zeit von einer einzigen Organisation. Was den großen Vorteil mit sich bringt, dass man über Karneval mit einer Karte (50 Dollar) nahezu überall reinkommt. Lukas, der selbst nicht viel Geld dabei hat, bezahlt mir freundlicherweise diese. Dazu bekommt man einen Rucksack. In diesem befindet sich ein Plastikbehälter, von dem man über eine Art Strohhalm trinken kann. 

Die nächsten Nächte verbringen wir abends auf einem riesigen Technofestival. Irgendjemand findet sich immer, mit dem man abends hin und morgens zurück fährt. Tagsüber halten wir uns die meiste Zeit am Strand oder an einem Fluss auf. Jemand kommt auf die Idee ein paar flachere Wasserfälle runter zu rutschen. Was nüchtern wohl recht schmerzhaft wäre, macht nun einen Heidenspaß.                   

So geht es weiter und wie durch ein Wunder findet sich immer irgendwo eine Bananenstaude oder ein besoffener, der eine Runde ausgibt. 

Es fängt bereits an zu dämmern, doch die Stimmung auf dem Konzert ist ungebrochen. Unser letzter Tag in Las Tablas, morgen möchten wir weiter die Küste entlang. Plötzlich ein Schuss. Schreie überall. Tausende übermüdete unter den verschiedensten psychotropen Substanzen stehende Menschen stürmen gen Ausgang. Bevor ich einen klaren Gedanken gefasst habe stehen auch bereits Polizisten auf dem Platz.

Am nächsten Morgen wachen wir glücklicherweise alle wieder relativ heil(Hanna hat viel Tränengas abbekommen)auf. Der Schuss soll(!) von einem Indio aus gegangen sein. Falls dies der Wahrheit entsprechen soll zeigt dies wieder nur, dass der Zwist zwischen Indios und Staat / Oberschicht ruht, jedoch nicht beendet ist.

Ende

Lukas besucht mich in Panama City.  Ein letztes Mal sitzen wir beim Einbruch der schwülen panamaischen Dämmerung auf ein Bier zusammen. Morgen, ein paar Wochen vor dem offiziellen Rückflugtermin, fliege ich zurück nach Deutschland.     

Dies war bereits bei meinem Abflug vor nun fast einem Jahr geplant. So kann ich noch ein paar Wochen in die 10te Klasse meines jüngeren Bruders und habe dadurch ein wenig Zeit wieder in den Schulstoff rein zu finden bevor in der Kursstufe dann jede Note in das Abi Zeugnis mit rein zählen wird.

 

Ich kann nicht sagen, ob ich mich im Moment gut oder schlecht fühle.  Eine Fülle unterschiedlichster Emotionen überstürzen sich in meinem Inneren, meiner in letzter Zeit nimmer entspannten Gefühlswelt.

 

Von Suri habe ich mich vor ein paar Tagen verabschiedet, - ich werde sie wohl nie wieder sehen.              

 

Am Flughafen verabschiede ich mich von meiner Gastfamilie. Während des Fluges lerne ich ein älteres, deutsches Ehepaar kennen. Sie sind begeistert, als ich ihnen eines meiner Gedichte vorlese. Sie meinen aus mir könne mal ein großer Schriftsteller werden, ich bedanke mich doch bin in Gedanken bin ich schon die ganze Zeit beim Wiedertreffen mit all den Personen aus Deutschland..

 

Wie bereits beim Hinflug steige ich wieder im Madrider Flughafen um. Da ich dieses Mal allein fliege, bin ich sehr froh als ich mich rechtzeitig im richtigen Flieger wieder finde. Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden, bis ich in Frankfurt landen werde.

 

 

Ich muss (noch) nicht heulen. Aber will es gar nicht mehr anhalten. Wir landen. Ich steige aus und als ich meinen Koffer wieder habe renne ich vollgepackt die Gänge entlang. Hinter der nächsten Ecke steht meine Familie. Ich lasse alles fallen und wir rennen uns in die Arme. Ich bin überglücklich. 

