„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Personalität bei Robert Spaemann und Peter Singer

Sollte man Menschen und Tiere töten dürfen? Wenn ja: unter welchen Bedingungen? Wenn nein: welche Gründe sprechen dagegen? Einig sind sich die meisten Philosophen darin, dass das Vorhandensein von Personalität Garant für einen besonderen Lebensschutz sein sollte. Weniger einig sind sich Philosophen[1] allerdings bezüglich einer Begriffsbestimmung des Phänomens „Personalität“ und den daraus resultierenden ethischen Implikationen.

Der vorliegende Text soll eine Einführung in die Theorie der Personalität bieten, um darauf aufbauend zwei konträre philosophische Positionen zu thematisieren. Sowohl für Robert Spaemann als auch für Peter Singer wird das jeweilige Verständnis von Personalität und dessen ethischen Implikationen für die Medizin- und Tierethik untersucht. Während Spaemann, ein entschiedener Sterbehilfe- und Abtreibungsgegner, jegliche Relativierungen des Rechts auf und Bedingungen für das Leben ablehnt, setzt sich Singer für seinen Eigenschaftsansatz ein, der Personalität und somit auch ein Mehr an Rechten an Bedingungen und Fähigkeiten koppelt.

Beide Positionen werden abschließend in einer Synopse gegenübergestellt und zusammengefasst.

1. Zum Begriff „Personalität“

„Personalität“ kann als Zugehörigkeit von Individuen zur Klasse der Personen und als passive wie aktive Eigenschaft von Lebewesen verstanden werden, die an sozialen Interaktionen teilnehmen. Um herauszufinden, wer dem Personenkreis zuzuordnen ist, werden in der Regel zentrale Eigenschaften als Bedingungen formuliert. Darunter fallen vor allem Rationalität, Selbstbewusstsein, ein Wissen um die eigene zeitlich ausgedehnte Existenz und das Verständnis für die evaluativen und normativen Aspekte der Wirklichkeit (d.h. der Natur und der sozialen Welt).[2] Analog zu John Locke sind die relevanten Eigenschaften hier psychisch-mentaler Art. Oft werden die beschriebenen Eigenschaften dazu benutzt, um den Menschen vor anderen bekannten Lebewesen darüber auszuzeichnen. Durch die Primatenforschung wissen wir allerdings, dass (zumindest) auch alle Großen Menschenaffen ähnlich empfindungs- und leidensfähig wie der Mensch sind, über Selbstbewusstsein verfügen, zu vorausschauendem Denken und intelligentem und sogar altruistischen Handeln fähig sind. Der Unterschied kann also nur als ein gradueller gewertet werden. Die sakrosankte Trennlinie zwischen Mensch und Tier verliert in der philosophischen Diskussion um die Person ihre Schärfe.

Die oben beschriebene Zuschreibung des Personenstatus anhand psychisch-mentaler Merkmale forciert die Problematik ethisch relevanter Grenzfälle, die neben der schwierigen artübergreifenden Grenzziehung auch auf die Spezies Mensch zutrifft. Beispielsweise verfügen menschliche Embryos oder geistig schwer behinderte Menschen nicht über alle Fähigkeiten, die gemeinhin mit einer Person verbunden werden. Das kann deshalb zum Problem werden, weil die Eigenschaften, die mit dem Personsein verbunden sind, die Grundlage für einen besonderen rechtlichen und ethischen Status (Personenstatus) bilden.[3] Der Begriff der Person ist deshalb u.a. im Recht, in der Philosophie und der Religion von großer Bedeutung.

2. Personalität bei Robert Spaemann

2.1. Biographie

Robert Spaemann wurde am 5. Mai 1927 in Berlin geboren und ist der Sohn eines katholischen Priesters. Er studierte Philosophie, Geschichte, Theologie und Romanistik und habilitierte in Philosophie und Pädagogik mit einer Arbeit über François Fénelon.[4] Der katholische Glaube Spaemanns ist oft Mittelpunkt bzw. Ausgangspunkt seiner Philosophie. So auch in einem seiner Hauptwerke: „Personen“, das 1996 veröffentlicht wurde und im Folgenden behandelt werden soll.

2.2. Personalität bei Spaemann

Personen haben gemäß Spaemann eine Sonderstellung, weswegen es besonders wichtig sei, zwischen „etwas“ und „jemandem“ unterscheiden zu können. Spätestens seit Kant wurde der Personenbegriff zum zentralen Begriff der Begründung von Menschenrechten. Seitdem gibt es auch einen Diskurs darüber, ob die Menschenrechte für alle Menschen gelten und ob es einen Unterschied zwischen Menschen und Personen gibt.[5] Die Versuche der Philosophie, die Merkmale des Personseins zu bestimmen, gehen derweil in zwei Richtungen.

