„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Willard Van Orman Quine

Willard Van Orman Quine (* 25. Juni 1908 in Akron; † 25. Dezember 2000 in Boston) war ein bedeutender Analytischer Philosoph. Er vertrat einen dezidierten  Naturalismus und einen wissenschaftstheoretischen und sprachphilosophischen Holismus sowie eine pragmatisch motivierte Kritik am Logischen Empirismus.

1. Leben

Willard Van Orman Quine war Sohn eines Ingenieurs und einer Lehrerin.

1926 begann Quine ein Studium am Oberlin College und belegte Kurse u.a. in Geologie, Psychologie, Deutsch und Mathematik. Sein Interesse konzentrierte sich allmählich auf die Mathematik und Logik, 1930 schloss er sein Studium mit einer mathematischen Arbeit summa cum laude ab und erwarb den Bachelor.

Quine heiratete noch im selben Jahr und wechselte an die Harvard Universität, die er zeitlebens nicht mehr verließ. Dort schloss er seine Studien zu einem mathematischen Fachbuch mit dem Master ab und promovierte noch 1932 mit der Arbeit "The Logic of Sequences: A Generalization of Principia Mathematica" über Whiteheads und Russells Werk, wobei Whitehead selbst als Mentor fungierte.

1932 kam Quine über Herbert Feigl mit dem Wiener Kreis in Kontakt und reiste für ein Jahr nach Europa. In Wien traf er auf bedeutende Vertreter wie Kurt Gödel oder Moritz Schlick, in Prag auf Rudolf Carnap und in Warschau auf Stanisław Leśniewski und Alfred Tarski. Zu Rudolf Carnap entwickelte er eine lang anhaltende Freundschaft, auch wenn er sich später kritisch mit dessen Philosophie auseinandersetzte[1] (siehe u.a. Verifikationstheorie der Bedeutung).

Bis zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg arbeitete Quine vornehmlich zur Logik und Mengenlehre. Während des Zweiten Weltkriegs musste er von 1942 bis 1945 bei der U.S. Marine als Kryptologe dienen. Seine Aufgabe bestand darin, verschlüsselte Signale deutscher U-Boote zu entschlüsseln. In dieser Zeit befasste er sich intensiv mit dem Begriff der Analytizität, also der Frage, ob Wahrheit in der Logik und der Mathematik auf Konventionen beruht.

Ab 1948 hatte Quine eine Professur in Harvard inne. Im selben Jahr heiratete er zum zweiten Mal. Aus der Ehe gingen, wie aus seiner ersten, zwei Kinder hervor.

Um 1950 veröffentlichte Quine mehrere Aufsätze, darunter "On what there is", in denen er Stellung zum Universalienstreit bezog.

Im Jahre 1951 erschien sein wohl berühmtester Aufsatz "Two Dogmas of Empiricism", in dem er den logischen Empirismus nachhaltig kritisierte.

1953 veröffentlichte er einen ersten Sammelband mit Aufsätzen[2] und nahm eine einjährige Gastprofessur in Oxford wahr. Dort setzte er sich zusammen mit Strawson, Austin und Grice mit der Sprachphilosophie auseinander.

In den gesamten 1950er-Jahren arbeitete Quine an Hauptwerk "Word and Object". Es begründete seinen Weltruhm in der analytischen Philosophie.

1956 wurde er als Nachfolger von Clarence Irving Lewis auf den Edgar-Pierce-Lehrstuhl für Philosophie der Harvard University berufen. 1977 wurde Quine in die National Academy of Sciences gewählt. Im Jahr 1978 erfolgte seine Emeritierung in Harvard. 1980 hielt Quine an der Stanford University die Immanuel Kant Lectures, in denen er seine Philosophie auf aktuellem Stand zusammenfasste.

1990 hielt Quine die Tarski Lectures in Berkeley.

Nach seiner Emeritierung 1978 wurde Quine vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1996 mit dem Kyoto-Preis. Zu seinen Schülern gehören Michael Dummett, Wolfgang Stegmüller, Donald Davidson, Jaakko Hintikka, Daniel Dennett, Burton Dreben, Dagfinn Føllesdal, Gilbert Harman und David Lewis.

2. Philosophie

2.1. Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie

Quine entwickelt einen szientistischen Naturalismus. Die Außenwelt betrachtet er als real, in ihr finden permanent mikrophysikalische Umverteilungen statt. Das erkennende Subjekt ist für ihn Gegenstand der empirischen Wissenschaften. Wahrnehmung ist mentalistisch, hat aber physikalische Grundlagen in den Sinnesrezeptoren. Mentalistisch ist die Neigung des Menschen, sich nach dem Prinzip der Induktion zu verhalten. Lernen ist nichts anderes als die Ausbildung von Gewohnheiten. Erkenntnistheorie ist entsprechend für ihn ein Teilgebiet der empirischen Psychologie, in der Reizreaktionsverhältnisse behavioristisch untersucht werden (siehe: naturalisierte Erkenntnistheorie). Verifikation und empirische Adäquatheit sind die einzige Grundlage von Geltung und Bedeutung.

Wissenschaftstheorie ist damit keine eigenständige oder gar übergeordnete Disziplin, sondern Sache der angewandten Wissenschaften.