 

 

# Pudding in den Knien und Pippi in den Augen.

Meine Eltern und Geschwister tragen jeder ein extra bedrucktes Shirt mit jeweils einem unterschiedlichen Foto und Begrüßungsformel.

(Ich habe auch eins geschenkt bekommen, siehe Bild oben.)

 

# There´s no place like home..

Kommentare: 3
  • #3

    Berenjena (Freitag, 19 Mai 2017 17:56)

    Hallo Johannes,
    Es tut mir leid, dass du so eine schmerzhafte Zeit in Panama erleben musstest. Ich habe selbst mein Austauschjahr dort in Río Sereno verbracht (allerdings lange vor dir: 2003/2004) und bin dem Land und seinen Bewohnern nach wie vor dankbar für die wunderschöne Zeit, die ich dort erleben durfte. Damals wurde AFS noch von Eury geleitet und ich habe mich immer gut geschützt gefühlt. Die Unterstützung vor Ort ist leider personenabhängig, das war sie damals auch schon. Aber mich hat nie jemand irgendwo alleine stehen lassen, auch señora Sarina nicht. Es stimmt mich traurig zu lesen, dass sich dies so sehr verändert hat. Ich schreibe dir lediglich in der Hoffnung, deinen Groll gegenüber dem Land Panama und seinen Bewohnern etwas abzumildern. Für mich liest es sich so als hättest du wirklich Pech gehabt. Ich war selbst erst vor Kurzem wieder in Panama, meine Gastfamilie wohnt nun z.T. in David, ein guter Freund arbeitet in Panama Ciudad, und für mich bleibt es das schönste Land der Welt. Mit Menschen die viel Interesse an anderen Kulturen haben. Die einen bei sich aufnehmen, ohne Gegenleistung, obwohl sie dich nicht kennen. Die noch nachts um 3 durch die Berge fahren, weil die angestellte (!) India auf der Finca ins Krankenhaus muss, um ihr Baby zu bekommen. Es gibt auch in Panama nicht nur schwarz und weiß.
    Ich hoffe, dass du deine Erlebnisse inzwischen verarbeiten konntest.
    Viele Grüße

  • #2

    sapereaudepls (Montag, 24 November 2014 01:10)

    Hallo Einalem (Melanie?)

    Ich habe schon einmal mit jemanden der vor mir über AFS in Panama war geschrieben. Wir alle scheinen das gleiche durchgemacht haben zu müssen.

    Dass man nichts dagegen machen kann, stimmt aber glücklicherweiße nicht.
    Ich habe ja, wie geschrieben, die deutsche Botschaft eingeschalten (weshalb Sarina auch nichts unversucht laß, mir mein Leben zur Hölle zu machen).
    Jetzt haben sie zumindest einmal Jose David, der nicht nur mich leichtfüßg in lebensbedrohliche Situationen brachte um öffentlich nachher alles zu verunglimpfen.

    Irgendetwas kann man also schon machen. Nur leider als Einzelner nicht viel.
    Es ist ein wenig wie in meinem Abijahrgang "in krass". Die Mehrheit lässt sich von Autoritäten (AFS / Lehrer) viel zu viel gefallen. Wenn man sie nach ihren Gründen fragt, warum sie nichts unternehmen, hat jeder für sich Angst dann erst Recht auf dem Ticker der Autorität zu landen. Doch "jeder für sich" - das sind in der Summe alle und gemeinsam hätte man - mit AFS und in der Schule - mehr bewegen können.

    So bleibt unsereins mit einer untoten Idee von Gerechtigkeit jedoch relativ alleine.

    Liebe Grüße und (P.S.:) du kannst mir auch gerne privat schreiben: http://www.sapereaudepls.de/kontakt/

    Johannes

  • #1

    Einalem (Montag, 24 November 2014 00:55)

    War ein Jahr vor dir in Panama und kann alles bestätigen!
    Man glaubt nicht, was für Scheiße AFS-Panama abzieht! Echt das allerletzte!Und man kann einfach nichts dagegen machen..!


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