„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

1. Elektron

Das Elektron (auch: Negatron) ist ein Lepton, hat also einen Spin von ½ und gehört somit zusammen mit den Quarks zu den Fermionen, den fundamentalen Konstituenten der Materie, d.h. nach heutigem Wissen ist das Elektron unteilbar. Sein Symbol ist das e-.

Nach aktuellen Messungen beträgt die Ruhemasse des Elektrons ca. 0,511 MeV. Gemäß den derzeitigen Untersuchungen scheint das Elektron auch tatsächlich stabil zu sein, was heißt, dass seine Lebensdauer theoretisch unendlich lang ist. Weiterhin ist das Elektron negativ geladen (-1e) und das leichteste elektrisch geladene Elementarteilchen überhaupt.

Elektromagnetismus, elektromagnetische Strahlung, Elektrizität und viele weitere Bereiche der Physik beruhen hauptsächlich auf den Wechselwirkungen von Elektronen.

Ein Elektron kann einen Atomkern aus Protonen und Neutronen umkreisen und somit eine Atomhülle bilden.

3. Verweise

  • Antiteilchen: Das Antiteilchen vom Elektron ist das Positron. Elektron und Positron sind fast identisch zueinander und unterscheiden sich nur hinsichtlich ihrer elektrischen Ladung und ihres magnetischen Moments. Das Symbol des Positrons ist das e+.


  • Chemie: Nicht selten betrachten Physiker die Chemie abschätzig als eine Teildisziplin der Physik und bekommen daraufhin den Vorwurf des Reduktionismus an den Kopf geschmissen. Tatsache ist: Die gesamte Chemie beruht im Wesentlichen auf den Eigenschaften und Wechselwirkungen von gebundenen Elektronen, ihrerseits wiederum Objekte aus der Physik.

 

  • Teilchenbeschleuniger: Materielle Gegenstände setzen sich aus kleineren, fundamentaleren materiellen Gegenständen zusammen. So war zumindest die Überzeugung der Physik über viele Jahrhunderte hinweg. Um die Konstituenten eines Gegenstandes zu finden, muss man ihn zertrümmern. Irgendwann reichte dafür kein Hammer mehr und ein Teilchenbeschleuniger musste her, der Teilchen aufeinander schießt, zertrümmert und schaut, aus welchen kleineren Teilchen diese Teilchen bestehen. Doch wird man irgendwann ein „Urteilchen“ finden, die kleinstmögliche Materieeinheit? Oder wird auch der raffinierteste Teilchenbeschleuniger von astronomischer Größe uns innerhalb eines infiniten Regress nur ein Schritt weiter und nie zu einer Letztbegründung bringen können?


Stand: 2015

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