„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

1. Werden wir islamisiert? Nein.

Eine der größten Kontroversen unserer Zeit ist die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes. Wir werden uns nun die Zahlen für Deutschland anschauen und feststellen müssen: Von einer Islamisierung Deutschlands kann nicht die Rede sein.

1.1. Rückblick

Wie kam der Islam überhaupt nach Deutschland? Vor allem aus der Türkei und durch unsere Gier nach billigen Arbeitskräften. Vor den 1960er Jahren wohnten fast gar keine Muslime hier. Dies änderte sich rasch mit dem Anwerbeabkommen, das die Bundesrepublik mit mehreren muslimischen Staaten schloss. Der Bedarf der dtsch. Wirtschaft an billigen Arbeitskräften war damals groß und ungedeckt, und so eröffnete man folgerichtig Rekrutierungsbüros in Istanbul und Ankara und übernahm insbesondere diejenigen, die am wenigsten Bildung genossen hatten bzw. für wenig Geld dreckiger Arbeit nachgehen. Kurzfristig ging die Rechnung auch auf. Irgendwann bemerkten wir jedoch, dass die Türken bleiben wollten, ihre Familien nachholten und so auch eine neue Kultur mit ins Land brachten. Damit hatten wir in unserem kurzsichtigen Reflex nicht gerechnet.

2. Gegenwart

3. Vorausschau

Es stimmt zwar, dass muslimische Frauen im Schnitt mehr Kinder gebären, als die in Deutschland gebürtigen. Das liegt jedoch eher an der deutschen Geburtsschwäche, denn an hohen Geburtenraten bei den Muslimen. Experten prognostizieren, dass die muslimische Bevölkerung in D. bis 2030 auf 5,5 Millionen noch anwächst, ihre relative Zunahme verebbt aber schon jetzt. Grund für den Rückgang deutsch-muslimischer Geburtenraten seien u.a. eine Urbanisierung, steigende Bildung und Säkularisierung.

Fazit: Auch Sarrazins Kinder werden nicht in einem Deutschland / Europa aufwachsen, in dem Muslime die demographische Mehrheit stellen. Prognosen für seine Enkel und Enkelsenkel sind kaum möglich. Ein Rückgang der deutsch-muslimischen Geburtenrate lässt sich schon jetzt verzeichnen.

„Aber wenn nicht durch den Geburts- dann überfluten doch über den Sueskanal Millionen muslimischer Immigranten unser Land.“ Falsch, auch hier trügt das Gefühl viele. Tatsache ist, dass wir aufgrund des demographischen Wandels eine starke Immigration benötigen und die meisten Zuwanderer Nichtmuslime, also bspw. Christen aus Osteuropa und Afrika sind.

Außerdem, was viele vergessen, wird auch der muslimische Teil unserer Gesellschaft einen Wandel durchmachen. Sarrazins Kinder werden also schon mit „anderen Muslimen“ aufwachsen, als er es tat. Der Islam (im Westen) wird sich sicherlich ein Stück weit verwestlichen und auch der Westen wird sich mit dem Islam ein Stück weit islamisieren. So ist das immer, wenn zwei Kulturkreise aufeinandertreffen. Die Frage, die noch jeweils im Raum steht, ist nur „wie stark?

Überleitung

Die Angst der Menschen, die bspw. unter dem Namen „Pegida“ auf die Straße gehen, kommt aber auch nicht von ungefähr. Dass die strenggläubigen Muslime in der Tendenz gewaltbereiter, homophober, frauenverachtender und allgemein unseren westlichen Werten ferner als wir sind, ist ebenso eine Tatsache und irgendwie auch nur logisch. An dieser Stelle ist es ganz wichtig anzumerken, dass diese Adjektive nicht auf alle und in ihrer krassen Form auch nicht auf die Mehrheit der Muslime in Deutschland zutreffen.

Auch wenn die absolute Anzahl der Muslime in D. überschaubar ist, so existieren doch „Ballungsgebiete“, innerhalb denen hauptsächlich Moslems wohnen und oft große soziale Probleme herrschen. So beschreibt Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowski das Problembezirk in seinem Buch als sehr kriminell, und sogar der Begriff islamistische Paralleljustiz fällt in diesem Zusammenhang. Übrigens stammen diese „Ballungsgebiete“ u.a. noch aus den besagten 70er Jahren, als wir die Gastarbeiter allesamt in billige Viertel gesteckt, statt wahrhaft integriert haben. Allein schon damit trugen auch wir Deutschen unseren Teil zur Schaffung von Parallelgesellschaften mit bei.

