„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Argumente Pro- und Contra Reduktionismus

1. Argumente für den Reduktionismus

a. Wissenschaftsgeschichte

Der Reduktionismus ist meistens dadurch motiviert, dass sich Personen beeindruckt vom Erklärungserfolg der modernen Naturwissenschaften zeigen. Man kann unter Verweis auf diesen Erklärungserfolg ein induktives Argument für den Reduktionismus formulieren: Da sich bei so vielen Theorien gezeigt hat, dass eine Reduktion prinzipiell möglich sei, sollte man davon ausgehen, dass auch in den bislang unerklärten Bereichen Reduktionen möglich sind. Aus einer reduktionistischen Perspektive kann man zudem darauf verweisen, dass die Wissenschaftsgeschichte gezeigt habe, dass Theoriebereiche, die sich der Reduktion grundsätzlich entzogen haben, weitgehend aus der Wissenschaft verbannt wurden. Klassische Beispiele sind der Gottes-, der Hexen­glaube oder die Astrologie.

Gegen eine Begründung des Reduktionismus aus der Wissenschaftsgeschichte kann Verschiedenes eingewandt werden. Zum einen ist es möglich, daran zu zweifeln, dass wirklich für viele Theorien gezeigt worden ist, dass eine Reduktion möglich ist. Durchgeführt worden sind Reduktionen nämlich bislang immer nur für sehr begrenzte Bereiche. Zudem kann man daran zweifeln, dass die Induktion überzeugend ist: Wenn sich eine Theorie A reduzieren lasse, so müsse dies eben noch lange nicht heißen, dass sich auch B reduzieren lasse (siehe auch: Induktionsproblem). Schließlich sind Theorien über verschiedene Phänomenbereiche oft auch sehr verschieden aufgebaut, so dass das Induktionsargument letztlich wie ein sehr ungewisser Analogieschluss wirkt.

b. Kausalität

In der Wissenschaftstheorie beziehen sich daher die meisten Argumente für den Reduktionismus nicht auf die Wissenschaftsgeschichte, sondern auf Überlegungen zur Kausalität. Die klassische Argumentation verweist darauf, dass es für ein Ereignis Ursachen auf verschiedenen Ebenen gibt. Ein Beispiel: Wenn eine Person eine Kopfschmerztablette einnimmt, so kann man für dieses Ereignis verschiedene Ursachen angeben, etwa: 1) die Empfindung von Kopfschmerzen – das wäre eine mentale Erklärung, 2) biologische Prozesse, die bestimmte Muskelkontraktionen auslösten oder 3) mikrophysikalische Prozesse, die andere mikrophysikalische Prozesse verursachen, die das Tablettenschlucken realisieren.

Nun argumentieren Reduktionisten, dass diese Vielfalt an Ursachen problematisch sei: Es sei höchst unplausibel, dass das Schlucken der Tablette gleich drei voneinander unabhängige Ursachen habe. Schließlich gibt es bei jeder Handlung eine solche Vielfalt von Ursachen und es wäre ein Wunder, wenn all diese Handlungen ständig mehrere voneinander unabhängige Ursachen hätten. Viel plausibler sei es, dass wir es hier letztlich mit einer Ursache zu tun haben: Die Kopfschmerzen seien letztlich nichts anderes als ein biologischer Prozess und der biologische Prozess wiederum nichts anderes als ein mikrophysikalischer Prozess. Wenn man nun aber diese Lösung des Problems der mehrfachen Ursachen akzeptiert, so müsse man hier auch den Reduktionismus akzeptieren, da die Kopfschmerzen ja letztlich mit einem mikrophysikalischen Prozess identifiziert werden.

c. Supervenienz

Auch wenn der Begriff der Supervenienz ursprünglich aus einer anti-reduktionistischen Motivation verwendet wurde, dient er doch heute oft der reduktionistischen Argumentation. Die Idee der Supervenienz ist folgende:

A superveniert über B, wenn sich A nicht ändern kann, ohne dass sich B ändert. Supervenienzbeziehungen lassen sich anhand von einfachen Beispielen erörtern: Die Tatsache, dass eine Person Haare auf dem Kopf hat, kann sich nicht ändern, ohne dass sich gleichzeitig etwas auf der mikrophysikalischen Ebene ändert. Daher superveniert diese Tatsache über der Mikrophysik – aber nicht umgekehrt. Nun stimmen Reduktionisten mit einigen Antireduktionisten darin überein, dass alles über der Mikrophysik superveniert: Politische, biologische oder psychologische Fakten können sich nicht ändern, ohne dass sich gleichzeitig mikrophysikalische Fakten verändern.

