„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Universum (auch: Kosmos) ist eine Bezeichnung für die Gesamtheit aller Materie, Energie zu einem Zeitpunkt im Raum. Das Universum besteht aus mehreren Filamenten, Filamente setzen sich aus Superhaufen und Galaxienhaufen und diese aus Galaxien zusammen. In Galaxien finden sich u.a. Sterne und Planetensysteme.

1. Alter

 

Nach aktuellem Forschungsstand ist das Universum etwa 13,8 Milliarden Jahre alt. Die Methode für die Altersbestimmung des Universums ist im oben verlinkten Aufsatz beschrieben. Eine interessante Frage ist, wie sich eine einheitliche Altersbestimmung des Universums mit Einsteins Relativitätstheorie verträgt. Weil nach dieser, wie schnell Zeit für wen verstreicht, an die jeweilige Bewegung eines Objektes gekoppelt ist und man somit annehmen würde, dass unterschiedliche Objekte unterschiedlich alt sind. Die Erklärung hängt mit den Symmetrien in der Physik zusammen und ist wiederrum näher im verlinkten Aufsatz dargelegt. Grob umrissen wissen wir aufgrund der Hintergrundstrahlung, dass sich das Universum relativ gleichförmig entwickelt. Weshalb eine Uhr in der Milchstraße in etwa synchron zu einer in der elliptischen Galaxie Messier 89 geht. Man spricht von einer universellen Synchronizität. Unser Universum besitzt somit genug Asymmetrie, um Zeit hervorzubringen und genug Symmetrie, damit ein NASA-Mitarbeiter aus der Zukunft, dem ein Alien aus Messier 89 etwas über das Universum vor 10 Milliarden Jahren erzählt, nicht umherrechnen muss.

2. Größe & Form

Die Größe des sichtbaren Universums lässt sich (logischerweise) ausmachen. Die Größe und Form des gesamten Universums hingegen kann (logischerweise) nicht bestimmt werden. Aber wenn man nicht gerade Positivist ist, lässt sich über Größe und Form des Universums zumindest spekulieren. Ein Problem bei solchen Spekulationen ist unsere mangelnde Vorstellungskraft. (à „Unser Problem“) Wir können uns nur Formen innerhalb eines dreidimensionalen Raumes vorstellen, aber nicht die Form des Universums selbst. Daher sind wir gezwungen mit Analogien, also mangelhaften Modellen, zu operieren.

2.1. drei Möglichkeiten

Bezüglich der Form des Universums sieht die Astronomie gegenwärtig drei Möglichkeiten:

Das Universum kann positiv gekrümmt sein. Auch die Oberfläche einer Kugel ist positiv gekrümmt, jedoch zweidimensional. Ein angebrachterer Vergleich wäre eine vierdimensionale Kugel, an dem unsere Vorstellungskraft aber scheitert. Trotzdem liefert die Kugel ein gutes intuitives Bild von einem positiv gekrümmten Universum. Denn genauso wie die Oberfläche der Kugel, ist auch das positiv gekrümmte Universum endlich groß, aber unbegrenzt. Falls eine Ameise gerade über einen schwebenden, kugelförmigen Luftballon geht, wird sie „irgendwann wieder an den Anfang gelangen, aber nie an ein Ende.“

 

Das Universum kann nicht gekrümmt sein. Die Oberfläche Ihres Schreibtisches ist hoffentlich einigermaßen krümmungslos. Und genauso wie Sie sich sowohl eine endlich, als auch eine unendlich große Tischoberfläche vorstellen können, so kann auch ein Universum ohne Krümmung unendlich, oder endlich groß sein. Die meisten Fälle eines Universums ohne Krümmung sind unendlich groß.

 

Das Universum kann negativ gekrümmt sein. Hierzu eine passende Analogie zu finden, ist außerordentlich schwer. Man mag sich vielleicht am ehesten einen Sattel oder ein Pringles vorstellen. Auch ein derartiges Universum ist grenzenlos, aber nicht unendlich.

2.2. Hinweise und der Urknall

Alle bisherigen Beobachtungen und Messungen deuten auf ein krümmungsloses Universum hin. Dass dies zunächst nicht mit dem Postulat vom Urknall kompatibel zu sein scheint, liegt wieder nur an der Unvollkommenheit unserer Vorstellungen und Bilder. Der Urknall muss nicht winzig klein gewesen sein. Wenn das Universum unendlich groß ist, könnte es auch seit dem Zeitpunkt des Urknalls unendlich groß gewesen sein und seitdem expandieren.

3. Verweise

4. Quellen

Stand: 2014

Kommentare: 1
  • #1

    WissensWert (Mittwoch, 14 Juni 2017 13:32)

    Der Koran kennt überhaupt kein Universum. Er kennt die Erde, und eine Himmelkuppel, an deren "unterster Schale" die Sterne "zum Schmuck" aufgehängt sind.

    Mein Tipp: Lies den Koran ehrlich durch - in einer Dir verständlichen Sprache - OHNE modernes Wissen hineinlesen zu wollen. Lies einfach das, was dort steht. Was die Autoren wirklich gemeint haben.

    Der "Himmel" ist laut dem Koran eine feste Kuppel, an die man eine Leiter anlegen kann.

    „Er hält den Himmel, so daß er nicht auf die Erde stürzt.“ (Quran 22,65)

    Mit einem Reittier erreicht Mohammed bei seiner Himmelsreise das Firmament - und klettert dann mit einer Leiter durch die sieben Himmel und spricht im höchsten Himmel mit Gott. (Biographie Mohammeds von Ibn Ishaq)

    Die Autoren des Korans hatten keine Ahnung, dass es ein Universum gibt. Für sie endete das Universum jenseits des Himmelsgewölbes mit seinen kleinen Lämpchen. Alles darüber hinaus ist mythologische Spekulation. (Jenseits des Firmaments liegen weitere Himmel, die mit einer Leiter erreichbar sind - mit einer Tagesreise.)

    Die "Sterne" sind für die Autoren des Korans "Lichter", die an der untersten Himmelkuppel aufgehängt sind. Der Koran schreibt: "Wir haben den untersten Himmel ausgeschmückt mit einem Schmuck; den Sternen" (Quran 37,6)

    Das ist ein Irrtum.

    Und was sind Sternschnuppen? Der Koran sagt, das sind Sterne, die als Wurfgeschosse nach Dämonen geworfen werden, wenn sie der Himmelskuppel zu nahe kommen.

    "Wir haben den euch nächsten Himmel mit leuchtenden Planeten und Sternen, den Lampen gleich, geschmückt und haben daraus Mittel zur Bewerfung der Satane gemacht." (Quran 67,5)

    Das ist noch größerer Irrtum.

    Mach Dir das klar: Sternschnuppen sind für die Koranautoren herabgeworfene Sterne!

    Tatsächlich sind Sterne brennende Wasserstofffusionsreaktoren mit Millionen Kilometern Durchmesser. Sternschnuppen sind faustgroße Gesteinsbrocken, die in die obere Atmosphäre eintauchen.

    Aber für den wissenschaftlich ungebildeten Menschen des Frühmittelalters sieht es nunmal so aus: Sternschnuppen sind Sterne, die sich bewegen.

    Der Koran offenbart, dass seine Autoren lediglich über menschliches Wissen verfügt haben.


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