  • Verständlicherweise hört man immer häufiger die Frage, ob diese Phänomene auf den Islam zurückzuführen seien. Ist der Islam eine Religion des Friedens oder doch des Krieges? Ich habe mich mit der Religion eingehender auseinandergesetzt und bin für mich persönlich zu dem folgenden Entschluss gekommen: Beides (nicht), je nach Auslegung. So habe ich es verstanden: Die Scharia, die, wie ich finde traurigerweise, über alle anderen Gesetze stehen soll, ist kein einzelnes Buch. Auf viele Fragen finden sich im Koran nämlich keine, keine genauen oder widersprüchliche Antworten. Das erkannten auch viele islamische Rechtsgelehrte, nachdem Mohammed, der Verfasser des Korans, schon gestorben war. „Wie also in den Fällen handeln, über die der Koran keine Auskunft gibt?“, fragten sie sich und schufen dann die nach dem Koran zweite, wichtige Quelle des islamischen Gesetzes, der Scharia, Die Überlieferungen. Diese Überlieferungen basieren auf den Überlegungen der Gelehrten darüber, was Mohammed gesagt hätte bzw. mit seinen Taten aussagen wollte. Auf einige Fragen fand und findet man aber weder im Koran, noch in den Überlieferungen eine befriedigende Antwort. Deshalb haben sich verschiedene Rechtsschulen (die „dritte Quelle“) herausgebildet, die den Koran sehr unterschiedlich auslegen. Die strengste dieser Rechtsschulen ist die sog. „Salafia“. Der Islamische Staat beispielsweise ist salafistisch gesinnt und hier haben die Gewaltexzesse ganz sicher etwas mit der Religion zu tun. Im Koran und in den Überlieferungen finden sich aber auch viele Suren, auf die sich liberale und friedliche Rechtsschulen berufen können. Wie überall auf der Welt haben aber auch solche moderatere Rechtsschulen „schwarze Schafe“ in ihren Reihen, die etwa zur Kriminalität neigen. Das hat dann aber nichts mit der Religion, sondern vielleicht etwas mit dem sozialen Umfeld oder Status zu tun. Alles nur auf die Religion zu schieben, ist also zu einfach, alles von ihr abzuschieben aber auch. In der Thora und im Alten Testament finden sich übrigens genauso gewaltverherrlichende Textstellen. Mehr zum Islam hier:

Der Islam

Als vorläufiges Fazit sage ich jetzt mal ganz pauschal: Wichtig ist es, keine Pauschalurteile zu fällen (;-)).

2. Sollten wir (trotzdem) auf der Hut sein? Ja.

Fangen wir da an, wo wir zuvor aufgehört haben: Man sollte sich von keinem Extrem, keinem Pauschalurteil vereinnehmen lassen. Weder von einer, noch über eine Menschengruppe. Mein Standpunkt ist dabei ein aufgeklärtes, humanistisches Menschen- und Weltbild. Dieses will ich schmackhaft vorleben und ggfs. auch verteidigen. Gegen Rassisten und gegen Salafisten – gegen Feinde einer freiheitlichen Gesellschaft jeglicher Couleur. Weil es hier jedoch vorwiegend um Islam, Islamisierung und Islamismus (drei verschiedene Dinge!) geht, werde ich mich auch darauf konzentrieren.

Was also tun, gegen die Bedrohungen für eine freiheitliche Gesellschaft, die vom Islamismus ausgehen? Ich weiß ja auch nicht, was genau jetzt das Richtige wäre. Vermutlich hängt die Beantwortung dieser Frage stark von der eigenen Ideologie (Leitkultur oder Multikulti, etc.) ab und ist gar nicht so einheitlich zu beantworten. Außerdem wurde auch schon viel Richtiges und Wichtiges zu dieser Frage gesagt, das ich nicht noch einmal rezitieren brauche.