Nun wird argumentiert, dass sich diese Supervenienzbeziehungen nur im Rahmen einer reduktionistischen Theorie verständlich machen lassen. Ohne den Reduktionismus sei es vollkommen rätselhaft, dass alles über den mikrophysikalischen Fakten superveniert. Erkennt man jedoch den Reduktionismus an, gebe es eine ganz einfache Erklärung dafür, dass A über B superveniert: A ist nichts anderes als B.

Putnam-Oppenheim-Schema
Putnam-Oppenheim-Schema

2. Argumente gegen den Reduktionismus

Während der Reduktionismus über weite Teile des 20. Jahrhunderts die orthodoxe Position in der Wissenschaftsphilosophie war, werden seit rund 30 Jahren antireduktionistische Positionen immer populärer (siehe auch: Emergenztheorie). Dies hängt zum einen mit der Tatsache zusammen, dass sich die Wissenschaften im 20. Jahrhundert nicht vereinheitlicht, sondern weiter diversifiziert haben. Zum anderen hängt der neue Antireduktionismus eng mit der Entwicklung der Philosophie des Geistes und den Problemen, die bei der reduktiven Erklärung des Bewusstseins auftreten, zusammen.

a. Multiple Realisierungen

Der Aufsatz Special Sciences – The Disunity of Science as a Working Hypothesis
des Kognitionswissenschaftlers und Philosophen 
Jerry Fodor aus dem Jahre 1974 gehört zu den wohl einflussreichsten reduktionismuskritischen Texten. Nach Fodors These lassen sich Einzelwissenschaften wie die Psychologie oder
Ökonomie prinzipiell nicht auf die Mikrophysik reduzieren, da die Gesetze
 und Eigenschaften, die von den Einzelwissenschaften beschrieben werden, sich nicht durch die Gesetze und Eigenschaften der Physik wiedergeben lassen.

Fodor argumentiert, dass etwa ganz verschiedene Objekte die Eigenschaft haben, ein Zahlungsmittel zu sein – Gold, Dollars, Muscheln etc. Auch wenn diese Objekte also eine ökonomische Eigenschaft gemeinsam haben, die sie von allen anderen Objekten unterscheidet, sei es doch unwahrscheinlich, dass Gold, Dollars und Muscheln eine physikalische Eigenschaft haben, die sie von allen anderen Objekten abgrenzt. Doch dies heißt, dass diese ökonomische Eigenschaft eben nicht auf eine physikalische Eigenschaft zu reduzieren ist. In der Philosophie spricht man auch von einer multiplen Realisierung der Eigenschaft.

Illustration zu Fodors antireduktionistischem Argument: Die Makroeigenschaften (M1 und M2) sind durch verschiedene physische Eigenschaften (P1–P6) realisiert. Für das einheitliche Makrogesetz gibt es kein einheitliches physisches Mikrogesetz. Vielmehr sind die physischen Zustände durch verschiedene Kausalrelationen verbunden.

Fodor argumentiert zudem, dass die Einzelwissenschaften Gesetze beschreiben, die sich nicht auf physikalische Gesetze zurückführen lassen. Fodors Beispiel ist „Greshams Gesetz“: Existieren gleichzeitig zwei Währungen, von denen die eine wertvoller ist als die andere, so wird die wertvollere Währung aus dem Zahlungsverkehr gedrängt und gespart. Da Währungen nun multipel realisiert sind, scheint es plausibel, dass – je nach Realisierung – auf der mikrophysikalischen Ebene ganz verschiedene Gesetze involviert sind. Dies bedeutet aber, dass sich auch einzelwissenschaftliche Gesetze nicht reduzieren lassen und somit die Einzelwissenschaften irreduzibel sind.