Die eine Richtung versucht durch eine Prädikatenbestimmung, das für die Personalität wichtige Merkmal der Vernunft herauszustellen.[6] Strawson z.B. sieht es als wesentlich an, dass Personen sowohl Träger mentaler als auch psychischer Prädikate und nicht nur „denkende Dinge“ im Sinne Descartes sind.[7] Gemäß Spaemann ist der Ausdruck „mentale Prädikate“ definitorisch zu weit, wenn damit jede Art von subjektivem Erleben gemeint sein soll. Auch Rotkehlchen hätten seiner Meinung nach eine Art „Innenseite“, weswegen er auf Autoren verweist, die diese Innenseite weiter zu bestimmen versucht haben. Unter diese Merkmale fallen Selbstbewusstsein, Erinnerung, ein Verhältnis zum eigenen Leben als Ganzem und ein Interesse an diesem Leben.[8] Auch Max Scheler hat Personen als Subjekte verschiedener Arten intentionaler Akte definiert.[9] Wenn die Prädikatenbestimmung für die Personalität konsequent zu Ende gedacht wird, können nicht alle Menschen zu jeder Zeit ihres Lebens oder in jeder Verfassung ihres Bewusstseins auch als Personen bezeichnet werden. Menschen können z.B. nicht zu Personen werden, wenn ihnen von Anfang an die Aufnahme in die Anerkennungsgemeinschaft verweigert wurde, die diese Entwicklung erst möglich machen könnte. Somit wären Kleinkinder und geistig schwer behinderte Menschen aus dem Personenkreis ausgeschlossen, weil sie nicht über die entsprechenden Merkmale verfügen.[10]

Spaemann kritisiert diese erste Denkrichtung, wonach die Zuschreibung von Personalität über eine Prädikatenbestimmung geleistet wird, und geht dabei explizit auf den australischen Tierschutzphilosophen und Ethiker Peter Singer ein. Diesem nach gäbe es keinen Grund, den Menschen einen Rechtsanspruch auf das Leben zuzugestehen, nur weil sie Menschen sind. Dies sei eine unmoralische Parteilichkeit zugunsten der eigenen Spezies, die Peter Singer als „Speziesismus“ bezeichnet.

Die andere Richtung stellt den sozialen Charakter des Personseins in den Mittelpunkt, für den das gegenseitige Anerkennungsverhältnis für Personen konstitutiv ist. Demzufolge sind Personen nicht aufgrund bestimmter Artmerkmale (im Sinne der Prädikatenbestimmung) Personen, sondern verdanken ihren Status einem Kommunikationsgeschehen. Als Väter dieses Gedankens gelten Fichte und Hegel.[11]

Spaemann ist Vertreter dieser zweiten These und distanziert sich von der Anerkennung einer Entität als Person aufgrund bestimmter Artmerkmale. Wichtiger sei „die Zugehörigkeit zu einer Art, deren typische Exemplare über diese Merkmale verfügen“.[12] Personen sind demnach Individuen, weswegen es für die Anerkennung eines Menschen als Person nicht auf das individuelle Auftreten bestimmter Artmerkmale ankomme, sondern nur auf die Zugehörigkeit zur Art.[13]Daraus lässt sich schließen: Nach Spaemann sind alle Menschen auch Personen. Er schließt aber nicht aus, dass auch andere Lebewesen Personen sein können.[14]

Spaemann postuliert einen allgemeinen Begriff der „Natur des Menschen“ und hält den genalogischen Zusammenhang von Menschen für besonders wichtig, der sich darüber auszeichnet, dass die meisten menschlichen Erwachsenen durch jene Merkmale ausgezeichnet sind, die uns veranlassen, sie „Personen“ zu nennen.[15] Dieser Zusammenhang begründe die Personengemeinschaft, die wir „Menschheit“ nennen. Weiterhin distanziert er sich von Philosophen wie Singer, die der Ansicht sind, dass man nicht per Geburt oder Zeugung, sondern eher durch Selbstbewusstsein und Kooptation durch die anderen Mitglieder der Gemeinschaft als Person bezeichnet werden kann.[16]

Spaemann formuliert sechs Gründe für die Unhaltbarkeit dieser These und für die seiner Meinung nach intuitive Überzeugung, dass alle Menschen Personen sind:

1) Es kommt für die Anerkennung als Person nicht auf das Vorhandensein der Merkmale (für Personalität) an, sondern auf die Zugehörigkeit zu einer Art, deren typische Exemplare über diese Merkmale verfügen.

