„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Kritik am Libertarismus

Ich beschäftige mich schon länger mit der libertären Szene.

Meine Kritikpunkte am L.:

Im Libertarismus werden dem Mensch nur negative Freiheitsrechte eingeräumt, z.B.: Freiheit vor Gewalt, Diebstahl (“Steuern”) usw. Aber keine positiven Freiheitsrechte, wie es beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen schaffen würde (Freiheit auf Nahrung, etc.).

Die Klassiker: Wer sorgt für ökologische (Nachhaltigkeit!) und soziale Standards? Wer für Recht und Ordnung? (An das Märchen von den fehlenden Straßen glaube ich übrigens nicht. Sobald eine kaufkräftige Nachfrage danach existiert, wird auch jemand die Straßen bauen. Um die Welt von morgen, Pflegebedürftige, Behinderte und Arbeitslose sollte man sich sorgen, denn sie besitzen auf dem kurzsichtig gewinnorientierten Markt keine Kaufkraft).

Er kritisiert den Staat als Gewaltmonopol. Dass gerade im Freien Markt (höchstwahrscheinlich?) Monopole bzw. Kartelle entstehen würden, die nicht demokratisch legitimiert, gewaltengeteilt und gesetzlich gebunden sind, verneint oder unterschlägt der Libertarismus gleich.

Die großen Denker des L. (z.B.: Friedrich August von Hayek) lehnen ein empirisches (Wirtschafts-)Wissenschaftsverständnis ab. Damit lässt sich die libertäre Theorie nicht an der Realität messen, ist unfalsifzierbar und daher vielleicht philosophisch, aber nicht (wirtschafts-)wissenschaftlich interessant.

Letzter Punkt: Der (hochideologische!) Libertarismus bemängelt die fehlende innere Konsistenz anderer wirtschaftlicher Ideologien, er selbst sei dagegen aprioristisch. Doch stimmt das wirklich?
Sein Grundgedanke dahinter: “Mein Körper gehört mir. Das heißt niemand hat das Recht mich zu verletzten. Alles, was nicht mein Körper ist, kann ich im freien Wettbewerb als Eigentum erwerben.”
Dieses “Axiom des L.” sei unmittelbar einsichtig und bedarf deshalb keiner weiteren Begründung.

ABER. Da es offensichtlich keiner weiteren Begründung bedarf, kann ich genauso legitim “grundlos” das Gegenteil behaupten: “Eigentum ist Diebstahl.” Und, dass es genug Leute gibt, die auch an diese sozialistische (Anti-)These glauben, zeigt, dass das “libertäre Axiom” offensichtlich nicht für jeden unmittelbar einsichtig ist.

KRITIK ENDE

Ich habe vor ein paar Monaten ein Interview mit Oliver Janich, einem der bekanntesten Vertreter des L. in Deutschland, geführt. Im persönlichen Gespräch wollte ich ihn von meiner Überzeugung, der Ideologiegebundenheit ALLER politischer Positionen, überzeugen, leider blieb der Versuch erfolgslos. Humorlosigkeit kann man Oli aber garantiert nicht vorwerfen:

Den zitierten Text habe ich ursprünglich anderswo als Kommentar verfasst. Geplant ist meine ausführliche und ausformulierte Kritik am Libertarismus als grundständiger Aufsatz schon länger. „Leider“ gibt es zurzeit so vieles, was ich tun möchte, und wenn ich mal zum Schreiben komme, so viele Themen, über die ich schreiben möchte, dass ich nicht mit seiner Fertigstellung in den nächsten Monaten rechne. Vielleicht will ich ja auch VWL studieren (oder Physik, oder PoWi, oder Mathe, oder Psycho, oder… mit Philosophie bin ich mir schon länger einig) und sollte dann warten, bis ich ein paar Semester hinter mir und somit mehr Ahnung von der Materie habe. Aber vielleicht studiere ich ja gar keine Wirtschaftswissenschaft, oder überhaupt nicht, oder ich habe keine Lust oder überhaupt gar keine Zeit mehr diese Website zu betreiben und der Aufsatz kommt nie.

Zu viel Zeit und zu viele Fragezeichen und deshalb wollte ich euch wenigstens das, was mir gestern Abend Kritisches zum Libertarismus eingefallen ist, nicht vorenthalten.

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Kommentare: 15
  • #15

    Felix Sampson (Freitag, 10 Februar 2017 02:49)


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  • #14

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  • #9

    Nico (Mittwoch, 16 November 2016 01:42)

    "ABER. Da es offensichtlich keiner weiteren Begründung bedarf, kann ich genauso legitim “grundlos” das Gegenteil behaupten: “Eigentum ist Diebstahl.”"

    Es bedarf an dieser Stelle durchaus einer weiteren Begründung.