2.1.1. Empirismus

In seinem Aufsatz "Five Milestones of Empiricism"[4] stellt Quine sein Entwicklungsmodell des Empirismus dar, das sich in fünf evolutiven Schritten vollzieht und historisch in seinem eigenen Naturalismus gipfelt.[5] Während Quine die ersten beiden Schritte der philosophischen Tradition zuordnet, markieren die drei letzten Meilensteine seinen eigenen Erkenntnisweg.

Der erste Meilenstein (shift of attention from ideas to words[5]) kennzeichnet die Abkehr von Ideen und mentalen Entitäten zu den Wörtern. Diese Bewegung lässt sich nach Quine bereits bei den Nominalisten des Mittelalters finden, später wieder bei John Horne Tooke, der in Kritik an John Locke anstatt von Ideen von Wörtern als Basis der Erkenntnis ausging.

Der zweite Meilenstein (shift from terms to sentences[6]), der nach Quine von Jeremy Bentham gesetzt wurde, beinhaltet eine gewisse Einschränkung und Korrektur dieses Anliegens. Es erweist sich, dass eine einfache Wort-Realität-Beziehung sich nicht so einfach herstellen lässt. Der Empirist sieht sich nun auf Sätze als Bedeutungsträger verwiesen.

Der dritte Meilenstein (shift from sentences to systems of sentences[6]) sieht auch diesen Ansatz als zu eng an und erweitert ihn um einen holistischen Ansatz.

Eine weitere Ausdehnung ist hier nicht mehr möglich, wohl aber eine Vertiefung nach innen. Der Empirist muss sich klar darüber werden, dass die neu gewonnene Einheit des Wissens keine Dualismen mehr duldet – es darf keine prinzipielle Unterscheidung zwischen der apriorischen und der synthetischen Erkenntnis, zwischen Naturwissenschaft und Metaphysik mehr geben.

Der vierte Meilenstein (methodological monism[7]) führt den Empirismus somit in einen Monismus. Schließlich bleibt nur noch der Rückbezug der Erkenntnistheorie auf sich selbst. Indem alles Wissen empirisch und fallibel geworden ist, muss dies auch für die Epistemologie selbst gelten: es gibt keinen absoluten Ausgangspunkt der Erkenntnis. Der Empirismus relativiert sich somit selbst, die Erkenntnistheorie wird Teil der empirischen Psychologie.[8]

2.1.2. Holismus

Die Sätze einer wissenschaftlichen Theorie bilden für Quine ein Netzwerk, das nur an den Rändern durch Beobachtungen fixiert ist (Holismus). Dabei ist jeder Satz einerseits dem Zug der Wirklichkeit und andererseits dem Zug des Systems ausgesetzt. Diese doppelte Einwirkung ist dafür verantwortlich, dass wir einzelnen Sätzen im Allgemeinen keinen gesonderten empirischen Gehalt zuordnen können und dieselben Beobachtungen durch ganz verschiedene Theorien vollständig erklärt werden können. Quine nennt dies die Unterbestimmtheit der Theorie durch die Erfahrung. Eine Beobachtung, die unserer Vorhersage widerspricht, widerspricht somit immer der Gesamtheit unserer Theorie.[9] Bei einer Systemkorrektur sind wir außer den Beobachtungsdaten auch noch der inneren Konsequenz unseres Netzes verpflichtet. Wo wir die Korrektur anbringen, ist unsere Sache. Jeder Satz kann festgehalten werden, kein Satz ist gegen eine Revision immun. Es können niemals einzelne Sätze, sondern immer nur Theorien empirisch gerechtfertigt werden (Duhem-Quine-These). Wir können bei widersprechenden Beobachtungen auch an den empirischen Sätzen festhalten und dafür die Sätze der Logik oder Mathematik im Zentrum unseres Theorienetzes abändern. Aufgrund pragmatischer Überlegungen haben wir aber die Tendenz, eher die Beobachtungssätze an der Peripherie zu ändern.

2.1.2.1. Kritik des Verifikationsprinzips

Vor diesem Hintergrund greift Quine die empiristische These an, dass synthetische Sätze immer einzeln empirisch verifizierbar sein müssen. Quine schreibt diese Vorstellung älteren Philosophen wie John Locke und David Hume zu, in jüngerer Zeit sei sie von Russell und Carnap vertreten worden (siehe hierzu: Verifikationismus). Da die menschliche Erkenntnis nicht als Ansammlung autonomer Elemente, sondern als ein Netz miteinander verwobener Sätze aufgefasst werden muss, können einzelne Aussagen nicht verifiziert werden. Sollte die Erfahrung mit einer bestimmten Hypothese nicht im Einklang stehen, würde das nur bedeuten, dass irgendein Satz in unserem System zu revidieren ist; welcher es ist, wird von der Erfahrung nicht direkt angezeigt und muss von Fall zu Fall entschieden werden. Wesentlich für empirisch äquivalente Theorien ist daher nicht ihre Gültigkeit, sondern ihre Leistungsfähigkeit. Aufgrund dieser Auffassung wird Quine auch dem Pragmatismus zugerechnet.

2.1.3. Methodologischer Monismus

Als Konsequenz seines Holismus vertritt Quine einen methodologischen Monismus. Dieser richtet sich gegen die von Immanuel Kant getroffene und von der positivistischen Tradition übernommene Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen. Siehe: Zwei Dogmen des Empirismus.