Spaemann betont mit diesem Argument das Verhältnis der Verwandtschaft (genealogisches Verhältnis). Gerade weil der Mensch immer in einem Verhältnis von Nähe und Ferne steht, ist dieses Verhältnis von personaler und dadurch ethischer Relevanz. Menschen seien immer auch Verwandte und stünden deshalb in einem personalen Verhältnis zueinander. In diese Personengemeinschaft tritt der Mensch laut Spaemann sui juris, d.h. als geborenes Mitglied ein.[17]

2) Es gibt keinen gleitenden Übergang von „etwas“ zu „jemandem“.
Es ist wichtig, dass man Menschen von Geburt an als jemanden und nicht als etwas behandelt, damit sich die Eigenschaften entwickeln, die diesen Umgang retrospektiv rechtfertigen. Mütter beispielsweise behandeln ihre Kinder von Anfang an als personales Gegenüber und nicht als zu manipulierenden Gegenstand. Das Symbolverstehen, also das Verstehen von Worten, wird beim Sprechen mit dem Säugling als Voraussetzung kontrafaktisch vorausgesetzt, damit es faktisch eingeholt werden kann.

3) Nur, weil die Intentionalität (als Bedingung für Personalität) nicht erkennbar ist, kann sie dennoch vorhanden und von Gott erkennbar sein.

Laut Spaemann können wir zwar zweifelsfrei das Vorliegen von Intentionalität bestimmen, nicht aber in gleichem Maße über das Nichtvorliegen entscheiden. So kann es sein, dass jemand intentional handelt, ohne dass Beobachter dies erkennen könnten. Der Mensch könne deshalb trotzdem vor Gott auf die gleiche Weise verantwortlich sein wie jeder „vernünftige“ Mensch.[18]

4) Jeden Menschen als Person zu sehen, fördert das Gute im Menschen.

Menschen sind auch dann Personen, wenn sie nicht die dafür gängigen Merkmale aufweisen, sie sind nur krank. Würden wir diesen Menschen nicht helfen, wäre der Sinn einer „Personengemeinschaft“ verwirkt.[19]

5) Personen sind die transzendentale Bedingung von Möglichkeiten.

Personalität ist nicht als Ergebnis einer Entwicklung, sondern immer schon als die charakteristische Struktur einer Entwicklung zu sehen. Personen verstehen sich als zeitübergreifende Einheiten. So sagt man beispielsweise nicht, dass etwas geboren wurde, aus dem dann „ich“ wurde. Aus etwas kann niemals jemand werden.[20]

6) Personenrechte haben einen unbedingten Anspruch.

Personenrechte sind nur unbedingte Rechte, wenn sie nicht von der Erfüllung qualitativer Bedingungen abhängig gemacht werden, über deren Vorliegen jene entscheiden, die bereits Mitglieder der Rechtsgemeinschaft sind (Kooptation).[21]

Spaemann zufolge ist der Mensch also immer eine Person. Darüber hinaus können aber auch andere Lebewesen Personen sein.

2.3. Ethische Implikationen von Spaemanns Personendefinition[22]

Spaemann fordert die Einhaltung der Menschenrechte, die zugleich Personenrechte sind, für alle Menschen. Das tut er im Gegensatz zu Singer unabhängig von einer Prädikatenbestimmung. Demnach sind also nicht bestimmte Eigenschaften (z.B. Bewusstsein) notwendig, um den Personenstatus zuerkannt zu bekommen. Eigenschaftsansätze, und explizit jener Singers, sind gemäß Spaemann unmoralisch. Spaemann begreift (menschliche) Personen als zeitübergreifende Einheiten mit verschiedenen Entwicklungsstadien („Aus etwas wird nicht jemand.“). Zusammen mit dem früheren Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde formulierte er folgenden Grundsatz: „Wenn es überhaupt so etwas wie Rechte der Person geben soll, kann es sie nur geben unter der Voraussetzung, dass niemand befugt ist, darüber zu urteilen, wer Subjekt solcher Rechte ist.“.

2.3.1. Tierethik

Aufgrund der Tatsache, dass Tiere leidensfähig sind und Bestandteil der Schöpfung (sic!), spricht sich Spaemann nicht nur gegen Tierversuche, sondert fordert auch generell, das Leiden der Tiere zu minimieren. Das Argument, der Mensch könne aufgrund seiner Überlegenheit über die Tiere verfügen, lehnt er ab zugunsten der Forderung, dass unsere Selbstachtung es uns gebietet, das Leben von Tieren artgemäß und ohne die Zufügung schweren Leidens geschehen zu lassen.[23]

2.3.2. Medizinethik

In seinen Reden, Interviews und Veröffentlichungen setzt sich Spaemann deshalb gegen eine Liberalisierung der Sterbehilfe und die Abtreibung ein und argumentiert mit dem Dammbruchargument (Slippery Slope). Demnach hätte die juristische Legalisierung der Sterbehilfe Stück für Stück weitere und zwar negative Konsequenzen zur Folge. So könne bei der Sterbehilfe nicht immer rational entschieden werden, der Todeswunsch in einem anderen Lebensabschnitt wieder verworfen sein. Die Selbstbestimmung des Menschen über das eigene Lebensende birgt die Gefahr, dass bei fehlender Autonomie des Subjekts andere in stellvertretender Wahrnehmung in einem „wohlverstandenen Interesse“ über sein Leben entscheiden können.[24]

