„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Softwareprogramm vergleicht Bibel und Koran

Mit Hilfe eines Softwareprogramms wurden die Texte aus Koran und Bibel hinsichtlich acht verschiedener Emotionen untersucht.

Einige Ergebnisse:
- die Bibel enthält insgesamt mehr Gewaltpassagen als der Koran
- im Vergleich zwischen Koran und Neuem Testament enthält der Koran mehr Gewaltpassagen 
- der Koran vermittelt über seine Texte eher Angst und Vertrauen und in geringerem Maße auch mehr Glück als die Bibel

Das Gewaltpotenzial der Bibel erscheint folglich insgesamt größer. Zum Glück ist das Christentum schon durch die Dompteurschule der Aufklärung gezwungen und liberalisiert worden, während der Islam dies noch vor sich hat. Die Studie kann außerdem nicht die unterschiedlichen theologischen Voraussetzungen der heiligen Schriften klären, die Gewalt in unterschiedlichem Maße zu legitimieren vermögen. So ist der Koran im Gegensatz zur Bibel das direkte Wort Gottes, das nicht interpretier- und hinterfragbar ist, was eine Reformation, aber auch eine zeitgemäße Auslegung des Texts erschwert. Auch sind die größten religiösen Figuren, Jesus und Mohamed, charakterlich vollkommen unterschiedlich und in unterschiedlichem Maße als Vorbild geeignet.

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