„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Evolutionsspuren: Vitamin C

Evolutions-Spuren am Menschen: unser defekter Bauplan für Vitamin C

 

Vitamin C ist für Menschen ein essentielles Vitamin. Ohne Zufuhr über die Nahrung entsteht nach zwei bis vier Monaten die Mangelerkrankung Skorbut. Anhaltender Vitamin C-Mangel kann zum Tod führen.

 

Die Zellen unserer evolutionären Vorfahren (und der meisten heute lebenden Tiere) können Vitamin C selbst bilden. Dafür benutzen sie ein Enzym namens L-Gulonolactonoxidase (GULO). Dieses Enzym ist genetisch codiert. Durch spontane Mutationen ist es beim Menschen und allen anderen Trockennasen-Affen funktionslos geworden. Dennoch lässt sich das defekte, funktionslose Pseudo-Gen (der Bauplan für dieses Enzym) beim Menschen immer noch in jeder einzelnen Körper-Zelle auf Chromosom 8 nachweisen.

 

Schädliche Mutationen führen normalerweise dazu, dass ihre Träger einen Überlebensnachteil haben und damit weniger Nachkommen zeugen. Dadurch wird die schädliche Mutation nicht weiter vererbt und stirbt aus. Dem ersten Träger des funktionslosen GULO-Gens und seinen Nachkommen muss Nahrung mit ausreichend Vitamin C-Gehalt zur Verfügung gestanden haben, so dass sie nicht auf eine Eigenproduktion des Vitamins angewiesen waren. Damit hatten sie zunächst keinen Überlebens-Nachteil. Dadurch konnte sich diese nachteilige Mutation unter den Primaten durchsetzen. (Manche Biochemiker argumentieren, dass der Verlust insgesamt sogar vorteilhaft gewesen sein könnte, weil so eine chemische Reaktion im Körper wegfallen konnte, die als Nebenprodukt gesundheitsschädliches Wasserstoffperoxid produziert.)

 

Genetische Vergleiche sind der stärkste Beweis für die Verwandtschaft unter den Arten. Hier werden nicht nur anatomische Ähnlichkeiten verglichen, sondern der tatsächliche Bauplan, der von einer Generation an die nächste vererbt wird. Gerichtliche Verwandtschaftsnachweise oder die forensische Spurensuche der Polizei beruhen auf genetischen Vergleichen. Das inaktive GULO-Pseudo-Gen beweist über jeden Zweifel unsere Abstammung von primitiveren Tieren.

Gene bestehen aus einer "Buchstabenkette", einer Sequenz von Nukleinbasen. Auf dem unteren Bild sieht man einen kleinen Ausschnitt aus der Basenpaarsequenz des GULO-Pseudogens für verschiedene Spezies.(Kuh, Meerschwein, Makake, Orang Utan, Schimpanse, Mensch). Der Bauplan für dieses Enzym (die Buchstabensequenz) wurde über Chromosomen von den Eltern, Großeltern usw. auf heutige Tiere vererbt.
 
1. Das Gen sieht bei allen Spezies sehr ähnlich aus. Kein Wunder, es codiert das gleiche Enzym - mit nur ganz minimalen Abweichungen (Punktmutationen).
2. Die unteren vier Zeilen bilden das Gen der Primaten-Affen ab, die unterste gehört dem Menschen. Das Lese-Raster ist im rechten Teil eine Position nach links verschoben. Das kam durch eine Deletion (Löschung einer Base) zustande. Damit "rutscht" der Rest den Gens etwas zusammen. Das Gen wird damit defekt.
Deletionen sind extrem selten. Der Mensch hat 3 Milliarden Basenpaare. Es gibt nur eine Erklärung für das gemeinsame Auftreten dieser Deletion an exakt dieser Stelle bei allen Affen: Alle getesteten Individuen gehen auf ein und dasselbe Individuum zurück. Wir haben mit Affen einen (und hier zeigt sich: wirklich einen einzelnen) gemeinsamen Vorfahren.

Gastbeitrag von: Jori Wehner

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Kommentare: 1
  • #1

    peer terborg (Samstag, 31 März 2018 13:12)

    Leider handelt es sich hier um eine Datensele. Die meisten Vit C Publikationen der Evolutionisten betrachten nur Exon X des GULO Gens. Eine ehrliche Analyse zeigt, dass die anderen noch im Genom verbleibenden kaputten Exonen nicht die richtige Abstammunglinie geben. Tomkins hat dies neulich nochmal belegt. Auch das Artikel von Truman und Terborg ist noch aktuell. Die neue Info im Genom des Menschen, z.B. die >800 miRNA Genen schliessen meines Erachtens eine gemeinsame Abstammung ziemlich eindeutig aus. Die neuesten Biomolekularen Daten belegen dass Mutationen nicht nur willkürlich im Genom anhäufen. Hier gibt es mehr:

    https://assets.answersingenesis.org/doc/articles/pdf-versions/arj/v7/human-gulo-pseudogene.pdf

    https://creation.com/images/pdfs/tj/j21_3/xgulo.pdf

    https://creation.com/images/pdfs/tj/j24_2/j24_2_122-127.pdf

    m fr Gr,

    Peer


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