Spaemann wendet sich außerdem gegen eine künstliche Lebensverlängerung, weil „der Mensch [damit] um den Akt des Sterbens“ betrogen würde.[25]

3. Personalität bei Peter Singer

3.1. Biographie

Peter Singer wurde am 6. Juli 1946 in Melbourne (Australien) von zwei Wiener Juden geboren, die in Reaktion auf den aufkeimenden Nationalsozialismus Deutschlands nach Australien auswanderten. Singer ist heute Dozent für Bioethik an der Princeton University und hatte zuvor als Philosophiedozent in Oxford, der New York University und der La Trobe University gearbeitet. Er gilt als Verfechter des Präferenzutilitarismus, dessen Konzeption er maßgeblich entwickelt hat.

3.2. Präferenzutilitarismus

Der Präferenzutilitarismus ist eine Moralphilosophie, die konkrete Orientierungsangebote für Menschen in Handlungssituationen liefern soll. Moralische Probleme treten insbesondere dann auf, wenn wir uns nicht über die richtige Entscheidung sicher sind.

Der Präferenzutilitarismus ist eine Weiterentwicklung des klassischen Utilitarismus. Grundannahme des klassischen Utilitarismus ist es, dass Lebewesen am liebsten das machen, was ihnen Freude bereitet und Schmerzen und Leiden vermeiden wollen. Bentham und Mill plädieren deshalb für ethische Entscheidungen, die sich dem „größten Glück der größten Zahl“ verschreiben. Singers Präferenzutilitarismus geht nicht vom Glücksbegriff aus, sondern setzt anstelle dessen die Interessen bzw. Präferenzen aller an einer moralischen Handlung beteiligten Lebewesen. Außerdem spricht er sich explizit gegen die Priorisierung einzelner Interessen aus. In seiner „Praktischen Ethik“ formuliert Singer dies als formales Prinzip der Gleichheit:

„Das Wesentliche am Prinzip der gleichen Interessenabwägung besteht darin, dass wir in unseren moralischen Überlegungen den ähnlichen Interessen all derer, die von unseren Handlungen betroffen sind, gleiches Gewicht geben. […] Interesse ist Interesse, wessen Interesse es auch immer sein mag. […] Das Prinzip der gleichen Interessenabwägung funktioniert wie eine Waagschale: Interessen werden unparteiisch abgewogen. […] Das Prinzip der gleichen Interessenabwägung verbietet es,    unsere Bereitschaft, die Interessen anderer Personen abzuwägen, von ihren Fähigkeiten oder anderen Merkmalen abhängig zu machen, außer dem einen: eben dass sie   Interessen haben. Natürlich können wir nicht wissen, wohin uns die gleiche Interessenabwägung führen wird, bevor wir die Interessen der Personen kennen, und das kann entsprechend ihren Fähigkeiten und anderen Merkmalen variieren.“[26]

Moralisch richtig sind gemäß Präferenzutilitarismus folglich die Handlungen, die die Präferenzen aller Betroffenen fördern. Der Präferenzutilitarismus ist insofern egalitär, als dass er die Interessen aller gleichermaßen berücksichtigt und willkürliche Unterscheidungen unterbindet. Trotzdem beinhaltet diese Konzeption ein gewisses moralisches Kalkül: Es kann ratsam sein, nach einem Erdbeben der Schmerzlinderung einer Ärztin den Vorrang zu geben, damit sie andere Opfer behandeln kann. Die Schmerzen der Ärztin aber zählen nur einmal und ohne zusätzliches Gewicht.[27] Moralisch falsch wäre es laut Singer beispielsweise, eine Person zu töten, die ein Interesse daran hat, weiterzuleben. Präferenzutilitaristen unterscheiden allerdings zwischen der Tötung einer Person und der Tötung eines anderen Lebewesens.

3.3. Personalität bei Singer

Singer versteht Personen als rationale und selbstbewusste Wesen und orientiert sich an der Definition John Lockes, der eine Person als „ein denkendes intelligentes Wesen [beschreibt], das Vernunft und Reflexion besitzt und sich als sich selbst denken kann, als dasselbe denkende Etwas in verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten“.[28] Das Personensein wird über zentrale Eigenschaften bestimmt, deren Vorhandensein oder Nichtvorhandensein ausschlaggebend ist (Eigenschaftsansatz). Bestandteil dieser zentralen Eigenschaften können auch andere Eigenschaften sein. So impliziert Rationalität zumeist Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein und in der Regel die Fähigkeit, zukunftsorientiert zu denken. Fische beispielsweise begreifen sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht als Selbst. Gemäß Präferenzutilitarismus wäre es folglich moralisch nicht verwerflich, einen Fisch zu töten, wenn er dadurch nicht leiden müsste (Fische haben Schmerzrezeptoren und deshalb ein Interesse daran, nicht zu leiden).