2.1.4. Naturalisierte Erkenntnistheorie

In ihrer letzten Stufe entwickelt sich  die empiristische Erkenntnistheorie nach Quine zum "aufgeklärten Empirismus". Sie gehört für ihn zur empirischen Psychologie, die einer behavioristischen Vorgehensweise verpflichtet ist. Das physische menschliche Subjekt wird untersucht im Hinblick auf die psychologischen Prozesse, die zwischen Input (Erfahrung) und Output (Theorie) ablaufen.[11] Der "Cartesische Traum"[12] einer Grundlegung der Wissenschaft, die dieser selbst vorgängig wäre, ist ausgeträumt. Die naturalisierte Erkenntnistheorie steht nicht länger der Wissenschaft gegenüber.

2.1.5. Fünf Tugenden einer Hypothese

In seinem zusammen mit Joseph Ullian verfassten Buch The Web of Belief stellt Quine fünf Tugenden (five virtues) einer Hypothese vor, die mit großer Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen und deshalb als Normen für das wissenschaftliche Arbeiten gelten können:[13]

·        Der Konservativismus nimmt an, dass eine Hypothese umso plausibler ist, je weniger frühere Überzeugungen ihretwegen aufgegeben werden müssen. Diese Strategie hat einerseits die Trägheit auf ihrer Seite und ist andererseits vernünftig, da eine Veränderung im System desto leichter zum Irrtum führen kann, je gravierender sie ist. Radikale Umbauten sind nicht prinzipiell ausgeschlossen, sollten aber durch eine Reihe kleiner Schritte, nicht durch einen überstürzten Sprung erreicht werden.

·        Die Bescheidenheit hängt eng mit dem Konservativismus zusammen. Eine Hypothese A kann als bescheidener als eine Hypothese B gelten gelten, wenn A einseitig von B impliziert wird und Ereignisse vorhersagt.

     Voraussetzung ist wieder, dass eine trägere Welt die wahrscheinlichere ist.

·        Die Einfachheit ist bereits eine Tendenz unseres Wahrnehmungsmechanismus, der uns jeweils einfache Elemente aus einer komplexen Vielfalt herausabstrahieren läßt. Diese Tendenz setzt sich wissenschaftlich fort in unseren experimentellen Kriterien, da die einfachere von zwei Hypothesen meist leichter zu bestätigen ist. Und komplexere Hypothesen erhöhen die Irrtumsanfälligkeit.

·        Die Allgemeinheit steht zwar gegen die Bescheidenheit, doch sie ermöglicht überhaupt erst, dass wir einer Hypothese durch wiederholbare Experimente testen und begründet induktive Schlüsse ziehen können.

·        Die Widerlegbarkeit ist die Voraussetzung dafür, dass eine Hypothese überhaupt etwas (vor-)aussagt. Eine Hypothese kann zwar prinzipiell immer holistisch durch geschickten Ausgleich in unserem Netzwerk gegen Widerlegung immunisiert werden, doch tun wir das nicht, wenn das Opfer, das zur Erhaltung einer Theorie zu bringen ist, zu groß wird.[14]

2.1.6. Beobachtung und Spracherwerb

Das Hauptforschungsgebiet der Erkenntnistheorie liegt für Quine in der Beziehung zwischen Beobachtung und TheorieFür ihn sind die physischen Affektionen der Außenflächen unserer Körper, die "im Auftreffen von Lichtstrahlen und Molekülen auf unsere sensorischen Oberflächen" bestehen, die "einzige Quelle der Information über die äußere Welt"[15] Um sich aus der Vielfalt der einstürmenden Sinnesreize sprachlich auf Gegenstände zu beziehen, müssen diese zunächst einmal individuiert werden. Diese Fähigkeit steht nach Quine nicht am Anfang des Spracherwerbs, sondern wird erst nach und nach ausgebildet. Es handelt sich dabei um eine konstruktive Tätigkeit: Gegenstände müssen gesetzt werden, indem etwas aus dem Wahrnehmungsfeld vergegenständlicht wird. Obwohl Gegenstände in diesem Sinne Setzungen sind, erkennt Quine sie als real an: Stöcke und Steine sind "höchst reale Bewohner der höchst realen Welt."[16]

Quine verzichtet auf ein Zwischenreich des Mentalen, in dem eine Vermittlung zwischen dem Input der Reizungen unserer Sinnesorgane und dem Output des beobachtbaren Sprachverhaltens stattfände, da mentale Gegenstände für ihn unklare Identitätsbedingungen haben.[17] Er kritisiert in diesem Zusammenhang viele traditionelle Erkenntnistheoretiker, die mentale Entitäten wie Vorstellungen, Elementarerlebnisse, Sinnesdaten oder -eindrücke zum Ausgangspunkt der Erkenntnistheorie genommen haben, da es keine eigene Sinnesdatensprache gebe, die nicht über die aktuelle Beobachtungssituation hinausgeht.[18]

2.1.7. Internalismus

Die menschliche Erkenntnis setzt nach Quine nicht bei den äußeren physischen Gegenständen, sondern bei den Reizungen unserer Sinnesrezeptoren an. Ihm zufolge wird die Zustimmung zu dem Satz "Dort ist ein Kaninchen" durch eine entsprechende Sinnesreizung veranlasst, nicht durch ein Kaninchen.[19] Die intersubjektiven Übereinstimmungen in unseren Urteilen über die Außenwelt begründet Quine mit neurobiologischen und evolutionstheoretischen Erkenntnissen. Die natürliche Auslese habe grundlegende Ähnlichkeitsstandards in einem gemeinsamen Genpool verankert. Dieser sorgt dafür, dass ein und derselbe äußere Gegenstand bei aller individuellen Verschiedenheit der Sinnesrezeptoren zu übereinstimmenden Beobachtungssätzen führt.[20]

2.2. Sprachphilosophie

Quine hat die Terminologie der analytischen Sprachphilosophie entscheidend geprägt. In der Sprachphilosophie richtet sich sein Naturalismus gegen die Annahme einer grundlegenden Funktion der Sprache in der Konstituierung von Welt bzw. des Erkenntnisprozesses im Allgemeinen. Die Sprachphilosophie ist wie die Natur- und Sozialwissenschaften Teil unserer Gesamttheorie über die Welt.

