„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Industrielle Revolution

Unter Industrielle Revolution versteht man die rasche industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert. Mit dieser Epoche beginnt das Industriezeitalter.

 

Die im Verlauf des Industriezeitalters zu verzeichnenden menschlichen Aktivitäten - namentlich der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe durch eine explosionsartig gestiegene Weltbevölkerung - sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ursächlich für die globale Erwärmung.

 

Es ist zu befürchten, dass die globale Erwärmung negative Auswirkungen auf die internationale Sicherheit hat: der Klimawandel ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission ein Bedrohungsmultiplikator, das heißt bestehende Tendenzen, Spannungen und Instabilität können sich dadurch ggf. noch verschlimmern (Ressourcenkonflikte, Zunahme von Katastrophen durch Extremereignisse, umweltbedingte Migration).[3]

Das Industriezeitalter: Epochen der Primärenergieträger (von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution)[1] [2]
Das Industriezeitalter: Epochen der Primärenergieträger (von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution)[1] [2]

Klimaflüchtlinge

1 Begriffsdefinitionen (Epochenbegriff / Prozessbegriff)

1.1. Definition Industrielle Revolution

Der (als eurozentristisch[4][5] zu kritisierende) Begriff Industrielle Revolution, der von Friedrich Engels[6] und dem französischen Nationalökonomen Adolphe Jérôme Blanqui[7] geprägt wurde, hat zwei verschiedene Bedeutungsebenen (einerseits Prozessbegriff und andererseits Epochenbegriff), die allerdings in der Literatur häufig nicht bzw. nicht deutlich voneinander getrennt werden.

1.    Bei Verwendung als Prozessbegriff liegt der Fokus auf dem technischen Fortschritt[8] (technischer Wandel), d. h. der Begriff Industrielle Revolution ist in diesem Fall (lediglich) ein Synonym für den Prozessbegriff Industrialisierung.[9] [10] [11]

 

2.    Bei Verwendung als Epochenbegriff hingegen steht der Gesellschaftswandel im Fokus (mit anderen Worten: zentraler Aspekt sind in diesem Fall die sozio-ökonomischen Veränderungen, also die gesellschaftlichen resp. sozialen Begleitumstände und Folgen der technischen Neuerungen):
Der historische Fachausdruck (erste) »Industrielle Revolution« (häufig im Kontext mit dem Ausdruck »Soziale Frage«) bezeichnet den sozial spannungsreichen Gesellschaftsumbruch von der Agrargesellschaft zur Industriegesellschaft (plakativ/anschaulich: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau), ausgelöst durch den damaligen technischen Fortschritt.

1.2. Definition Soziale Frage

Die allgemeingültige (für alle historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) historischen Epochen jeweils gleichermaßen geltende) Definition 
des Begriffs "Soziale Frage"[12] [13] [14] [15] [16] lautet wie folgt:

 

[...] Die Soziale Frage bezeichnet den wachsenden Gegensatz von massiven Einkommens- und Vermögensgewinnen für Kapitaleigner und sich verschlechternden Lebensbedingungen für die Mehrheit der Durchschnittsverdiener. [...][17] [18] [19]

Die in zahlreichen Sprachen (und auch schon in der Antike[20]) übliche Redewendung "die Kluft zwischen Arm und Reich" (engl: the gap between rich and poor) ist mithin ein sinngleicher Ausdruck für den sozialwissenschaftlichen Fachbegriff (die) "Soziale Frage".[21] Der Begriff hat eine deskriptive Komponente und eine normative Komponente, was in Begriffsdefinitionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert deutlich zu erkennen ist; der terminus technicus Soziale Frage wurde definiert als (der Gesellschaft zu Bewusstsein gekommener) „Widerspruch zwischen Gesellschaftsideal und Wirklichkeit“ (Wirklichkeit: auch i. S. v. ökonomischer Entwicklung) bzw. als „das Ergebnis der Nichtübereinstimmung von sozialer Idee und vorgefundener Wirklichkeit“.[22] [23] Im Rahmen der staatlichen Sozialpolitik[24] wurden zunächst extreme Formen der Externalisierung von sozialen Kosten (Kinderarbeit, Sklaverei)[25] [5] gesetzlich eingeschränkt bzw. verboten,[26] als historische Antwort auf die Soziale Frage des 19. Jahrhundertsgelten indes die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte (wsk-Rechte).[27] In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Austeritätspolitik (Kürzungspolitik) der “Troika” (EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds) von zahlreichen internationalen Organisationen als unvereinbar mit den Menschenrechten kritisiert wird[28] - die (zudem auch von namhaften Ökonomen wie Joseph Stiglitz und Paul Krugman missbilligte[29]) Austeritätspolitik steht also im Widerspruch zur sozialen Idee (den wsk-Rechten).