Singer unterscheidet sich mit seinem Personalitätsverständnis von Philosophen, die das Personensein an das Menschsein koppeln oder sogar gleichsetzen. Konnotiert wird der Personenbegriff traditionell mit der Menschenwürde oder menschlichen Rechten. Weil andere Tiere (z.B. Delfine, Primaten, Schweine oder Raben) auch rationale und selbstbewusste Lebewesen sein können, oder zumindest komplexere kognitive Fähigkeiten als manche Menschen (z.B. geistig schwer Behinderte oder Embryos) aufweisen, entkoppelt Singer den Personenbegriff vom Gattungsbegriff „homo sapiens“. Singer distanziert sich von dogmatischen (oft religiösen) Setzungen und lehnt das Spezies-Zugehörigkeitsargument aus den Gründen der Unparteilichkeit, respektive des formalen Prinzips der Gleichheit, ab. Die Zugehörigkeit zur Spezies Mensch allein sei kein hinreichender Grund, um in den Personenkreis aufgenommen zu werden. Philosophen wie Spaemann, die das Menschsein untrennbar an das Personensein koppeln, wirft er Speziesismus vor und vergleicht sie im Zusammenhang mit der Tötung von Lebewesen sogar mit Rassisten:

„Dem Leben eines Wesens bloß deshalb den Vorzug zu geben, weil das Lebewesen unserer Spezies angehört, würde uns in eine unangenehme Position bringen. Sie gleicht jener der Rassisten, die denen den Vorzug geben, die zu ihrer Rasse gehö  ren.“[29]

3.4. Ethische Implikationen von Singers Personendefinition

Singer unterscheidet moralisch, und das dürfte ihm die meisten negativen Kritiken eingebracht haben, nicht zwischen der Tötung eines Menschen und der eines Tieres. Es ist laut Singer nicht per se schlechter, einen Menschen zu töten, nur weil er ein Mensch ist. Entscheidender ist, ob das Lebewesen eine Person ist oder nicht. Vor allem, weil es ein selbstbewusstes Wesen ist, das sich seiner selbst als einer distinkten Entität bewusst ist, mit einer Vergangenheit und Zukunft.[30] Würde man einer solchen Person das Leben nehmen, durchkreuzt man seine Wünsche für die Zukunft, die von zentraler Bedeutung für ihr Leben sind. Schnecken haben keine Wünsche und Pläne für die Zukunft und sind sich ihrer selbst nicht bewusst. Genauso wenig wie menschliche Embryos und sogar Neugeborene.

Gerade weil Singer seine Moralkonzeption auch für ihre praktische Anwendung entwarf, kann ihre Tragweite und Ausgestaltung anhand einiger Gegenstände exemplifiziert werden. Der Präferenzutilitarismus ist dabei in nachfolgenden Gebieten gerade wegen seiner Rationalität und Unparteilichkeit in Kritik geraten.

3.4.1. Tierethik

Bei ethischen Entscheidungen, in denen auch Tiere betroffen sind, werden deren Präferenzen mit in das Kalkül einbezogen. Gerade weil auch Tiere komplexere kognitive Fähigkeiten als manche Menschen (u.a. Embryonen, Säuglinge, Demente) aufweisen können, ist die moralische Bevorteilung des Menschen aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Spezies Mensch zu vermeiden. Durch die Interessenabwägung lässt sich ableiten, dass das Quälen der Tiere in jedem Fall unterbunden werden muss. Jedes Tier, das Schmerzrezeptoren besitzt, hat ein Interesse daran, nicht zu leiden. Schwieriger wird diese Interessensabwägung bei der Tierzucht. Schweine beispielsweise sind weitaus intelligenter und somit leidensfähiger als Kühe. Sie verfügen zudem über eine bessere Antizipationsfähigkeit. Gesetzt den Fall, das Tier hätte durch eine artgerechte Haltung ein glückliches Leben gehabt und wäre ohne Angst und Leid schlagartig getötet worden, um gegessen zu werden, dürfte diese Handlung an Tieren, die über keine distinkte Identität verfügen, moralisch keine Probleme verursachen. Die (artgerechte) Haltung von Menschen zum Verzehr wiederum wäre unmoralisch, weil der Mensch über bessere Kommunikationssysteme verfügt, Wissen tradieren kann und alle davon wissenden Menschen somit in Angst leben müssten. Tötet man einen Menschen so durchkreuzt man damit auch seine Wünsche für die Zukunft, die andere Tiere nicht oder nur in geringerem Ausmaß haben.[31]