b. Rätselhafte Phänomene

Neben der multiplen Realisierung gibt es noch einen anderen argumentativen Strang, der gegen den Reduktionismus gerichtet ist. Viele Antireduktionisten beziehen sich auf Phänomene, die sich grundsätzlich nicht aus der Perspektive der Naturwissenschaften beschreiben lassen sollen. Die Existenz solcher Phänomene würde den Reduktionisten vor noch größere Probleme stellen als die multiplen Realisierungen. Verschieden realisierte Objekte, wie Währungen, lassen sich wenigstens durch eine Wissenschaft beschreiben und stellen keine Herausforderung für eine naturalistische Position dar. Demgegenüber sollen die hier genannten Phänomene grundsätzlich einem naturwissenschaftlichen Zugriff entzogen sein.

Einige Beispiele für Phänomene, die von Antireduktionisten für wissenschaftlich nicht erfassbar gehalten werden:

1.    Bewusstsein: Das Bewusstsein bzw. der Geist wird oft als ein Phänomen angesehen, das sich grundsätzlich einer rein naturwissenschaftlichen Beschreibung entzieht. Ein Grund dafür ist, dass mentale Zustände die Eigenschaft haben, auf eine bestimmte Weise erlebt zu werden. Wenn man sich etwa mit einer Nadel in den Finger sticht, so laufen nicht nur komplexe biologische Prozesse ab, sondern es tut auch weh. Nun scheinen es aber die biologischen Prozesse in keiner Weise verständlich zu machen, warum jemand Schmerzen erlebt.

2.    Moralische Eigenschaften: Handlungen haben moralische Eigenschaften. Nun scheint sich die Tatsache, dass eine Handlung legitim, verwerflich oder gut bzw. ethisch ist, in keiner Weise aus einer naturwissenschaftlichen Beschreibung zu ergeben. Der Grund ist, dass moralische Begriffe normativ sind, während naturwissenschaftliche Beschreibungen allgemein als deskriptiv angesehen werden. Der unmittelbare Übergang bzw. die Gleichsetzung von normativen zu deskriptiven Aussagen wird als naturalistischer Fehlschluss abgelehnt.

3.    Ästhetische Eigenschaften: Bei ästhetischen Eigenschaften ist die Argumentationslage ähnlich wie bei den moralischen. Die naturwissenschaftliche Beschreibung kennt kein ästhetisches Vokabular, weswegen eine Reduktion auch hier unplausibel erscheint.

Insbesondere die These, dass das Bewusstsein nicht reduktiv erklärbar sei, führt oft zu einer generellen Ablehnung des Materialismus. Dabei sind die konkreten Ausformulierungen der antimaterialistischen Positionen vielfältig. Zum einen werden klassische Substanzdualismen vertreten. Zum anderen gibt es aber auch verschiedene antimaterialistische Positionen, die sich ebenfalls vom Substanzdualismus abgrenzen. Dazu gehören verschiedene Formen des Pluralismusneutralen Monismus, Aspekt- bzw. Eigenschaftsdualismus und

Relativismus.

c. Pluralistische Kritik

Während die beiden vorherigen Einwände einzelne Phänomene beschrieben haben, die irreduzibel sein sollen, ist die pluralistische Kritik generell ausgerichtet. Ein Pluralist erklärt, dass Menschen ganz verschiedene Zugänge zur Welt haben und es gar keinen Grund dafür gibt, anzunehmen, dass sich diese Zugänge alle aufeinander reduzieren lassen. Auch Pluralisten geben zu, dass es Reduktionen gibt, doch sie argumentieren, dass der Reduktionismus auf einer einseitigen Bevorzugung bzw. Verabsolutierung der physikalischen Beschreibung der Welt beruhe. Innerhalb des Pluralismus lassen sich zwei Strömungen unterscheiden. Zum einen gibt es eine antirealistisch ausgerichtete Strömung, die erklärt, dass es aussichtslos sei, hinter den verschiedenen Beschreibungen der Welt noch ein beschreibungsunabhängiges „So-Sein“ der Welt zu suchen. Als ihr wichtigster Vertreter kann Nelson Goodman angesehen werden. Zum anderen gibt es aber auch realistische Pluralisten, wie John Dupré, die mit ihrer Position eine pluralistische Ontologie verbinden.