1.2.1. Die Soziale Frage im 21. Jahrhundert[21]

Ebenso wie die globale Erwärmung gehört die Soziale Frage (die gesellschaftlich produzierte Ungleichheit[30]) zu den globalen Problemen der Menschheit.[31] [32] Auch im globalen Kontext (zum Beispiel: Ursachen sowie Folgen des Klimawandels[33]) geht es folglich um die soziale Kluft bzw. um die Schere zwischen zwischen Arm und Reich (Ungleichheit in internationaler Perspektive).[30] Die extreme globale Ungleichheit (vgl. hierzu den Oxfam-Bericht »Even It Up – Time To End Extreme Inequality«[34]) wird in der wissenschaftlichen Literatur als globale soziale Frage[35] [36] bzw. (auch) als dietransnationale soziale Frage[37] bezeichnet. Der Soziologe Harald Welzer spricht von einer "Verteilungsfrage von tiefgreifendem Ausmaß", die nur durch Umverteilung zu lösen ist.[38]

1.2.2. Ungleichheit als Gefahr für die Demokratie [39]

Die systembedingt wachsende Ungleichheit[40] - das heißt: die bedrohliche Vermögenskonzentration bei einer im Vergleich zur Weltbevölkerung winzigen Anzahl von superreichen Milliardären (vgl. Video: global wealth inequality) auf der einen Seite und der dadurch induzierten Massenverelendung (Stichwort: Massenarbeitslosigkeit, „Armutslöhne“ bzw. „Hungerlöhne“ resp. „Ausbeutung eines zum Objekt degradierten Menschen“[41]) auf der anderen Seite - wird begleitet von einem schleichenden Prozess der „Demokratieentleerung“, wofür der britische Soziologe Colin Crouch den zeitdiagnostischen Begriff „Postdemokratie“ prägte.[42] Problematisch ist insbesondere die zunehmende Machtkonzentration transnationaler Großkonzerne[43] und die Verflechtung globaler und nationaler Macht- und Funktionseliten.[44] Was bei vielen anderen wirtschafts- und sozialpolitischen Themen zu beklagen ist, gilt auch im Bereich der Klimapolitik:

[...] Die Großkonzerne im Bereich fossiler Brennstoffe lobbyieren weiterhin hinter den Kulissen gegen Änderungen in Richtung kohlenstoffarmer Energiequellen und setzen ihren enormen Reichtum ein, um sich eine Medienberichterstattung zu kaufen, mit der Verwirrung gestiftet wird. Rupert Murdochs Medienimperium in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und anderswo spielt eine herausragende und besonders zynische und schädliche Rolle bei der Verbreitung antiwissenschaftlicher Propaganda. [...]
-- Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institutes an der Columbia University [45]

2. Erste Industrielle Revolution und Klimawandel

Entwicklung der globalen CO2-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen[46][47]
Entwicklung der globalen CO2-Emission im Zeitraum von 1860-1982 durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen[46][47]

2.1 Begriffserläuterung im Weltklimabericht des IPCC:

Diese Epoche raschen industriellen Wachstums mit weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen begann in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und breitete sich später auf andere Länder (einschließlich USA) aus.

 

(Vgl. dazu auch die Grafik "Jährliche CO2-Emission nach Regionen".)

