„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Die Widerlegung des abrahamitischen Offenbarungsgottes:

(P1) Wenn es einen ALLMÄCHTIGEN Gott gäbe, der möchte, dass JEDER ihn kennt, würde ihn jeder kennen (denn er ist ja allmächtig)

(P2) Nicht Jeder (besser: niemand) kennt einen solchen allmächtigen Gott.
(K) Also gibt es keinen solchen allmächtigen Gott.

Vielmehr finden Juden bei solchen "Erfahrungen" meist Jahwe, Muslime Allah, Hindus... Das spricht sehr stark dafür, dass es den von den abrahamitischen Religionen beschriebenen Gott nicht gibt, der sich allen Suchenden offenbaren möchte, sondern dass sich die Suchenden ihren Gott vielmehr selbst erschaffen.

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