Peter Singer spricht sich aufgrund der Interessen der Tiere gegen Massentierhaltung oder Tierversuche aus. Auch der Fleischverzicht ist bei geeigneten Ersatzprodukten (was z.B. auf die Inuit nicht zutrifft) eine Handlung, die zugunsten der Interessen aller beteiligten Lebewesen moralischer ist. Wäre aber die Züchtung von Tieren ohne Schmerzempfinden möglich, wäre ihr Verzehr moralisch legitim.[32]

3.4.2. Medizinethik

Weitaus kontroverser sind Singers moralische Handlungsangebote respektive die Anwendung des Präferenzutilitarismus im Kontext der Medizinethik. Wie bereits ausgeführt misst Singer der Tatsache, dass ein Individuum der Spezies Mensch angehört, keinen besonderen moralischen Wert bei. Die Medizinethik fokussiert vor allem moralische Probleme am Anfang (u.a. Abtreibung) oder am Ende des Lebens (u.a. Sterbehilfe).

Singer spricht sich gegen das Prinzip der „Heiligkeit des Lebens“ aus und ist, anders als beispielsweise Spaemann, der Meinung, dass es moralisch ausgedient hat. So vertritt er auch die These, dass ein Embyro kein Recht auf Leben habe. Beispielsweise wäre es laut Singer unmoralisch, ein Kind auf die Welt zu bringen, das mit einer unheilbaren Krankheit leben und nach wenigen Jahren und viel Leid sterben müsste. Auch behinderten Neugeborenen räumt er nicht per se ein Lebensrecht ein, wenn sie auf der Welt viel Leid zu befürchten hätten.[33]  Während diese Positionen auch in der Praxis durch Ärzte Zuspruch finden, allerdings in dieser Klarheit von kaum einem Philosophen öffentlich vertreten werden, steht die nachfolgende Position Singers eher alleine da und führte auch im deutschsprachigen Raum zu viel negativer Kritik.[34]

Im Gegensatz zu den meisten Medizinethikern macht Singer bei einer Abtreibung keinen Unterschied, ob das Kind bereits geboren ist oder noch während der Schwangerschaft getötet wird. Während für die meisten Ethiker die Geburt eine klare Grenze markiert, durch die das Neugeborene moralisch anders zu behandeln sei, ändert sich der moralische Status des Kindes für Singer durch die Geburt nicht. Entscheidender seien andere Faktoren wie die Fähigkeit zur Empfindung von Schmerz oder der Entwicklung des Selbstbewusstseins. Ein Frühgeborenes im Alter von 32 Wochen hätte folglich keinen anderen moralischen Status als ein Kind mit 36 Wochen im Uterus.[35]

Bezogen auf das Lebensende plädiert Singer für die Sterbehilfe. So sollte „wer sein Leben nicht mehr für lebenswert hält und einen vernünftigen Grund hat zu glauben, dass sich das nicht ändert, (…) Zugang (zur Sterbehilfe, Anmerk. F.K.) bekommen.“[36]

4. Synopse und Fazit

Die Positionen von Spaemann und Singer sind in vielen Belangen sehr unterschiedlich. Ein Teil dieser Differenzen ist auf den philosophischen Zugang zurückzuführen. Während Spaemann als wertkonservativer Idealist bezeichnet werden kann, dessen Moralvorstellungen und Prämissen vor allem durch die Deontologie Kants geprägt wurden, muss Singers Philosophie als stark rational und weiterentwickelte Form des klassischen Utilitarismus verstanden werden. Spaemann nimmt Anleihen bei Kant, argumentiert mit Konzepten wie „Menschenwürde“ und orientiert sich an normativen Pflichten. Singers Ansatz hingegen ist stark utilitaristisch geprägt. Sein Anliegen ist die Leidverminderung bei gleichzeitiger Berücksichtigung aller Interessen. Diese Philosophie hat er weniger für die Theorie als für die Praxis geschrieben, er hat also den Anspruch, einen moralpraktischen Orientierungsrahmen zu bieten.

Vor allem in der jeweiligen Begriffskonzeption von Personalität wird der Unterschied beider Positionen deutlich. Für Spaemann ist das Personsein untrennbar mit dem Menschen verbunden, der Mensch ist qua Geburt eine Person und deshalb automatisch Träger von Personenrechten. Singer hingegen vertritt einen Eigenschaftsansatz, wodurch nur als Person bezeichnet werden kann, wer ein rationales und selbstbewusstes Wesen ist (also z.B. keine Embyros oder geistig behinderte Menschen). Eine ethische Bevorteilung der eigenen Spezies nennt Singer „Speziesismus“.

Ethische Implikationen dieser Prämissen sind u.a., dass Spaemann sich gegen die Abtreibung und die Sterbehilfe ausspricht, während Singer zur Minimierung von Leid beides unter bestimmten Bedingungen befürwortet.

