„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Männer wirken promiskuitiver

Männer wirken allgemein promiskuitiver als Frauen. Warum ist das so?

 

Ich sehe spontan zwei Erklärungsansätze:

 

1. Die Frau MUSS ihren Sexualtrieb gesellschaftlich vielerorts noch stärker unterdrücken als der Mann.

 

Bei Frauen ist ein ausgeprägter Sexualtrieb negativer konnotiert als bei Männern. Wenn ein Mann bspw. mehrere Sexualpartnerinnen hat, gilt er als "Stecher", wenn eine Frau mehrere Sexualpartner hat, als "Schlampe".

 

a. Das hat wohl auch evolutionsbiologische Gründe. Ein Mann ist rein biologisch dazu in der Lage, täglich mehrere Frauen zu schwängern, eine Frau kann aber nur einmal alle 9 Monate ein Kind austragen. Das machte den Mann stammesgeschichtlich zum kompetitiven Geschlecht. Sein biologischer "Sinn" besteht darin, seine Gene möglichst oft weiterzutragen und sich gegenüber anderen männlichen Mitbewerbern durchzusetzen. Viele Geschlechtspartnerinnen waren für ihn also etwas "Gutes". Der Frau dahingegen konnte es nicht um Quantität gehen, stattdessen ging es ihr um Qualität: Für sie war es essentiell, dass ihr Geschlechtspartner beispielsweise treu ist und als Versorger und Beschützer bei ihr und ihrem Kind bleiben wird. Häufig wechselnde Sexualpartner waren ihr in ihrer Bedürftigkeit als Austrägerin des Kindes ein Alptraum.

 

b. Zum anderen hat es kulturelle Gründe. Die abrahamitischen Religionen wurden von Männern für Männer gemacht. Es gibt keine Sensibilisierung für weibliche Lust und Jungfräulichkeit gilt als etwas Reines und Heiliges.

 

X hat mir vor ein paar Monaten das erste Mal pornographische Fotos von sich geschickt und mir gesagt, dass sie Dinge tun will, die sie früher nie gemacht hätte. Dabei hatte sie auch früher Lust auf diese Dinge, hatte aber immer das Gefühl, dass sich das für eine Frau nicht ziemt. Sie ist/war eine Gefangene ihrer eigenen biologischen und kulturellen Prägungen, von denen sie sich nun (zu meiner Freude!) langsam emanzipiert.

2. Die Frau KANN ihren Sexualtrieb häufig besser unterdrücken als der Mann.

 

Ich helfe nun schon länger einer depressiven Frau, die viele wechselnde Partner hat und im Streit mit einem von diesem immer wieder Folgendes sagt: Ich schlafe jetzt nicht mehr mit ihm, DAMIT er erkennt, was er falsch gemacht hat. Wenn sie nicht mehr mit ihrem Freund schlafen würde, WEIL sie im Streit keine Lust dazu hätte, wäre das verständlich. Aber so spielt sie mit einem ziemlich tiefliegenden Bedürfnis des Mannes, um ihn in ihrem Sinne zu manipulieren (anstatt beispielsweise die konstruktive und ergebnisoffene Diskussion zu suchen). Mir scheint das Verhalten symptomatisch zu sein, Frauen müssen nicht nur, sie können den Sexualtrieb auch besser unterdrücken und kontrollieren als Männer. Und das verschafft ihnen eine gewisse (potentielle) Macht über das männliche Geschlecht.

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Kommentare: 1
  • #1

    WissensWert (Samstag, 27 August 2016 21:13)

    Klassischer Fall einer "falschen Analogie":

    „Also…Ich erklär dir das mal so…Wenn du ’nen Schlüssel hast, der jedes Schloss knackt, dann hast du den Masterkey. Wenn du aber ein Schloss hast, in das jeder Schlüssel passt, dann hast du einfach nur ein billiges Schloss.“


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