Unter Berufung auf John Dewey [21] versteht auch Quine Sprache zuallererst als eine soziale Kunstfertigkeit (social art) und eine gesellschaftliche Einrichtung, die wir Menschen allein auf der Grundlage des beobachtbaren Verhaltens anderer Menschen unter öffentlich angebbaren Umständen erwerben[22]. Quine schließt die Möglichkeit von "Privatsprachen" von vornherein aus.[23]

2.2.1. Referenz

Quine hat die zeitgenössische Diskussion über Referenz inhaltlich und terminologisch entscheidend geprägt. Sein philosophisches Schaffen ist zu großen Teilen von der Frage durchdrungen, wie der referentielle Apparat von Sprache funktioniert und sich auf die Außenwelt beziehen kann. Referenz ist nach Quine letztlich unerforschlich und unsinnig, es sei denn sie wird relativiert.[24] Eine der daraus folgenden und am meisten diskutierten Thesen Quines ist die von der Unbestimmtheit der Übersetzung. In ihr betrachtet er die Sprache als eine Theorie, die wie alle Theorien durch die empirischen Daten unterbestimmt ist. Quine wendet sich gegen eine mentalistische Bedeutungstheorie, nach der die Bedeutung eines Wortes ein geistiger Gegenstand (z. B. eine platonische Idee oder ein psychisches Erlebnis) ist. Dem Mentalismus stellt Quine eine behavioristische Semantik entgegen, nach der Bedeutungen von Ausdrücken auf Dispositionen zum öffentlich beobachtbaren Verhalten zurückzuführen sind.[25]

2.2.1.1. Spracherwerb

Nach Quine lernen wir unsere Sprache durch Imitation des Verhaltens unserer Mitmenschen, die ihrerseits unsere Versuche anerkennen oder korrigieren. Wir haben ein Wort also dann gelernt, wenn wir es so gebrauchen wie die Mehrheit unserer Mitmenschen. Um aber das Verhalten unserer Mitmenschen richtig imitieren zu können, müssen wir erkennen, was sie stimuliert, wenn sie bestimmte Ausdrücke verwenden. Das ist in den Fällen relativ einfach, in denen es ein klares behavioristisches Schema von Reizung der Sinne und Äußerung einer bestimmten Lautfolge gibt. In vielen Sprechsituationen wird allerdings diese Zuordnung zunehmend komplizierter, weswegen nicht jedem sprachlichen Ausdruck eine ganz bestimmte, wohl umrissene Bedeutung zukommt.

Die Postulierung von Bedeutungen sprachlicher Ausdrücke unabhängig vom empirisch wahrnehmbaren Verhalten der Sprecher wird von Quine von Anfang an verworfen. Das Gebiet, auf dem sich der behavioristisch eingestellte Sprachforscher mit Erfolg betätigen kann, ist nach ihm der Spracherwerb des Kindes. Hier kann er sich ausschließlich auf äußere Gegebenheiten, die intersubjektiv zugänglich sind, beziehen.[26]

2.2.1.2. Unbestimmtheit der Übersetzung

Quine vertritt bezüglich des Übersetzungsvorgangs aus radikal fremden Sprachen einen Relativismus. Der einzige Weg, eine radikal fremde Sprache zu erlernen, ist nach Quine die Beobachtung des Verhaltens der Sprecher dieser unbekannten Sprache. Durch Beobachtung wird man bestimmte Zusammenhänge feststellen zwischen Gegenständen und Ereignissen in ihrer Umwelt und bestimmten Lauten, die die Sprecher äußern. So wird man Schritt für Schritt Hypothesen über die Laute der fremden Sprache aufstellen und dementsprechend die ersten Versuche einer Übersetzung machen. Quine weist darauf hin, dass es selbst in einem fortgeschrittenen Stadium der Interpretation der fremden Sprache verschiedene gleichberechtigte Varianten in der Übersetzung geben kann. Die Frage, welche unter ihnen die richtige ist, ist prinzipiell nicht beantwortbar. Ein und derselbe Ausdruck in der fremden Sprache kann durch verschiedene untereinander abweichende Ausdrücke wiedergegeben werden, vorausgesetzt, dass genügend viele Korrekturen in der Wiedergabe anderer Ausdrücke vorgenommen werden. Diese Ansichten werden in der Quineschen These der empirischen Indeterminiertheit der Übersetzung zusammengefasst.[27] Diese besagt, dass das empirisch überprüfbare Verhalten der Sprecher nicht ausreicht, um zwischen verschiedenen Übersetzungsvarianten zu wählen.[28]