d. Erkenntnistheoretische Alternativen

Im Unterschied zum ungeordneten Pluralismus und zur einfachen Doppelaspekt-Lehre wurden höher stehende, mehrstellige Relationsbegriffe (Meta-Relationen) entwickelt (Explikation). Die Kombination von bestimmten Bezugssystemen in der Physik oder in der Wahrnehmungspsychologie sind einfache Beispiele. Komplizierter sind Strategien des kontextuellen und relationalen Denkens, die Aussagen in einer sich wechselseitig ergänzenden Weise verbinden, sogar widersprüchlich erscheinende und kategorial grundverschiedene Aussagen zusammenfassen.[1]

Das von Niels Bohr geprägte Komplementaritätsprinzip und die auf Gottfried Wilhelm Leibniz zurückgehende Unterscheidung von Perspektiven (Perspektivismus) können als Meta-Relationen begriffen werden. Verlangt werden die Fähigkeit und die Bereitschaft, die Perspektive (das Bezugssystem)

phänomen-adäquat wechseln zu können. Diese Strategien zeigen, dass jenseits der überdauernden und unlösbar erscheinenden Kontroverse zwischen den Überzeugungssystemen der Monisten und der Dualisten neue Formen nicht-reduktionistischen Denkens entwickelt werden können.

e. Mangelnde Reflexion von Kategorien und Kategorienfehlern

Die neuere Diskussion über Reduktionismus ist hauptsächlich durch die angloamerikanische analytische Philosophie geprägt, während die grundlegende Bestimmung von Kategorien und Bezugssystemen weitgehend ausgeklammert wird. Diese andere Position kennzeichnet ein Zitat von Nicolai Hartmann, dessen umfassende Kategorienlehre auch die Fehler der kategorialen Grenz-überschreitung hervorhebt. „Ein jedes Sondergebiet des Seienden hat eben seine eigenen, nur ihm zukommenden Kategorien, die in keiner Weise durch
anderweitige Kategorien ersetzt werden können und auch ihrerseits niemals ohne weiteres auf andere Seinsgebiete übertragbar sind“.[2]

Grundsätzlich bleibt zu fragen, ob die philosophischen Diskussionsbeiträge zum Reduktionismus nicht enger mit der Wissenschaftstheorie und Methodologie der empirischen Disziplinen verknüpft werden sollten. Wie weit der Abstand zu den aktuellen Forschungsstrategien ist, zeigen die in der philosophischen Literatur verbreiteten, oft sehr vereinfachenden „didaktischen Beispiele“. Das Fachwissen der betreffenden Disziplinen und die dort maßgeblichen Kriterien werden benötigt, um Definitionen und Reduktionen zu rechtfertigen und um Kategorienfehler besser zu erkennen.

f. Sonderstellung der Psychologie und anderer Humanwissenschaften

Wenn in der Biologie eine moderate Reduktion bzw. eine Mikroreduktion in kleinsten Schritten angestrebt wird,[3] dann geht es um die Rückführung von biologischen Gesetzen auf Gesetze der Chemie und der Physik. Bei einem entsprechenden Versuch im Bereich der Psychologie besteht die grundsätzliche Schwierigkeit, dass in der empirischen Psychologie keine strikten Gesetze (im Sinne von kausaler ErklärungNomologie) vorzuweisen sind. Was hier mit den erwähnten „liberalen Reduktionsdefinitionen“ gemeint ist, bleibt unklar. Bei der Wiederholung eines psychologischen Experiments kann wegen der Erlebnisseite und subjektiven Einstellung der Teilnehmer (Versuchspersonen-Verhalten) keine völlige Bedingungskonstanz (Ceteris-paribus-Prinzip) behauptet werden und wegen häufiger individueller Ausnahmen (singuläre Verhältnisse) nicht einmal Gesetzmäßigkeiten; statt Vorhersagen sind nach verbreiteter Ansicht nur statistische Beziehungen und statistisch begründete Erwartungen möglich.[4]