 

Die Erfindung der Dampfmaschine war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. Die industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch fossiler Brennstoffe und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von fossilem Kohlendioxid. Die im IPCC-Bericht verwendeten Ausdrücke vorindustriell und industriell beziehen sich – etwas willkürlich – auf die Zeit vor bzw. nach 1750.[48]

Der globale durchschnittliche Nettoeffekt[49] der menschlichen Aktivitäten seit 1750 ist dem Vierten Sachstandsbericht (Fourth Assessment Report, AR4) des IPCC zufolge eine Erwärmung mit einem Strahlungsantrieb von +1,6 W/m² (Unsicherheitsbereich: +0,6 bis +2,4 W/m²). 

2.2. Energie-Vernutzung (und CO2-Emission) versus Lebensstandard

Im Verlauf des Industriezeitalters kam es in den industrialisierten (westlichen) Ländern zu einem Anstieg des allgemeinen Lebensstandards, während demgegenüber in anderen Regionen der Welt (China, Indien etc.) - wohl auch als Folge des Imperialismus[50] und Kolonialismus[5] [25] [51] - eine Verschlechterung des Lebensstandards gegenüber der vorindustriellen Zeit zu beobachten ist (vgl. nebenstehende Grafik).

 

Während für den Großteil der anthropogenen Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrie-Nationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.[33] („Soziale Frage des Klimawandels“[52] als ein gewichtiger Aspekt der "Sozialen Frage des 21. Jahrhunderts".) 

GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard
GDP pro Kopf als Indikator für den Lebensstandard

Auf die Grafik klicken, um sie zu vergrößern.

3. Epochen der Primärenergieträger

Die wirtschaftliche Nutzung der Primärenergiequellen hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte in charakteristischer Weise geändert und kennzeichnet Epochen der ökonomischen und sozialen Entwicklung der Menschheit.[57] In der Literatur wird die These vertreten, dass eine Energiekrise - nämlich Holzknappheit infolge der Abholzung von Wäldern für Schiffsbau[58] etc. - einen wichtigen Impuls gab für die Erschließung neuer Energiequellen und somit Auslöser war für die "1. Industrielle Revolution".[59] [60]

Auf die Grafik klicken, um sie zu vergrößern.

Die o. a. Einteilung der Epochen des Industriezeitalters nach Art der diese Epochen prägenden Primärenergiequellen orientiert sich unter anderem auch an den (damit korresponierenden) jeweils als Triebkraft für die (sozio-)ökonomischen Veränderungen fungierenden technischen Innovationen ("Schlüsseltechnologie": Dampfmaschine, Eisenbahn; Verbrennungsmotor, Automobil etc.).

 

Die folgende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie sich der Verbrauch der diversen fossilen Brennstoffe im Verlauf des Industriezeitalters entwickelt hat. (Auch in der Epoche der Zweiten Industriellen Revolution war Kohle die wichtigste Primärenergiequelle - nämlich bis zum Jahr 1967 - und somit die wichtigste Emissionsquelle von CO2.)

1 t C entspricht 3,67 t CO2 (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C) Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO2 ab;[65]
1 t C entspricht 3,67 t CO2 (1.000 Megatonnen C = 1 Gt C) Ab 2006 löste die Kohle zum ersten Mal seit 1968 Erdöl als wichtigste Emissionsquelle von CO2 ab;[65]

4. Die menschlichen Äktivitäten im Verlauf des Industriezeitalters

Die nachstehend verlinkten Grafiken zeigen einige der im Verlauf des Industrie-zeitalters zu beobachtenden globalen (sozio-ökonomischen) Veränderungen:

·        Industriezeitalter (Grafiken: Bevölkerungsentwicklung; Artenvielfalt; Flächenverbrauch etc.)

·         Auswirkung der Landnutzungsänderungen: GRAFIK "Jährlicher CO2-Fluss (1850-2000)"[66]

1 Tg C/yr = 1 Teragramm Kohlenstoff pro Jahr = 1 Megatonne C pro Jahr (1000 Megatonnen = 1 Gigatonne)

1.    Film (Visualisierung): Ausbreitung von Ackerland 1860 - 2100 Deutsches Klimarechenzentrum

 

2.    Grafik: Entwicklung der Ackerbaufläche in verschiedenen Großregionen der Erde Hamburger Bildungsserver

4.1. Parameter zur Beschreibung der Aktivitäten

Auf Basis der im Verlauf des Industriezeitalters zu beobachtenden Veränderungen, welche durch Parameter wie:

 

1.    Bevölkerungsentwicklung

2.    Energiebedarf (bzw. Energie"verbrauch" bzw. präziser formuliert: Energie-Vernutzung)

3.    Artenvielfalt

4.    Ökologischer Fußabdruck

5.    Flächenverbrauch etc.

 

beschrieben bzw. erfasst werden können, wurden vom IPCC eine Vielzahl von denkbaren bzw. möglichen Zukunftsszenarien entwickelt (Computermodellsimulationen), die mittels der im nebenstehenden Schema genannten Charakteristika (der Buchstabe A steht für wirtschaftsorientierte Szenarien, der Buchstabe B für umweltorientierte Szenarien, die Ziffer 1 für Szenarien bei fortschreitender Globalisierung, die Ziffer 2 für Szenarien bei regionaler Entwicklung) eingeteilt werden können in vier Szenarienfamilien (A1, A2; B1, B2).

 

Die A1-Szenarien-Familie ist unterteilt in die folgenden drei Szenario-Gruppen, die unterschiedliche Ausrichtungen technologischer Änderungen im Energiesektor beschreiben:[68] [69]

1.    Szenario-Gruppe A1FI = Fossil-Intensiv;

2.    Szenario-Gruppe A1T = nichtfossile Energiequellen;

3.    Szenario-Gruppe A1B = (balanced) ausgewogene Nutzung fossiler und nichtfossiler Energiequellen.

4.2. Zukunfts-Szenarien: Wie wird sich die globale Welt wahrscheinlich weiter entwickeln?

Im IPCC-Sonderbericht über Emissions-Szenarien (Special Report on Emissions Scenarios; SRES) wird bei den vier Szenariofamilien (A1, A2; B1, B2) bzw. den sogenannten 6 Marker-Szenarien hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der entsprechenden Parameter (Bevölkerungsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Energiebedarf etc.) im Einzelnen jeweils von folgenden Grundannahmen ausgegangen:

Auf die Grafik klicken, um sie zu vergrößern.

5. Einzelnachweise

1.     BMU-Broschüre: Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei), Tabelle "Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution"

2.     Heinrich Böll Stiftung: Nachhaltige Industriepolitik (Tabelle S. 22 = Seite 24 von 76 der PDF-Datei)

3.     Bericht der Europäischen Kommission für den Europäischen Rat (14.03.2008): Klimawandel und internationale Sicherheit (PDF; 11 Seiten)

4.     Vgl. (Wikipedia) Eurozentrismus

5.     Vgl. hierzu in DIE ZEIT, 15.12.2011 Nr. 51 ("Europa ist nur der Anfang") die indische Schriftellerin Arundhati Roy:

»[...] Während Europa einst für sich seine Ideen von Freiheit und Gleichheit entwickelte, kolonisierte es andere Länder, beging Völkermorde und praktizierte Sklaverei – und das in unvorstellbaren Dimensionen. Ganze Völker wurden vernichtet. Die Belgier brachten im Kongo zehn Millionen Menschen um. Die Deutschen rotteten in Westafrika die Hereros aus. [...] Die Völkermorde dienten der Rohstoffbeschaffung für eine industrielle Revolution, die den westlichen Kapitalismus begründete und mit ihm den materiellen Überschuss produzierte, auf dessen Basis die Ideen der modernen Demokratie entstanden. Dieser Kapitalismus aber hat unsere heutige Krise geschaffen, die sowohl ökonomischer wie ökologischer Natur ist. [...]«

6.     Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845) - online abrufbar bei: textlog.de oder projekt.gutenberg.de

7.     Vgl. hierzu die Kritik von Toni Pierenkemper ("Technik in der Industriellen Revolution") Seite 257 ff. in: Die technikhistorische Forschung in Deutschland von 1800 bis zur Gegenwart, - Wolfgang König, Helmut Schneider (Hrsg.), kassel university press GmbH, 2007

8.     Vgl. hierzu auch: Karl H. Metz: Ursprünge der Zukunft • Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation; Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei)

9.     Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Seite 116:

'Industrialisierung' ist ein Prozessbegriff, weil er einen bestimmten Zeitpunkt als Anfang einer historischen Veränderung benennt [...] und den Zeitraum seither umfasst [...]. Die Epoche der Industrialisierung in England umschließt also einen Zeitraum von bislang etwa 250 Jahren. [...]

