„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Speed (meine Bewusstseinserfahrungen)

Gestern während des Schulunterrichts hatte ich lange überlegt, ob ich ganz generell überhaupt persönliche Erfahrungsberichte über diverse Drogenkonsum veröffentlichen soll. Ich habe mich dafür entschieden, da ich erstens im engeren Bekanntenkreis öfters auf Diese angesprochen wurde und sich allgemein viele Menschen für die Wirkung illegaler psychotroper Substanzen interessieren. Zweitens, weil mir mittlerweile keine in Vergangenheit konsumierte, „härtere Droge“ nachgewiesen werden kann. Folgende Ausführung soll dabei ganz klar nicht der Verherrlichung oder Empfehlung von Drogen und deren Konsum dienen.

Meinen ersten (und seither einzigen) Speed-Trip hatte ich kurz nach und zum Anlass meines 18.ten Geburtstages. Die beiden Lines zog ich auf einer Hausparty, etwas abseits mit einem guten Freund. (gesnieft haben wir durch einen 1-Dollar-Schein). Gleich danach gingen wir in einen nahe gelegenen Club, in dem das Speed bzw. Pep zu wirken begann. Mein Erleben war nicht qualitativ anders als normal, jedoch quantitativ um einiges intensiver. Ich merkte selbst, dass ich sehr aufgedreht und extrem selbstbewusst war. Auf der Tanzfläche nahm ich die Lichter und Musik, so kam es mir vor, zum ersten Mal bewusst wahr. Mir gelangen dabei Dance-Moves, die ich sonst nie hinbekommen hätte. Die Kälte im nicht-überdachten Bereich des Clubs nahm ich als Solche überhaupt nicht wahr. Mir war im Gegenteil sehr heiß und bei jedem entstehenden Gespräch kamen mir immer die richtigen Worte und Witze in den Sinn. Ich wusste, dass ich momentan in Relation zum Normalzustand zu mentaler und körperlicher Höchstleistung in der Lage war und feierte mich dafür. Den einzigen kleinen Nachteil, den die Einnahme von Speed mit sich brachte und bringt ist das permanente Nase-Hochziehen (man soll sie sich ja nicht putzen) und das herunterlaufen des Pulvers im Rachenraum. Insgesamt trank ich an dem Abend eine Flasche Wodka-Melone (1Liter) und mehrere Shots und Bier, was alles viel besser als normalerweise schmeckte, ohne aber den Alkoholrausch auch nur leicht zu spüren. Weitere härtere Drogen nahm ich an dem Abend nicht. Am nächsten Morgen hatte ich leichte Kopfschmerzen, die nach einer Aspirin schnell auskuriert waren.

Wenn ich heute an den Trip zurückdenke, ist mir kein übermäßig außergewöhnlich oder besonderer, aber ein interessanter Abend, voller Tanz und Lachen in Erinnerung.

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Kommentare: 2
  • #2

    sapereaudepls (Donnerstag, 26 Februar 2015 00:00)

    Ja, Kokain (mittlerweile) auch einmal.
    Ohne jetzt etwas Verbindliches sagen zu wollen, würde ich sagen es ist qualitativ nicht anders wie Speed, nur eben stärler.

    Mein eigener Trip war (unerwartet) langweilig, weswegen er es mir nicht wert erschien, einen extra Blogeintrag darüber zu schreiben. Die anderen hatten jedoch viel gespürt, qualitativ war es das, was man schon von Amphetaminen kennt.

    Gruß!

  • #1

    FreaK (Mittwoch, 25 Februar 2015 23:49)

    Hast du auch schonmal gekokst?
    Wie waren deine Erfahrungen?


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