Eben deshalb möchte ich im Folgenden (nur) ein paar Punkte anbringen, die man so vielleicht noch nicht gelesen hat:

  • Den Rechten kann man es nicht recht machen. Wenn ein Ausländer keine Arbeit hat, ist er für den Rechten ein „Sozialschmarotzer“, hat er Arbeit, so nimmt er „uns Deutschen die Arbeit weg“. Er steht Ausländern aus ideologischen Gründen generell ablehnend gegenüber. Aber wo fängt Rechts an? Sie kennen sicherlich Schlagzeilen wie „Mann mit türkischen Wurzeln begeht Straftat“. Macht sich ein Deutscher derselben Straftat schuldig, wird er nicht extra als „Deutscher“ gebrandmarkt. Wir merken sowas nicht bewusst, aber schreiben und lesen es unbewusst und so prägt es sich tief in unser Hirn ein und beim nächsten Türken, der neben uns in der Bahn steht, heben wir affektiv unsere Brieftasche. Unterliegen wir Inländer hier also apriorischen, und daher ungerechten Vorurteilen? Ja und Nein. Auf individueller Ebene tun wir dem Türken sicher Unrecht, weil wir ihn gar nicht kennen und trotzdem nicht unvoreingenommen behandeln. Warum aber machen wir das? Ganz unbegründet ist unser Verhalten ja nicht, da auf kollektiver Ebene Menschen arabischen Ursprungs im Durchschnitt tatsächlich eher zu Gewalttaten neigen. Wie bei allen Vorurteilen führt auch dieses uns zu falschen und unfairen Schlüssen, ist aber auch nicht nur von irgendwo hergeholt. Was ist also zu tun? Der Deutsche sollte auf den Moslem zugehen und der Moslem sollte dafür sorgen, dass der Deutsche seine Vorurteile fallen lässt.

  • Es ist irrwitzig, dass immer die Toleranz und Respekt einfordern, die selber am Intolerantesten sind. Das gilt für beide Seiten. Dem intoleranten Neonazi stört die Intoleranz der Salafisten und dem intoleranten Salafisten stört die Intoleranz der Neonazis. Man muss aber gar nicht so weit an den Rand der Gesellschaft schauen: Auch der rechtskonservative CSU´ler kann es nicht ertragen, wenn Frauen, Demokratie und Schwule nicht durch ihn, sondern durch andere unterdrückt werden. Auch hier müssen beide Seiten aufeinander zugehen.

  • Bevor sich Islamisten diese Polemik auf die Fahnen schreiben: Was mir persönlich Sorgen bereitet ist Folgendes: Was wäre, wenn die Integrationsbekundungen vieler der hier lebenden Muslime nur ein Ausdruck der (so empfundenen) schwachen, gesellschaftlichen Position sind? Dass 5% der Wohnbevölkerung sich nicht getrauen, offen ein komplett anderes Wertesystem zu vertreten, ist klar. Sobald der muslimische Part jedoch einen höheren Bevölkerungsanteil ausmacht, wird er auch – schon allein durch seine Stimme – mehr Mitspracherecht einfordern und einfordern können. Was in Gottesstaaten passiert, sieht man im arabischen Raum zu genüge. Religionen waren schon immer, so meine Beobachtung, nur solange tolerant, wie sie keine Macht habenLINK.

  • Wie, verdammt nochmal, komme ich von Islam auf Gottesstaat? Die Religion hat ein strukturelles Problem. Während die christlichen Kirchen kraft der Aufklärung aus dem Zentrum der politischen Macht verdrängt wurden, kennt der Islam die Trennung zwischen Gesellschaft und Staat auf der einen und Religion auf der anderen Seite nicht. Er steht quasi da, wo das Christentum vor ein paar hundert Jahren stand. Nicht säkularisierte Staaten bzw. fundamentalreligiöse Gesellschaften wurden aber immer intolerant gegenüber Andersartigen, und das wollen wir ja nicht.

Vielleicht spiegelt dieser Aufsatz meine Zwiegespaltenheit bei diesem Thema wieder. Sicher aber, dass es keine einfachen Antworten auf diese Fragen gibt.