10.  Zu der in der Literatur für den - epochenübergreifenden - Prozessbegriff "Industrialisierung" vorgenommenen Einteilung in zeitliche Abschnitte ("Phasen") vgl. auch: Definition der Begriffe im historischen Kontext (kompetenzorientierte Didaktik)

11.  Vgl. den Eintrag bei wikiweise.de: Industrialisierung (...) Begrifflichkeit sowie ferner (Wikipedia): Industrialisierung (in der Version vom 28. Oktober 2010 um 15:02 Uhr)

12.  Der Begriff »Soziale Frage« hat seinen Ursprung im französischen Sprachraum ("question sociale") - vgl. bspw. Karl Hohmann, Horst Friedrich Wünsche: Grundtexte zur Sozialen Marktwirtschaft Bd. II • Das Soziale in der Sozialen Marktwirtschaft, Seite 103 ff. mit weiteren Nachweisen (Hrsg.: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.)

13.  Im deutschen Sprachraum wurde in der politischen Debatte seinerzeit (im 19. Jahrhundert) häufig auch der sinngleiche Ausdruck »die Arbeiterfrage« verwendet - vgl. Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 15. Band: Soziale Frage

14.  Karl Marx kritisierte den Begriff 'die soziale Frage' als Zeitungsschreiberphrase - vgl.: "Kritik des Gothaer Programms"

15.  Zur Begriffsgeschichte vgl. Heribert J. Becher (Katholische Universität Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen): Thesen zur Verwendung der Konzepte „Soziales Problem“ und „Soziale Frage“ in Deutschland in: Soziale Probleme, 7. Jg., 1996 Seite 148 - 160, dort insbesondere Seite 150 ff.

16.  Kurze Zusammenfassung der Geschichte der sozialen Frage ab Mitte des 19. Jahrhunderts: 
a) Peter Hammerschmidt, Juliane Sagebiel (Hrsg.): Die Soziale Frage zu Beginn des 21. Jahrhunderts, AG SPAK Bücher, 2011, Seite 9 ff.
b) Knut Lambertin (Gegenblende vom 15.09.2011): Was ist heute die soziale Frage?

17.  In Anlehnung an Paul J.J. Welfens: Grundlagen der Wirtschaftspolitik, Seite 612 (Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2008)

18.  In ihrem 1921 publizierten Lehrbuch "Leitfaden der Wohlfahrtspflege" gibt Alice Salomon (1872-1948) nach einer kurzen Erläuterung zur Bedeutung des Wortes »sozial« folgende Begriffsdefinition (ZITAT): "In dem Sinne hat man als soziale Frage den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmer und Arbeiter bezeichnet; [...]." - Siehe: Alice Salomon: Leitfaden der Wohlfahrtspflege, Springer-Verlag, 2013, Seite 19

19.  Vgl. hierzu auch die Karikatur "Kapital und Arbeit" von R. J. Hamerton (Punch Magazine, Mai 1843): 
a) Bildbeschreibung (Stundenprotokoll - Klasse 9 - Friedrich Wöhler Gymnasium Singen) 
b) Capital and Labour (Punch Magazine, Mai 1843)

20.  Vgl. hierzu bspw. Alexander Marguier (Cicero vom 27.08.2012): Vom antiken Athen lernen, heißt siegen lernen

»[...] Plutarch etwa hatte über das Athen des Jahres 594 v. Chr. Folgendes zu berichten: „Da nun damals die Ungleichheit zwischen Arm und Reich gleichsam den Gipfel erreichte, so befand sich die Stadt in einer höchst kritischen Lage, und es sah so aus, als ob sie allein durch Errichten einer Tyrannis würde aus den Wirren heraus zur Ruhe kommen können.“ Tatsächlich, so schreibt das amerikanische Historikerpaar Will und Ariel Durant in seinem 1968 erschienenen Buch „The Lessons of History“, sei schon bei den alten Griechen die Schere zwischen Vermögenden und Habenichtsen immer weiter auseinandergegangen: „Die Armen (…) begannen von gewaltsamer Auflehnung zu sprechen. Die Reichen, die um ihren Besitz zitterten, beschlossen, sich mit Waffengewalt zu verteidigen.“ [...]«