    Gehen wir zunächst davon aus, dass sich zunächst kein Gut in Besitz eines Menschen befinden kann, da Gegenstände erst dann zu Gütern werden können, wenn der Mensch ihnen einen Nutzen verleiht.
    Folglich kann ein Gegenstand sich also in keinem Besitz befinden, da er keinen Nutzen erfüllt.

    Da der Mensch von Natur aus Eigentum an sich selbst hat, muss er einen Gegenstand mit sich selbst in Verbindung bringen, um ihn besitzen zu können.
    Dies geschieht durch die Arbeit des Menschen am Gegenstand, wodurch die Arbeit des eigenen Körpers und der Gegenstand selbst zum Eigentum verschmelzen.

  • #8

    Lorex (Donnerstag, 23 Juni 2016 16:43)

    Lieber Blogger,

    vielen Dank für diesen einhelligen Beitrag und der Kritik am Libertarismus, die ich komplett teile. Ich habe mich wiedermal auf eine äußerst hartnäckige Diskussion mit Anarcholibertaristen eingelassen und da helfen mir die hier klar geäußerten Gedanken doch sehr.

    Ist Ihnen gute Literatur bekannt, die sich kritisch mit den Konzepten und Axiomen des Anarchokapitalismus (Selbsteigentum usw.) auseinandersetzt? Im Netz finde ich allzu viel ideologisches bzw. propagandistisches Zeugs.

    Auch wenn dieser Beitrag schon alt ist, würde ich mich über eine Antwort freuen.
    Beste Grüße
    Lorex

  • #7

    Ralf Karnowsky (Freitag, 27 Februar 2015 15:40)

    "Du hast jetzt jedoch nur ... dargelegt, was negative und positive Freiheitsrechte sind."
    Ich denke, dass die Aussage meines Kommentars klar dargelegt wurde - die Quintessenz lautet: Der Terminus "Freiheit" kann nur negativ definiert werden, da anderenfalls eine Kollision mit den anderen "Rechten" erfolgen muss und somit keine konsistente Rechtstheorie entstehen kann, da die "Rechte" dann vom Rechtssetzer willkürlich (d.h. je nach herrschender Ideologie) in eine Rangfolge gereiht werden müssen.

    Befassen wir uns weiter mit dem Punkt: "Empirie und Falsifikation"

    In der Erkenntnistheorie gibt es im wesentlichen 3 Methoden, um zu Aussagen zu gelangen, die als "wahr" wahrgenommen werden:

    1. die Erfahrung
    Hier liegen die Ergebnisse des menschlichen Handelns in der Vergangenheit vor uns (oft in Form von Zahlen und Fakten) und wir versuchen aus diesen Ergebnissen für die Gegenwart und Zukunft Schlüsse zu ziehen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass uns nicht s ä m t l i c h e Faktoren bekannt sind, die in der Vergangenheit zu diesen Ergebnissen geführt haben und somit der Wahrheitsgehalt der auf dieser Basis getroffenen Aussagen einer fortwährenden Falsifikation bedarf - insbesondere dann, wenn neue Fakten aus der Vergangenheit bekannt werden.

    2. das Experiment
    Hier liegt die Erkenntnis als Ergebnis eines Prozesses, der mit bestimmten Faktoren unter genau definierten Umgebungsvariablen vollzogen wurde, vor.
    Der Nachteil hierbei ist, dass diese Ergebnisse nur bestätigt werden können, wenn zukünftig (also bei weiteren Experimenten dieser Art) exakt die gleichen Umgebungsvariablen geschaffen worden sind - dies ist in der Soziologie und Ökonomie nur sehr begrenzt bzw. gar nicht möglich.

    3. die Analyse
    Wir betrachten hier ein spezifisches Phänomen, dass bestimmte Wirkungen zeigt, und versuchen zu ergründen, welche Zusammenhänge diese hervorgebracht haben.
    Hierbei spielt die "Deduktion" (Ableitung, Herleitung) eine besondere Rolle.
    Wir erkennen, ausgehend von einer Bedingung (Prämisse), die als "wahr" gilt (im besten Fall ist sie axiomatisch, also ohne jede weitere Beweisführung "von selbst einsichtig", anderenfalls muss sie selbst konsistent hergeleitet werden) eine logische Regel, die aus widerspruchsfreien Kausalketten besteht, und können so Schlussfolgerungen (neue Aussagen) ziehen, die ebenfalls als "wahr" gelten.
    Kommt es jedoch bei der Bildung dieser Kausalketten zu logischen Widersprüchen, sind die Prämissen falsch und müssen neu gesetzt werden.