3. Verweise

  • Der Fanatiker: „Dass freilich der echte Fanatiker durch Argumente welcher Art auch immer nicht zu beeindrucken ist, gehört zu seinen Wesensmerkmalen. Den Fanatiker muss man eigentlich sich selbst überlassen, aber man wird versuchen, die Gefahr, die von ihm ausgeht, zu verringern. Wer gegen einen Fanatismus argumentiert, scheint sich zwar an die Fanatiker zu wenden, um sie von den Vorzügen der besseren, menschlicheren Sache zu überzeugen. In Wirklichkeit richtet er sich aber an die noch nicht oder nicht stark vom Fanatismus Befallenen. Das Ziel des Aufklärers sollte nicht die „Widerlegung“ des Fanatikers sein, sondern, dass die glühenden Ergüsse des Fanatikers nicht mehr auf Interesse stoßen, weil das Publikum dagegen immun geworden ist. Der Weg dahin ist leider lang.“ (Schleichert, 1999, S. 116).

  • Falsches Dilemma: Der Linke sieht nur, dass Deutsche mehr machen könnten, damit sich Ausländer hier integrieren können. Der AFD´er sieht nur, dass Ausländer mehr machen könnten, damit sie sich hier integrieren. Anders können sie beide auch nicht reden, denn sobald man präzise oder differenziert wird, könnte das eine potentielle Wählergruppe abschrecken.

  • Genetik vs. Umwelt: Was dem Deutschen der Türke, ist dem Amerikaner der Schwarze. Er stiehlt Jobs, er stiehlt Frauen, er stielt, er ist dümmer.. Halt, Stopp! Kann das wirklich sein? Dass Menschen einer Nationalität weniger intelligent sind, als die einer anderen? Eine oberflächliche Analyse sagt: Ja. Diverse Untersuchungen aus den USA bestätigen beispielsweise die Annahme, dass bei Dunkelhäutigen im Land der Mittelwert der Intelligenzkurve nach links, zum weniger intelligenten Ende also, verschoben ist. Sowas geht rechten Amerikanern leicht von den Lippen, verschweigen im selben Atemzug aber, dass Asiaten einen höheren IQ vorweisen können, als weiße Amerikaner. Und der gewöhnliche Weiße hat einen höheren IQ, als Hispanics und Schwarze schneiden deutlich am schlechtesten ab. Unzählige Bücher fragen sich, ob dieser Unterschied genetisch, oder durch die unterschiedlichen Lebensbedingungen, Mentalitäten usw. bedingt ist. Schauen wir also einmal genauer hin: Unter „Afrikanern“ ist die genetische Vielfalt größer, als bei den Bewohnern aller anderen Kontinente. Das ist doch ein interessanter Aspekt. Für einen Humangenetiker gibt es also gar nicht „den Afrikaner“ bzw. „den Schwarzen“. Warum sie dann alle schwarz sind? Weil ursprünglich alle Menschen aus Afrika stammen und eine schwarze Hautfarbe hatten. Bei den Menschen, die nach Europa, Nordamerika oder Asien gingen, haben sich über eine lange Zeit die zuständigen Gene geändert, was wohl am ehesten an der geringeren Sonneneinstrahlung in höheren Breiten gelegen hat. Also ist der Satz „Afrikaner sind aus genetischen Gründen dümmer“ sinnlos. Noch einmal sinnloser ist der Satz „Hispanics sind aus genetischen Gründen dümmer“. Weil die Hispanics die aus Lateinamerika in die USA eingewanderten Leute sind und keine einheitlichen Gene teilen. Die Hispanics sind eine kulturelle Gemeinschaft, keine genetische. Selbiges gilt für „den Araber“.

  • Selektive Wahrnehmung: Ich kenne genau eine Moschee in unserem Umkreis, und mehrere Dutzend Kirchen. Trotzdem würde einem vor allem die ältere Generation hier sagen, wir werden islamisiert und die Moscheen schießen wie Pilze aus dem Boden. Schon komisch. Ein Deutscher kann hunderte Kirchen geflissentlich übersehen, doch wenn er eine Moschee sieht, hat er das Gefühl, sein Land werde islamisiert. Wie kann das sein? Das Phänomen, das hinter dieser Verzerrung der eigenen Wahrnehmung steckt, heißt selektive Wahrnehmung. Auch eine Wahrnehmungsverzerrung lässt sich bei Terroropfern beobachten. Seit zwanzig Jahren gibt es keine Tote durch islamistische Terrorattacken in Deutschland. Aber die Leute haben eine wahnsinnige Angst, Opfer einer Terrorattacke zu werden. Gleichzeitig sterben jedes Jahr tausende Deutsche im öffentlichen Straßenverkehr. Aber hat irgendwer von uns Angst davor, morgens in sein Auto zu steigen und zur Arbeit zu fahren?