21.  Siehe hierzu auch APuZ 33-34/2008 (Bundeszentrale für politische Bildung): Armut, Abstieg, Unsicherheit: Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts

22.  Werner Wilhelm Engelhardt: Zum Begriff der Sozialen Frage in Hans Peter Widmaier (Hrgb.): Zur neuen sozialen Frage, Duncker & Humblot, 1978, ISBN 3428441516, 9783428441518, Seite 33 ff.

23.  Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, Arbeiterfrage (syn.: Soziale Frage)

[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte [...]

24.  Vgl. hierzu Jürgen Borchert: Zukunft des Sozialstaats; Analysen und Visionen. (Von Bismarck lernen - Sozialreform als Chance)

25.  Mohssen Massarrat: Nachhaltigkeit durch Kosteninternalisierung • Theorieansätze zur Analyse und Reform globaler Strukturen in Wissenschaft & Frieden 1996-3: Leben und Überleben

26.  Beachte in diesem Zusammenhang:
Martin Jänicke und Klaus Jacob, Eine Dritte Industrielle Revolution? Wege aus der Krise ressourcenintensiven Wachstums, BMU Broschüre S. 10 ff. Seite 18:

[...] Die Internalisierung sozialer Kosten von Arbeit hat massive Anreize entstehen lassen, den Faktor Arbeit einzusparen. Damit einher ging eine stürmische Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die im 20. Jahrhundert eine strukturelle Arbeitslosigkeit hervorbrachte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die Massenkaufkraft, sie beeinträchtigt auch die Akzeptanz für einen anspruchsvolleren Umwelt- und Ressourcenschutz. [...]

27.  Michael Krennerich (Universität Erlangen-Nürnberg): Das Recht auf ein würdiges Leben • Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte sind keine unverbindlichen Absichtserklärungen in: welt-sichten 05/2010

28.  Patrick Schreiner, 19. März 2014 (Interview): Andreas Fischer-Lescano: „Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten“

29.  Vgl. bspw. sonnenseite.com (12.04.2012): Nobelpreisträger Stiglitz zur Schuldenkrise, Wachstum statt Sparen und Kapitalismuskritik

30.  Wolfgang Klafki (Marburg 1998): Zentralprobleme der modernen Welt und die Aufgaben der Schule - Grundzüge internationaler Erziehung

31.  Nautilus Institute: Global problems

32.  Vgl. hierzu auf der Webseite der UN: Global issues

33.  Vgl. PIK (PM vom 23.11.2014 zu "Turn Down the Heat" - Report No. 3): „Der neuen Normalität ins Auge sehen“: Weltbank veröffentlicht PIK-Klimareport

34.  Oxfam Deutschland (Pressemitteilung vom 30.10.2014 und Link zum Download des Berichts): Soziale Ungleichheit ist Kernproblem des 21. Jahrhunderts

35.  Vgl. Uni Bremen - Das ZERP (Zentrum für Europäische Rechtspolitik): Europäische Rechtspolitik als transnationale Verfassungspolitik

36.  Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller (Juli 2012): Die globale soziale Frage, »Blätter« 7/2012, Seite 45-54

37.  Vgl. zum Beispiel Prof. Thomas Faist (Uni Bielefeld): The Transnational Social Question: Implications for Concepts and Methods

38.  a) Angelika Brauer (Tagesspiegel vom 11.08.2014): Soziologe Harald Welzer im Interview - Weg mit den Privilegien!
b) Wolfgang Storz, Pit Wuhrer (WOZ vom 18.07.2013): Harald Welzer: «Wir kreisen doch nur um den Gegenwartspunkt»

39.  APuZ 10/2015 (Bundeszentrale für politische Bildung): "Unten" betrifft alle: Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität

40.  vgl. Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert

41.  Deutschsprachiges Fallrecht (DFR): BVerfGE 98, 169 <217>

42.  Oliver Eberl/David Salomon: Die soziale Frage in der Postdemokratie. - FJ SB 27/2014, 1, S. 17-26.

43.  Vgl. Christoph Pfluger (20.10.2011): Das Netzwerk der globalen Kontrolle • 147 Firmen kontrollieren im Wesentlichen die Weltwirtschaft.
Link zum Download der Studie (PDF): James Glattfelder, Stefano Battiston und Stefania Vitali (ETH Zürich): The network of global corporate control

44.  Vgl. Hans Jürgen Krysmanski (Uni Münster, Institut für Soziologie). Power Structure Research und das Ringmodell der Machteliten

45.  Jeffrey Sachs (05.06.2014): Klimawandel ist heute • Propaganda kann daran nichts ändern.
Siehe in diesem Zusammenhang beispielsweise die folgenden Publikationen: 
a) Thomas Pany (tp vom 31.03.2010): Wie man das Klima auf die richtige Temperatur herunterkocht
b) Thomas Pany (tp vom 26.10.2010): Geld von europäischen "Klimasaboteuren" für Tea-Party-Kandidaten
c) Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg (22.11.2012): Die Klimakrieger • Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.

46.  Rotty, R.M. and G. Marland (1984): Production of CO2 from Fossil Fuel Burning by Fuel Type, 1860-1982, NDP-006, Carbon Dioxide Information Analysis Center

47.  Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): Vorlesungsskript (März 2005) "Regenerative Energien und Klimaschutz" (Seite 19 von 42 der PDF-Datei), Grafik "Entwicklung des Primärenergieverbrauches (PEV) von 1860 bis 2060"

48.  Text nach: Klimaänderung 2007: Synthesebericht, Seite 91 (= S. 100 von 118 der PDF-Datei), Anhang II (Glossar): "Industrielle Revolution" (offizielle deutsche Übersetzung der Deutschen IPCC Koordinierungsstelle)

49.  Vgl. in diesem Kontext: Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung (Wolfram Ziegler), zitiert in Hans Peter Dürr: Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft (Vortrag 1994), Seite 3 f.; ein Vergleich mit den vom IPCC publizierten Daten zeigt, dass die von Ziegler genannte maximale Grenzbelastung bereits um das 10-fache überschritten wird:

»[...] Wolfram Ziegler hat in einer Studie [...] die interessante These vertreten, dass der anthropogene und letztlich thermische durchschnittliche Energiefluss pro Zeit- und Flächeneinheit effektiv als Kausal- und Kenngröße für die Umweltbelastung geeignet sei. Für Mitteleuropa kommt er hierbei auf eine maximale Grenzbelastung von 160 ± 20 kW/km² oder 0,16 ± 0,02 W/m². [...]«

50.  http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Imperialismus&oldid=80139007#Zeitalter_des_Imperialismus

51.  http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kolonialismus&oldid=80942210#Unterscheidung_zum_Imperialismus

52.  Lateinamerika-Institut (LAI; FU Berlin): Lehrveranstaltung Nr. 33 131 - Der Klimawandel aus der Nord-Süd-Perspektive: Soziale Dimension, lokale Konflikte und internationale Politiken(Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis SS 2010: Seite 8 von 48 der PDF-Datei)

53.  Vgl. Günter Flach (2009): Das Energieproblem der menschlichen Gesellschaft – Sicht eines Physikers auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Seite 9 von 23 der PDF-Datei mit weiteren Nachweisen

54.  Joachim Herz Stiftung (Unterrichtsmittel der Physiklehrer Ernst Leitner und Ulrich Finckh): Grundbegriffe der Energietechnik

55.  Grafik von Robert A. Rohde: Annual Corbon Emissions by Region

56.  In Anlehnung an (dort Seite 4, Abb. 2): Ulrich Busch, Rainer Land: Deutschland zwischen 1950 und 2009 – Wirtschaftsentwicklung und Teilhabe (Der Teilhabekapitalismus und sein Ende, Entwurf Okt. 2009) • PDF-Datei, 85 Seiten

57.  Vgl. Ch. Franke (03/06): Skript zur Vorlesung "Rationeller Energieeinsatz" (Seite 14 von 96 der PDF-Datei), Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung

58.  Vgl. Hubert Kiesewetter, Das einzigartige Europa: Wie ein Kontinent reich wurde, Franz Steiner Verlag 2006, Seite 58

59.  Vgl. dazu Matthias Rekow: Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?

60.  Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): Verbrennungstechnik (WS 07/08) "Brennstoff Holz" (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)

61.  Vgl. Rolf Schwarze (FH Bielefeld): Vorlesungsskript (März 2005) "Regenerative Energien und Klimaschutz" (Seite 11 von 42 der PDF-Datei), Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation

62.  öbv Österreichischer Bundesverlag: Das Industriezeitalter (Seite 3 von 4 der PDF-Datei)

63.  Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen), Seite 1 von 3 der PDF-Datei

64.  Vgl. Werner Bührer: Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik, in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 270: Deutschland in den 70er/80er Jahren, 2001

65.  Siehe in diesem Zusammenhang 
a) Craig Morris (Telepolis vom 11.11.2010): Peak Oil liegt hinter uns 
b) World Energy Outlook 2010, dort: Seite 122, Figure 3.19: World oil production by type 
c) Thomas Pany (Telepolis vom 02.09.2010): Neujustierung der Sicherheitspolitik, wenn das Öl knapp wird

Katastrophale Kettenreaktionen: Das "Dezernat Zukunftsanalyse" eines Bundeswehrzentrums stellt sich die Folgen des Peak Oil vor

66.  Richard A. Houghton and Joseph L. Hackler: Carbon Flux to the Atmosphere from Land-Use Changes (PDF-Datei; 6 Seiten)

67.  Vgl. Grundannahmen der SRES-Szenarien, Seite 106 ff. in: WBGU (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen): Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit, 21. März 2003 (PDF-Datei, etwa 5,4 MB)

68.  IPCC Fourth Assessment Report (AR4), Climate Change 2007, WG I: Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger • Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen (Seite 18 von 18 der PDF-Datei)

69.  IPCC Special Report on Emissions Scenarios (SRES): Chapter 4: An Overview of Scenarios

70.  Vgl.: Janina Onigkeit, Joseph Alcamo et. al.: Szenarien für die langfristige Verteilung regionaler Anrechte auf Treibhausgasemissionen und Auswirkungen des Klimawandels (WZ-Bericht Nr. P0301), dort: Seite 30, Tabelle 3 - Charakteristika der treibenden Kräfte der IPCC Marker-Szenarien (aus IPCC, 2000). (PDF-Datei, 112 Seiten)

Stand: 2016

Gastbeitrag aus: Klimawiki

Kommentare: 1
  • #1

    WissensWert (Donnerstag, 13 April 2017 01:07)

    Sklaven der Zeit

    Mit der Industriellen Revolution begann eine Zeit immer neuer gesellschaftlicher Experimente und ungeahnter Umwälzungen des Alltagslebens und der Mentalität der Menschen. Ein Beispiel von vielen ist die Verdrängung der natürlichen jahreszeitlichen Rhythmen, wie sie die traditionelle Landwirtschaft beherrschten, durch die ewig gleichförmigen und vom Sekundenzeiger getakteten Zeitpläne der Industrie.

    Traditionelle landwirtschaftliche Gesellschaften lebten nach den Tageszeiten und den jahreszeitlichen Wachstumszyklen. Sie kannten keine präzise Zeitmessung und brauchten sie auch nicht. Die Menschen gingen ihren Arbeiten auch ohne Uhren und Zeitpläne nach und richteten sich nur nach der Sonne und den Wachstumskreisläufen der Pflanzen. Es gab keinen festgelegten Arbeitstag, und die Abläufe unterschieden sich je nach Jahreszeit erheblich. Die Menschen wussten, wo die Sonne stand und warteten ungeduldig auf die Zeichen für den Frühlings- oder Herbstanfang, aber sie interessierten sich nicht für die Uhrzeit und wussten nicht, in welchem Jahr sie lebten. Wenn ein Zeitreisender in ein mittelalterliches Dorf käme und einen Passanten fragen würde, „In welchem Jahr befinden wir uns?“ dann würde sich der Dörfler über diese sinnlose Frage des Fremden vermutlich genauso wundern wie über seine alberne Kleidung.


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