Quine erläutert diese mit Hilfe des so genannten "Gavagai"-Beispiels: Ein Sprachforscher steht vor der Aufgabe, die bisher völlig unbekannte Sprache eines Eingeborenenstammes zu übersetzen. Die Eingeborenensprache hat keinerlei Ähnlichkeit mit einer bekannten Sprache; Sprachforscher und Eingeborene sind durch keine gemeinsame Kultur miteinander verbunden. Die einzigen Daten, von denen der Linguist ausgehen kann, sind die Reize, die auf die Eingeborenen einwirken und die bei diesen hervorgerufenen verbalen Reaktionen. Der Sprachforscher begibt sich deshalb in eine Situation, in der er denselben Reizen wie ein Eingeborener ausgesetzt ist, und beobachtet dessen sprachliche Äußerungen. Ein Hase läuft vorbei. Der Eingeborene sagt "Gavagai" und der Linguist schreibt den Einwortsatz "Hase" auf. Der Linguist stellt dem Eingeborenen in unterschiedlichen Reizsituationen die Frage "Gavagai?" und beobachtet, dass dieser in denselben Reizsituationen mit "Ja" antwortet, in denen er selbst die Frage "Hase?" bejahen würde. So stellt er fest, dass "Gavagai" und "Hase" dieselbe Reizbedeutung haben.

Die Reizsynonymität der Sätze garantiert jedoch nicht, dass die Terme "Gavagai" und "Hase" dieselbe Extension und dieselbe Intension haben. Der Term "Gavagai" könnte z. B. auf Hasenideen oder auf nicht abgetrennte Hasenteile oder auf Hasenphasen (zeitliche Hasenquerschnitte) referieren. Diese Unklarheit lässt sich nach Quine auch nicht durch Zeigen beheben, da dieselbe Geste den ganzen Hasen oder auch die unabgetrennten Hasenteile meinen kann. Es bleibt daher grundsätzlich unbestimmt, auf welche Entitäten sich „Gavagai“ wirklich bezieht. Alle Übersetzungen und analytischen Hypothesen passen zu den gleichen Beobachtungssituationen. Die resultierende Unsicherheit bezeichnet Quine mit dem Begriff Unerforschlichkeit der Referenz (inscrutability of reference).

Um den Ausdruck der Eingeborenensprache mit einem seiner Muttersprache gleichzusetzen, ist der Linguist gezwungen, ein System von "analytischen Hypothesen" zu entwickeln, die über das hinaus gehen, was aufgrund der behavioralen Kriterien gesichert ist; es ist grundsätzlich möglich, aufgrund derselben Kriterien unterschiedliche Übersetzungs-Hypothesen zu gewinnen.

2.2.2. Singuläre und allgemeine Terme

Quine greift die in der sprachanalytischen Tradition übliche Unterscheidung zwischen singulären Termen, die sich nur auf einen Gegenstand beziehen, und allgemeinen Termen, die auf mehrere Gegenstände zutreffen, an.[29] Zu diesem Zweck rekonstruiert er schematisch den Lernvorgang der Muttersprache eines Kindes, das durch diesen Vorgang allmählich in die Welt der Erwachsenen, die eine bestimmte Sprache sprechen, hineinwächst.

Nehmen wir ein Kind, das gerade einige Ausdrücke unserer Sprache gelernt hat wie z. B. "Mama", "Wasser" und "rot". Wir haben nach Quine kein Recht, anzunehmen, das Kind verwende diese Ausdrücke als referentielle Terme so wie wir. Wir Erwachsenen haben uns daran gewöhnt, die Mutter des Kindes als einen vollständigen Körper anzusehen, der in Raum und Zeit kontinuierlich ist; Wasser hingegen als etwas Diskontinuierliches, das in Raum und Zeit verstreut ist. Ebenso ist für uns auch Rotes diskontinuierlich, allerdings nicht im gleichen Sinn wie Wasser: rot können nur Gegenstände, Wasser hingegen kann nur ein ganz bestimmter Stoff sein. Die Ausdrücke des Kindes sind nach Quine dagegen prä-individuativ[30] und gehen auf eine Phase der Menschheit zurück, für die der Unterschied zwischen Singulärem und Allgemeinem irrelevant ist.

2.3. Ontologie

Die Ontologie gehört zu Quines Forschungsschwerpunkten. Zunächst geht es ihm um die Klärung des Begriffs "Sein", den er in einem eingeschränkten Sinne als Existenzannahme- oder voraussetzung ansieht. Die Ontologie habe vor allem zu klären, welche Entitäten es im Rahmen einer Theorie gibt. Ihre erste Frage und der Titel einer seiner ontologischen Aufsätze lauten daher "Was gibt es?" [32]

Quine will allerdings nicht wie etwa Carnap alle metaphysischen Fragen auf systeminterne oder pragmatische Fragestellungen reduzieren, da für ihn aufgrund seines methodologischen Monismus die Trennung von systeminternen und -externen Fragen unmöglich geworden ist.[33] Er billigt der Ontologie auch keinen autonomen Bereich zu. Sie unterscheidet sich von den einzelnen Naturwissenschaften nur durch ihre Allgemeinheit, nicht prinzipiell. Wie alle Wissenschaft ist auch die Ontologie grundsätzlich empirisch und revidierbar. Letzte "checkpoints" sind immer Sinnesdaten. Die Aufgabe der Ontologie ist es, einerseits die verborgenen ontologischen Voraussetzungen einer Theorie deutlich zu machen. Andererseits geht es der Ontologie aber nicht nur um eine bloße Explikation impliziter Existenzannahmen, sondern um eine aktive Reglementierung mit dem Ziel größtmöglicher Einfachheit und Ökonomie.

