„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Theismus und Naturalismus als konkurrierende Modelle zur Realitätsbeschreibung

Welche Beobachtungen wären plausiblerweise zu erwarten, wenn es einen Gott gäbe?

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Mir gefällt Sean Carrolls Versuch, Theismus und Naturalismus als Modelle zur Realitätsbeschreibung zu untersuchen. Welche Befunde wären in einer naturalistischen Realität zu erwarten – welche in einer theistischen? Habt ihr noch andere Beispiele?

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Kommentare: 1
  • #1

    Köppnick (Donnerstag, 22 Dezember 2016 11:43)

    Ich denke, so funktioniert das nicht. Die Tabelle gibt die Ideen eines Atheisten bzgl. Naturalismus und Theismus wieder. Deshalb zeigt sie für den Naturalismus, was heute der aktuelle Stand der Naturwissenschaften ist.

    Die Erwartungen an den Theismus werden aber nicht einmal von allen Gläubigen geteilt. Es gibt z.B. einen ganzen Haufen von Religionswissenschaftlern, die die Geschichte der verschiedenen Glaubensrichtungen wissenschaftlich untersuchen. Denen ist schon klar, dass es da eine Evolution der Auffassungen gegeben hat und z.B. der christliche Glauben auf älteren Überlieferungen beruht, sie glauben aber trotzdem. Un ein vernünftiger Glaubender wird eine Evolution der Religionsüberzeugungen nicht verneinen, sie ist dem Ganzen ja quasi immanent, beginnend von der Schöpfung, über das Auftreten Jesus usw.

    Der zentrale Kern des Glaubens ist wissenschaftlich unangreifbar, weil es eben *Glauben* ist und nicht *Wissen*. Und so lange *Wissen* nicht *Allwissen* ist, bleibt das auch so - also für immer.


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