Letzterer moralischen Haltung schließt sich Spaemann auch in Fragen der Tierethik an. Hier plädieren beide gleichermaßen für die Reduzierung von Leid, was den Vorwurf des Speziesismus von Singer an Spaemann berechtigt wirken lässt.

Eine abschließende Beurteilung der beiden Moralkonzeptionen kann nur schwer geleistet werden. Deontologen werden sich Spaemanns Ansätzen anschließen, während Utilitaristen womöglich Singers Thesen den Vorzug geben. Die Position Spaemanns ist in Deutschland womöglich vor allem aufgrund der starken deontologischen Ausrichtung der hiesigen Philosophie geläufiger, während Singers Position in einer eher utilitaristisch geprägten angelsächsischen Philosophie auf Anklang stoßen dürfte.

Die Beurteilung der Folgen beider Ansätze ist kompliziert. Spaemanns Position hat zumindest in der Rechtsprechung durch die Kriminalisierung der Sterbehilfe 2015 ihre Entsprechung gefunden, während die Ärzte dieses Gesetz zu großen Teilen als unmoralisch bezeichnen und deswegen ablehnen. Eindeutig führt Spaemanns Moral hier zu mehr Leid. Vor allem die Tatsache, dass man zwar ein Recht auf Leben haben soll, nicht aber das Recht auf das Sterben innehat, erscheint an Spaemanns Konzeption inkonsistent.

Die Abtreibung hingegen wurde vor allem durch die Emanzipationsbewegung zur autonomen Entscheidung der schwangeren Frau erklärt und ist in Deutschland, in der Regel innerhalb der ersten drei Monate, legal. Hier fällt ein moralisches Kalkül besonders schwer, weil die Kinder in der Regel zwar über Schmerzrezeptoren, nicht aber über ein Bewusstsein verfügen.

Würden alle Ärzte und Frauen nach Singers Moralkonzeption handeln, gäbe es wahrscheinlich weitaus mehr Tote, womöglich aber auch weniger Leid. Spaemanns Kritik an Singer ist durch Dammbruchargumente geprägt, die durch die Erfahrungen mit der Sterbehilfe z.B. in den Niederlanden widerlegt werden können.

Singers Moralkonzeption ist allerdings kontraintuitiv. Sein Präferenzutilitarismus ist rational nachvollziehbar, unterminiert aber unsere (wahrscheinlich) evolutionäre Bevorzugung der eigenen Spezies in moralischen Problemsituationen. Moralische Handlungen, die zumindest rational nachvollziehbar sind, könnten von Menschen dennoch abgelehnt werden. Insbesondere ist hier die Tötung eines geborenen Säuglings zu nennen, das gemäß seiner Eigenschaften laut Singer keinen Unterschied zu einem Embryo in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium aufweist. In der Beurteilung der meisten Menschen wäre die Tötung eines Säuglings wohl unmoralischer als die Tötung eines Embryos. Auch im Bereich der Tierethik werden die meisten Menschen intuitiv die eigene Spezies bevorzugen, während sie trotzdem an dem moralischen Minimalstandard der Verminderung von Leid festhalten können. Beispielsweise würde niemand, wenn er die Wahl hätte, 20 Kühe anstelle eines Menschen retten.

In der Praxis werden also beide Moralkonzeptionen Anwendung finden. Während der deontologische Ansatz Spaemanns moralisch und rational nicht haltbar ist, erscheint Singers Ansatz aufgrund seiner kontraintuitiven Wesenheit unmenschlich. Für die Moralphilosophie ist die Beschäftigung und der diskursive Austausch verschiedener Konzepte gerade deswegen so wichtig.

 

Robert Spaemann

Peter Singer

Philosophische

Verortung

– Idealist

– theologisch geprägt (wertkonservativ)

– praktischer Ethiker

– Naturalist und Rationalist

– Utilitarist

Personendefinition

– Personen als zeitübergreifende Einheiten mit verschiedenen Entwicklungsstadien

– eng an die Menschenwürde gekoppelt

– Personen als rationale und selbstbewusste Wesen

Bedingungen für Personenstatus

– beim Menschen: genealogische Zugehörigkeit (zur Spezies Mensch)

– Personenstatus qua Geburt

– bei Tieren: Vorhandensein von Eigenschaften, die Wesen als Person klassifizieren

– bei allen Lebewesen: Prädikate (Eigenschaften), v.a. Selbstbewusstsein

 

Ethische Implikationen für die Medizinethik

Sterbehilfe

Gegen Sterbehilfe

Argument: Dammbruchargument (unkalkulierbare weitere negative Folgen bei Legalisierung)

Für Sterbehilfe

Argument: Wer leidet und vernünftige Gründe vorweisen kann, soll autonom über das eigene Lebensende entscheiden dürfen.