Bei den Gegenständen der Ontologie haben wir es nach Quine wieder mit Setzungen zu tun, die auf unserer Kreativität beruhen. Trotzdem sind diese Setzungen nicht vollkommen willkürlich, sondern werden durch die Realität nahegelegt. Das gilt ebenso für wissenschaftliche Objekte wie für die Gegenstände des Alltags, der Mythen und der Poesie.[34]

2.3.1. Ontologische Verpflichtungen

Die Frage, was es gibt, ist für Quine nicht auf direktem Wege zu beantworten. Sie muss ersetzt werden durch die Frage, welche "ontologischen Verpflichtungen" (ontological commitments) wir mit Aussagen und Theorien eingehen, das heißt, welche Entitäten wir mit ihnen als existierend annehmen müssen.

Ontologische Verpflichtungen lassen sich erst dann transparent machen, wenn die Aussagen in "kanonischer Notation", also in quantorenlogischer Form vorliegen. Durch Quantoren werden Variablen gebunden bzw. quantifiziert, was einer Existenzbehauptung gleichkommt. Dies ist der Sinn von Quines bekanntem Slogan "to be is to be the value of a bound variable". Ontologisch verpflichten wir uns in unseren Aussagen auf diejenigen Entitäten, die zum Wertebereich der Variablen in unseren wahren Aussagen gehören müssen.[35]

Die Gegenstände, über die wir sprechen und denen wir Existenz zuschreiben, sind nach Quine letztlich Produkte unserer Setzung. Dies gilt für den Alltag ebenso wie für die Wissenschaft: "Tische und Schafe haben, in letzter Konsequenz, ziemlich den gleichen Status wie Moleküle und Elektronen."[36] Welche Entitäten wir als existent voraussetzen, wird letztlich bestimmt durch "Einfachheits-überlegungen und pragmatischen Vermutungen in bezug auf die Frage, wie das umfassende System im Zusammenhang mit der Erfahrung weiterfunktionieren wird."[37] Trotzdem beschäftigen sich ontologische Theorien nicht mit bloßem Schein, sondern sind Mutmaßungen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit.

2.3.2. Entitäten

Während die Umgangssprache sich durchaus mit einer verwaschenen Ontologie zurechtfinden kann, hat für Quine der Wissenschaftler eine Entscheidung zu treffen, welchen Wertebereich er für seine Variablen zulassen will. Dabei geht es um eine Lösung, die so sparsam, eindeutig und naturwissenschaftlich nützlich wie möglich ist. In Word and Object erkennt Quine nur zwei Typen von Entitäten an: physische Gegenstände und Klassen.

Nach Quine dürfen keine Entitäten akzeptiert werden, zu denen keine Identitätsbedingungen angegeben werden können ("no entity without identity"[38], Vgl. auch: ununterscheidbare Teilchen). Die Identitätsbedingung eines Gegenstandes hängt dabei mit dem Individuationsprinzip zusammen, das für jede Gegenstandsart unterschiedlich sein kann[39]. Für physische Gegenstände besteht die Identitätsbedingung in ihrer raumzeitlichen Lokalisierung [40], Klassen hingegen sind identisch, "wenn ihre Elemente identisch sind."[41]

2.3.2.1. Physische Gegenstände

Quine zählt zu den physischen Gegenständen (Dingen) sowohl Körper als auch Stoffe.[42] Körper (Tische, Hasen etc.) sind wohlkonturiert und daher grundsätzlich zählbar, Stoffe dagegen (Milch, Holz, Zucker etc.) sind amorph und können nicht gezählt werden. Ihre gemeinsame Eigenschaft ist, dass sich ihr materieller Inhalt über ein vierdimensionales Raumzeitgebiet erstreckt.

Quine unterscheidet nicht wie verschiedene traditionelle Auffassungen Dinge von Ereignissen, Zuständen oder Prozessen. Sowohl Dinge als auch Prozesse lassen sich in zeitliche Abschnitte einteilen. Die Zeitscheiben eines Gegenstandes sind dabei für Quine ihrerseits als physische Gegenstände zu betrachten. So ist ein Tisch ein materieller Inhalt eines Raum-Zeit-Gebietes, der sich räumlich und zeitlich beliebig teilen lässt, wobei jeweils weitere, entsprechend kleinere physische Gegenstände entstehen. Setzt man die tischartigen Zeitscheiben wieder zusammen, erhält man den ursprünglichen Tisch, den man sich als einen raumzeitlichen "Wurm" vorstellen kann.

2.3.2.2. Klassen

An abstrakten Entitäten lässt Quine nur Klassen zu. Er definiert sie rein extensional als die Menge ihrer Elemente. Im Unterschied zu Eigenschaften beinhalte der Begriff der Klasse keinerlei intensionale Komponenten.

