„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Googles KI erschafft bisher beste KI.

Soeben hat Googles künstliche Intelligenz eine eigene künstliche Intelligenz erschaffen, die besser ist als alle von Menschen entwickelten: https://futurism.com/google-artificial-intelligence-built-ai/

Es wird immer wichtiger, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Wann genau die künstliche Intelligenz über die menschliche hinauswächst und sogar über die Merkmale einer Person verfügen könnte, bleibt unklar. Schon in fünfzig Jahren könnte es gemäß der Prognosen von 90% der führenden (Top 100) KI-Forscher so weit sein, dass die künstliche Intelligenz rechnerisch auf dem gleichen Level ist wie die menschliche Intelligenz. Dass es überhaupt passieren wird, ist insofern äußerst wahrscheinlich, als dass Intelligenz als eine Form von (digital nachahmbarer) Informationsverarbeitung angesehen werden kann.

Besäße die KI die phänomenale Eigenschaft des Ich-Gefühls, der Selbstheit, hätte es folglich erstmals auch das Potenzial zu leiden. Entwickelt die künstliche Intelligenz darüber hinaus eine Form der Intentionalität, wäre sie ein der Lage, eigene Interessen und Ziele zu verfolgen. Es bräuchte unbedingt eine Form der "KI-Ethik" (Technikethik).

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