Nach der Auffassung des Physikalismus (Naturalismus) in Gestalt des reduktiven bzw. eliminativen Materialismus bilden die neurophysiologischen Funktionen ein letztlich nach den Gesetzen der Physik arbeitendes System. Reduktion heißt hier: Sätze über mentale Hirnfunktionen werden durch Sätze über neuronale Hirnfunktionen ersetzt oder sie werden aus diesen abgeleitet („Naturalisierung von Bewusstsein“). Kann die Sprache der Erlebnisinhalte grundsätzlich ohne Informationsverlust in eine hirnphysiologische Sprache übersetzt werden? (Siehe Norbert Bischofs qualitativen Reduktionismus.[5])

Reduktionistische Tendenzen der umgekehrten Art

Gewöhnlich werden Reduktionen nur als „Herabführen“ von oben nach unten in Richtung grundlegender physikalischer Gesetze beschrieben; dabei sollen wissenschaftliche Sätze über „höhere“ Funktionen in der Regel von weniger gegliederten und von kategorial einfacheren Sätzen abgelöst werden.

 

Aus umgekehrter Blickrichtung können auch in philosophischen Darstellungen oft reduktionistische Tendenzen in der Vereinfachung (Abstraktion) von empirischen Sachverhalten, Forschungskontroversen und Theorien auffallen. So gibt es theoretische Konzepte der Physiologie und Biologie, die sehr komplexe Gefüge von morphologischen und funktionellen Relationen bilden, während diese begrifflichen und kategorialen Differenzierungen in manchen philosophischen und psychologischen Aussagen verschwunden zu sein scheinen. Das psycho-neuro-physiologische Gesamtsystem einer Emotion ist so komplex – und heutige Versuche der umfassenden Theorienbildung weit übersteigend – dass eine adäquate Beschreibung noch nicht abzusehen ist. Wie einfach sind dagegen die Vokabularien und Prinzipien der meisten philosophisch-anthropologischen und erlebnispsychologischen Darlegungen über „Emotion“. Auch die sprachanalytisch abgeleitete Gegenüberstellung der Erste-Person-Perspektive und der Dritte-Person-Perspektive reduziert den psychologisch und neurophysiologisch vielschichtigen Prozess von interaktiver Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, die beide auch emotionale und motivationale Aspekte einschließen, auf die methodisch leichter zugänglichen kognitiven Funktionen und damit auf ein vergleichsweise einfaches philosophisch-kognitives Schema.

g. Unlösbare Probleme der theoretischen Physik

Ende 2015 wurde bewiesen, dass ein grundlegendes mathematisches Problem der Quantenphysik unlösbar ist. Es ist daher auch bei theoretisch vollständiger Kenntnis aller Mikrozustände unmöglich, daraus den Makrozustand eines Materials zu bestimmen.[6]

Einzelnachweise

1.    Karl-Helmut Reich: Developing the horizons of the mind: Relational and contextual reasoning and the resolution of cognitive conflict. Cambridge Univ. Press, Cambridge, 2002, ISBN 0-521-81795-1.

2.    Nicolai Hartmann: Der Aufbau der realen Welt. Grundriss der allgemeinen Kategorienlehre. 2. Auflage 1949. de Gruyter, Berlin 1949, S. 92.

3.    Martin Mahner, Mario Bunge: Philosophische Grundlagen der Biologie. Springer, Berlin, 2000, ISBN 3-540-67649-X

4.    Rainer Westermann: Wissenschaftstheorie und Experimentalmethodik. Hogrefe, Göttingen 2000, ISBN 3-8017-1090-4.

5.    Norbert Bischof: Psychologie. Ein Grundkurs für Anspruchsvolle. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-020909-1, S. 230.

6.    Unberechenbare Festkörper http://www.pro-physik.de/details/news/8654141/Unberechenbare_Festkoerper.html

Bildquellen: 1, 2.

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Kommentare: 1
  • #1

    WissensWert (Donnerstag, 01 Juni 2017 01:53)

    siehe auch: http://www.iep.utm.edu/red-ism/#H2


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