Während Quine sich 1947 in einem mit Nelson Goodman verfassten Aufsatz noch zum Nominalismus bekannt hatte [43], nahm er diesen wenig später wieder zurück, weil die Wissenschaft nicht ohne abstrakte Gegenstände auskommen könne. Die Physik könne z.B. nicht auf nominalistischer Grundlage betrieben werden, da sie Mathematik enthält[44], die "bis zum Hals in Verpflichtungen auf eine Ontologie abstrakter Entitäten“ stecke."[45]

Die Ontologie abstrakter Gegenstände (Zahlen, Funktionen, Relationen etc.) lässt sich Quine zufolge auf Klassen reduzieren. So könne die Zahl "12" mit der Extension des Prädikats "hat 12 Elemente" identifiziert werden [46]. Sie trifft z.B. auf die Klasse der Apostel wie auch auf alle anderen Klassen mit zwölf Elementen zu. Relationen können als Klassen geordneter Paare verstanden werden. So sei die Relation "Bruder-Sein" als die Klasse aller geordneten Paare aufzufassen, deren Elemente Brüder voneinander sind.[47]

2.3.3. Das ontologische Debakel

Im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit der modernen Physik bricht Quine im Jahre 1976 in dem Aufsatz "Whither Physical Objects?" mit seiner bisherigen Ontologiekonzeption. Aufgrund dieses "ontologischen Debakels" (ontological débacle[48]) wendet er sich fortan von ontologischen Fragen immer mehr ab.[49]

Quine sieht das Problem, dass das Sprechen von einem materiellen Inhalt einen atomistischen Materiebegriff voraussetzt, der durch die moderne Physik zweifelhaft geworden ist. In dieser scheint die eindeutige Zuordnung eines Elementarteilchen zu einer bestimmten Raum-Zeit-Stelle nicht mehr möglich.[50] Für Quine ist so sein eigener Körperbegriff nicht mehr haltbar. Die moderne Physik zwinge uns dazu, auf die "ground elements"[51] zu verzichten, die auf der untersten Ebene der Klassenhierarchie als Individuen fungieren könnten.

Physikalische Gegenstände können nach Quine richtiger als Koordinatenwerte in Raum-Zeit-Gebieten beschrieben werden. Für jeden Punkt in der Raumzeit benötigt man vier Zahlen, ein Quadrupel; ein Gebiet lässt sich mit einer Klasse von Zahlenquadrupeln identifizieren. Es ergibt sich so eine Ontologie, die auf die Annahme physischer Gegenstände verzichtet und ausschließlich abstrakte Gegenstände, Klassen, enthält.[52] Für Quine ist es eine Ironie, dass gerade die Physik selbst uns zu dieser anti-physikalischen Reduktion zwingt.[53]

3. Siehe auch

4. Einzelnachweise

1.    Die Korrespondenz ist dokumentiert in Rudolf Carnap, W. V. Quine: Dear Carnap, Dear Van: The Quine-Carnap Correspondence and Related Work. University of California Press 1991.

2.    Den Titel entnahm Quine einem von Harry Belafonte gesungenen Calypso-Song (Vgl. Geert Keil: Quine, Stuttgart 2011, S. 9)

3.    Zu einer Übersichtsdarstellung der im folgenden vorgestellten Werke vgl. Christoph Demmerling: Willard Van Orman Quine, in: Franco Volpi (Hrsg.): Großes Werklexikon der Philosophie. Stuttgart 1999, S. 1245–1249

4.    Der Aufsatz befindet sich in W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 67–72. Zur Darstellung der Argumentation vgl. z. B. Ludwig Steinherr: Holismus, Existenz und Identität. Ein systematischer Vergleich zwischen Quine und Hegel, St. Ottilien 1996, S. 15–66

5.    vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 67

6.    Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 70

7.    Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 71

8.    Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 72

9.    Vgl. W.V.O. Quine: From a Logical Point of View. 9 Logico-Philosophical Essays. Cambridge (Mass.)/ London 1980 (2. überarb. Auflage), S. 41: „… our statements about the external world face the tribunal of sense experience not individually but only as a corporate body.“

10. Willard van Orman Quine: Zwei Dogmen des Empirismus. In: Von einem logischen Standpunkt. Neun logisch-philosophische Essays. Frankfurt am Main–Berlin–Wien 1979, 47

11. Vgl. W.V.O. Quine: Ontologische Relativität und andere Schriften. (Übers. v. W. Spohn). Stuttgart 1984, S. 115.

12. W.V.O. Quine: Pursuit of Truth, Cambridge (Mass.)/London 1990, S. 19

13. Vgl. W.V.O. Quine/Joseph Ullian: The Web of Belief. New York 1978 (2.Auflage), S. 66–82

14. Vgl. W.V.O. Quine/Joseph Ullian: The Web of Belief. New York 1978 (2.Auflage), S. 79

15. W.V.O. Quine: Die Natur natürlicher Erkenntnis, in: P. Bieri (Hg.): Analytische Philosophie der Erkenntnis, Frankfurt/M. 1987, S. 422–435 (hier S. 423)

16. W.V.O. Quine: Naturalismus - oder: Nicht über seine Verhältnisse leben, in: G. Keil / H. Schnädelbach (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge, Frankfurt/M. 2000, S. 113–127 (hier S. 126)

17. Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, S. 17

18. W.V.O. Quine: Naturalismus - oder: Nicht über seine Verhältnisse leben, in: G. Keil / H. Schnädelbach (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge, Frankfurt/M. 2000, S. 113–127 (hier S. 114)

19. Vgl. W.V.O. Quine: Wort und Gegenstand, Stuttgart 1980, S, 67

20. Vgl. W.V.O. Quine: Naturalismus - oder: Nicht über seine Verhältnisse leben, in: G. Keil / H. Schnädelbach (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge, Frankfurt/M. 2000, S. 113–127 (hier S. 114ff.); W.V.O. Quine: From Stimulus to Science, Cambridge, Mass. 1995, S. 20 ff.