Bildquelle

Stand: 2015

Kommentare: 4
  • #4

    WissensWert (Montag, 22 August 2016 03:50)

    https://www.youtube.com/watch?v=8Zd3wJcoAtM

  • #3

    WissensWert (Montag, 11 Juli 2016 23:04)

    Rededuelle zum Thema (leider nur für Gruppenmitglieder einsichtlich):

    https://www.facebook.com/groups/278178962359013/permalink/554492488060991/?comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22O%22%7D

    https://www.facebook.com/groups/278178962359013/permalink/553888541454719/?comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22O%22%7D

  • #2

    sapereaudepls (Mittwoch, 14 Januar 2015 19:39)

    Hey! ;)

    1.Was sagst du zu dem Umgang muslimischer Persönlichkeiten mit dem Attentat?

    Zunächst einmal ist es begrüßenswert, dass die Tat missbilligt wird. Etwas anderes bleibt ihnen aber auch kaum übrig (siehe Punkt zu der gesellschaftlichen Position des Islam). Ich frage mich, wie viele (nicht „ob“ und auch nicht „ob alle“) konservative Muslime der Tat insgeheim etwas abgewöhnen können („Sie haben den Propheten beleidigt / Unsere religiösen Gefühle verletzt.)

    Dazu, #jesuischarlie, möchte ich auch noch einen extra Blogeintrag schreiben.

    Außerdem kommt die „Das-ist-nicht-der-Islam-Monologie“ nur aus den europäischen Ländern. Aus der arabischen Welt fehlt eine entsprechende Stellungnahme. In manchen arabischen Ländern werden Andersgläubige auch offen verfolgt, da bedarf es freilich keines Terroranschlags.

    Wie erwähnt: „Religionen waren schon immer, so meine Beobachtung, nur solange tolerant, wie sie keine Macht haben.“ Sobald eine Religion Politik und Alltags infiltriert hat, werden fast zwangsläufig Frauen unterdrückt, Schwule diskriminiert usw. Dass zeigt sich auch im christlichen Glauben. Und nicht nur an vergangenen Kreuzzügen, sondern auch am Vatikan.

    Weltliche Menschen, für eine menschliche Welt.

    2. Hast du zu dem Gewaltpunkt auch Quellen?

    Auf welchen Punkt beziehst du dich genau? Eine erschreckende Statistik findet man hier:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/studie-ueber-muslime-in-deutschland-der-islam-und-die-gewalt-1.331783

    "Rund ein Viertel der in Deutschland lebenden Muslime ist zu Gewalttaten gegen Andersgläubige bereit." Ein Prozent wären übrigens schon 40.000.

    Wie gesagt halte ich unseren westlichen Werte, zumindest pro formula, für gut. Und es lohnt sich (deshalb) für sie einzustehen. Gegen alle Angriffe. Egal ob von Rechts oder von Salafisten. Wie ich ebenfalls deutlich machen wollte, sollte damit nicht ganzen Gruppen Unrecht getan werden. Die Gängelung ängstlicher oder verwirrter Extremisten (egal, auf welcher Seite) kann nicht das Ziel sein. Aber das geschieht leider soeben. Gleichzeitig sollte man aus Übervorsicht und blinder nicht die Augen vor Missstände, wie die im oben verlinkten Artikel beschriebenen, verschließen.

    Es gilt zu differenzieren und sich nicht mit einfachen Antworten zufriedenzugeben. Und damit tut sich der gemeine Bürger leider schwer / hat kein Bock zu.

  • #1

    Manny (Mittwoch, 14 Januar 2015 16:27)

    Ich habe gerade gesehen wie du den Artikel geliket hast.

    Was sagst du zu dem Umgang muslimischer Persönlichkeiten mit dem Attentat?

    Hast du zu dem Gewaltpunkt auch Quellen?

    Manny ;D


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