Abtreibung

Gegen Abtreibung

Argument: Der Mensch ist Person qua Geburt und das Leben (einer Person) ist heilig.

Für Abtreibung

Argument: Wenn mit der Abtreibung Leid verhindert werden kann, ist sie moralisch geboten.

 

Ethische Implikationen für die Tierethik

Tierversuche

Gegen Tierversuche

Argument: Tiere sind leidensfähig und Teil der Schöpfung.

Gegen Tierversuche

Argument:

Die Interessen der Tiere werden verletzt, ihnen wird Leid zugefügt.

Tiere als Ressource

Das Leiden der Tiere soll minimiert werden.

Bei geeigneten Ersatzprodukten sollte von Tierprodukten abgesehen werden, weil so alle Interessen berücksichtigt würden. Das Leiden der Tiere soll minimiert werden.

5. Quellen und Fußnoten

[1] Ich verwende der einfachen Lesbarkeit halber das generische Maskulinum stellvertretend für beide Geschlechter.

[2] Quante, Michael (2007): Person. 2. Erweiterte Auflage. Berlin – New York: De Gruyter. S. 1.

[3] Vgl. ebd.

[4] Spaemann, Robert; Sattler, Stephan (2012): Über Gott und die Welt: Eine Autobiographie in Gesprächen. Stuttgart: Clett-Kotta.

[5] Spaemann, Robert (1996): Personen. Versuche über den Unterschied zwischen „etwas“ und „jemand“. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 10.

[6] Vgl. ebd. S. 9.

[7] Strawson, P.F. (1972): Einzelding und logisches Subjekt. Leipzig: Reclam. S. 134.

[8] Vgl. Spaemann 1996. S. 9.

[9] Scheler, Max (1971): Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik. Gesammelte Werke Band 2. 6. Auflage. Bern: Francke Verlag. S. 382 f.

[10] Vgl. Spaemann 1996. S. 10.

[11] Vgl. ebd. S. 9.

[12] Spaemann 1996. S. 11.

[13] Vgl. ebd.

[14] Vgl. ebd. S. 253.

[15] Vgl. ebd. S. 254.

[16] Vgl. ebd.

[17] Vgl ebd. 255 f.

[18] Vgl. ebd. S. 258 f.

[19] Vgl. ebd. S. 259 ff.

[20] Vgl. ebd. S. 261.

[21] Vgl. ebd. S. 262 f.

[22] Leider können die Positionen sowohl Spaemanns als auch Singers aufgrund des Umfangs der vorliegenden Arbeit nur fragmentarisch und exemplarisch ausgeführt werden.

[23] Spaemann, Robert (1984): Tierschutz und Menschenwürde. In: Ursula M. Händel (Hrsg.): Tierschutz – Testfall unserer Menschlichkeit. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag. S. 78.

[24] Spaemann, Robert (2006): Wider die Totmacher. Eine Antwort auf den Essay von Julian Nida-Rümelin. Unter: http://cicero.de/berliner-republik/wider-die-totmacher/37441 (Abgerufen am 2.4.2017)

[25] Spaemann, Robert: Euthanasie. In: Die Zeit Nr. 7 vom 12. Februar 2015. S. 40.

[26] Vgl. Singer, Peter (2013): Praktische Ethik. Dritte Auflage. Stuttgart: Reclam. S. 52 ff.

[27] Vgl. ebd.

[28] Vgl. ebd. S. 142 f.

[29] Vgl. ebd. S. 143.

[30] Vgl. ebd. S. 145.

[31] Vgl. ebd. S. 146 ff.

[32] Singer, Peter im Interview mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) (2015): Ein Embryo hat kein Recht auf Leben. Unter: https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/philosoph-peter-singer-ein-embryo-hat-kein-recht-auf-leben-1.18547574 (Abgerufen am 1.4.2017).

[33] Vgl. ebd.

[34] Das zitierte Interview mit der Neuen Züricher Zeitung führte letztlich zur Ausladung zu diversen Veranstaltungen in Deutschland, an denen Singer partizipieren sollte. Aufgrund des begrenzten Umfangs der vorliegenden Arbeit sei nachfolgend auf einen Artikel verwiesen, der die Rezeption Singers im deutschsprachigen Raum chronologisch und kritisch analysiert:

Daer, Kevin M. (2016): Zwischen Ein- und Ausladung: Peter Singer in Deutschland. In: Aufklärung und Kritik. Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie. Nürnberg: Gesellschaft für kritische Philosophie. S. 114-125.

[35] Singer, Peter im Interview mit der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) (2015): Ein Embryo hat kein Recht auf Leben. Unter: https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/philosoph-peter-singer-ein-embryo-hat-kein-recht-auf-leben-1.18547574 (Abgerufen am 1.4.2017).

[36] Vgl. ebd.

Gastbeitrag von: Felix Kruppa

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