21. W.v.O. Quine: Ontological Relativity and Other Essays. New York 1969, S. 26ff.

22. W.v.O. Quine:: Word and Object. Cambridge Mass. I960, S. ix.

23. Zum Folgenden vgl. Edmund Runggaldier: Zeichen und Bezeichnetes. Sprachphilosophische Untersuchungen zum Problem der Referenz. De Gruyter, Berlin 1985, S. 139f.

24. „Fair enough; reference is nonsense except relative to a coordinate system“ (W.v.O. Quine: Ontological Relativity, in: Ontological Relativity and Other Essays. New York 1969, S. 48)

25. „Language is a social art which we all acquire on the evidence solely of other people's overt behavior under publicly recognizable circumstances“ (W.V.O. Quine: Ontological Relativity and Other Essays, New York 1969, S. 26)

26. W.v.O. Quine: The Roots of Reference. La Salle 1974, S. 35

27. Vgl. W.V.O. Quine: Kap. II Translation and Meaning in: Word and Object. Cambridge Mass. I960, S. 26–79; Ontological Relativity in: Ontological Relativity and Other Essays. New York 1969, S. 29–42.

28. „The thesis is then this: manuals for translating one language into another can be set up in divergent ways, all compatible with the totality of speech dispositions, yet incompatible with one another“ (W.V.O. Quine: Word and Object. Cambridge Mass. I960, S. 27)

29. Zum Folgenden vgl. Edmund Runggaldier: Zeichen und Bezeichnetes. Sprachphilosophische Untersuchungen zum Problem der Referenz. De Gruyter, Berlin 1985, S. 157–160.

30. W.v.O. Quine: Ontological Relativity and Other Essays. New York 1969, S. 7

31. enthalten in: W.V.O. Quine: The Ways of Paradox and other essays. Cambridge (Mass.)/London 1976 (2.überarb. Auflage), S. 265–271.

32. W.V.O. Quine: From a Logical Point of View. 9 Logico-Philosophical Essays. Cambridge (Mass.)/ London 1980 (2.überarb. Auflage), S. 1

33. Vgl. Paul Gochet: Quine zur Diskussion: Ein Versuch vergleichender Philosophie. (Übers. v. P. Bosch). Frankfurt am Main 1984, S. 124

34. Vgl. W.V.O. Quine: The Ways of Paradox and other essays. Cambridge (Mass.)/London 1976 (2.überarb. Auflage), S. 223

35. Vgl. Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, S. 87

36. Henri Lauener: Willard V. Quine, München 1982, S. 128, zitiert nach: W.V.O. Quine: On Mental Entities, in: W.V.O. Quine: The Ways of Paradox, New York 1966 [1954], S. 210

37. Zitiert nach Henri Lauener: Willard V. Quine, München 1982, S. 135

38. W.V.O. Quine: Theorien und Dinge, Frankfurt/M. 1985, S. 130

39. Vgl. W.V.O. Quine: Theorien und Dinge, Frankfurt/M. 1985, S. 24

40. Vgl. W.V.O. Quine: Ereignisse und Reifizierung, in: E. Picardi / J. Schulte (Hrsg.): Die Wahrheit der Interpretation, Frankfurt/M. 1986, S. 123–139 (hier S. 132)

41. W.V.O. Quine: Theorien und Dinge, Frankfurt/M. 1985, S. 128

42. Zum Folgenden vgl. Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, S. 90–99

43. Nelson Goodman, W.V.O. Quine: Steps toward a constructive nominalism, in: The Journal of Symbolic Logic 12 (4), S. 105–122 (1947)

44. W.V.O. Quine: From Stimulus to Science, Cambridge, Mass. 1995, S. 40

45. W.V.O. Quine: From A Logical Point of View - Von einem logischen Stand-punkt aus. Drei ausgewählte Aufsätze, übers. von R. Bluhm, hg. von Chr. Nimtz, Stuttgart 2011, Cambridge, Mass. 1995, S. 39

46. W.V.O. Quine: The Ways of Paradox and Other Essays, New York, 2. Aufl. 1976, S. 26, Grundzüge der Logik, Frankfurt/M. 1969, S. 297

47. Vgl. W.V.O. Quine: Wort und Gegenstand, Stuttgart 1980, S. 443 ff.

48. W.V.O. Quine: Whither Physical Objects?. In: R.S. Cohen u. a. (Hrsg.): Essays in Memory of Imre Lakatos. Dordrecht/Boston 1976, S. 497–504 (hier S. 503)

49. Zu einer zusammenhängenden Übersicht vgl. Ludwig Steinherr: Holismus, Existenz und Identität. Ein systematischer Vergleich zwischen Quine und Hegel, St. Ottilien 1996, S. 138–152.

50. W.V.O. Quine: Whither Physical Objects?. In: R.S. Cohen u. a. (Hrsg.): Essays in Memory of Imre Lakatos. Dordrecht/Boston 1976, S. 497–504 (hier S. 498–499)

51. W.V.O. Quine: Whither Physical Objects?. In: R.S. Cohen u. a. (Hrsg.): Essays in Memory of Imre Lakatos. Dordrecht/Boston 1976, S. 497–504 (hier S. 501)

52. Vgl. Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, S. 105

53. W.V.O. Quine: Whither Physical Objects?. In: R.S. Cohen u. a. (Hrsg.): Essays in Memory of Imre Lakatos. Dordrecht/Boston 1976, S. 497–504 (hier S. 502)

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