    Ein schönes Beispiel gibt uns hierzu das "Theorem des komparativen Vorteils":

    Nehmen wir einmal an, dass Tischlermeister Schulze zur Fertigung eines Stuhls 3 Stunden und zur Herstellung eines Tisches 5 Stunden benötigt. Der benachbarte Tischlermeister Meier dagegen braucht für die Herstellung beider Produkte länger: für den Stuhl veranschlagt er 4 Stunden und für den Tisch 8 Stunden. Offensichtlich ist Schulze im gesamten Spektrum leistungsfähiger als Meier – lohnt sich also eine Kooperation mit Meier aus der Sicht von Schulze? Im ersten Moment würde letzterer diese Anfrage mit Sicherheit verneinen. Er wäre überzeugt, dass sein in allen Belangen schwächerer Konkurrent bei einer Zusammenarbeit von seiner Leistungskraft profitieren, er dagegen einen Verlust machen würde.
    Uns liegen aber die Auftragsbücher beider Tischlereien vor, aus denen wir ersehen können, dass Schulze in der vergangenen 120 Stunden 18 Tische und 10 Stühle angefertigt hat ((18 x 5h = 90h) + (10 x 3h = 30h) = 120h). Sein Mitbewerber Meier stellte im gleichen Zeitraum 6 Tische und 18 Stühle her
    ((6 x 8h = 48h) + (18 x 4h = 72h) = 120h). Zusammen konnten also beide 24 Tische (18 von Schulze + 6 von Meier) und 28 Stühle (10 von Schulze + 18 von Meier) an ihre jeweiligen Kunden ausliefern.
    Nun rechnen wir Schulze vor, wie das Ergebnis ausgefallen wäre, wenn er gemeinsam mit Meier unter dem Handelsnamen „Schulze&Meier-Möbel“ agiert und er sich auf die Herstellung von Tischen, im Gegenzug Meier sich wiederum auf die Stuhlproduktion konzentriert hätte – und wir kommen zu folgendem, für Schulze verblüffenden Resultat: 24 Tische (24 x 5h = 120h) und 30 Stühle (30 x 4h = 120h) hätten zur Auslieferung bereit gestanden! Der Gewinn der Kooperation besteht also aus dem Verkaufserlös abzüglich der Herstellungskosten der zusätzlich produzierten 2 Stühle, von dem sowohl Schulze als auch Meier anteilig profitieren, ohne dass einer von beiden eine Minute länger hätte arbeiten müssen als vorher und Schulze in allen Belangen leistungsfähiger ist als Meier.

    Diese Aussage ist logisch stringent und nicht zu widerlegen. Der Leser möge dies versuchen, und mich bitte bei einer erfolgreichen Operation unterrichten - das wäre für mich eine Erkenntnisgewinn.



  • #6

    sapereaudepls (Dienstag, 24 Februar 2015 20:30)

    Die Frage war, ob du (als Libertärer) auf meine Kritikpunkte eingehen möchtest.
    Du hast jetzt jedoch nur (zugegeben korrekt und eloquent) dargelegt, was negative und positive Freiheitsrechte sind.

    Auf deine weiteren Ausführungen bin ich gespannt.

    Gruß!

  • #5

    Ralf Karnowsky (Dienstag, 24 Februar 2015 19:09)

    Da ich auf ausdrücklichen Wunsch des Autors darum gebeten wurde, zu den einzelnen Punkten Stellung zu nehmen, werde ich dies hier abschnittsweise tun.

    Fangen wir also an: "negative Freiheitsrechte"

    Zuerst muss man sich darüber klar werden, was "Rechte" eigentlich sind.
    Rechtspositivisten gehen davon aus, dass der "Staat" die Institution der Rechtssetzung ist.
    Im Gegensatz dazu vertreten Naturrechtler die Auffassung, dass die Rechtssetzung entweder göttlichen Ursprungs ist oder aber in der Natur des Menschen begründet ist (Vernunft). Hierbei hat das vom Menschen geschaffene (positiv gesetzte) Recht den Maßstäben des Naturrechts zu entsprechen und darf diesem nicht zuwiderlaufen.

    Wenn man so will, kann man das "Naturrecht" als Norm und Regel der Existenz des Menschen entsprechend seiner menschlichen Natur bezeichnen. Diesbezüglich ist anzumerken, dass diese "Rechte" gleichrangig sind (also nicht eines auf Kosten eines anderen durchgesetzt werden darf, denn welche höhere Instanz sollte diese Entscheidung treffen?) und für jeden Menschen Geltung besitzen.

    Welche "Rechte" können dieses sein?
    Ich spare mir an dieser Stelle eine deduktive Ableitung (bei Interesse findet der Leser ausreichend Fachliteratur dazu) und stelle fest, dass unter den oben beschriebenen Kriterien nur in Frage kommen:

    1. das Recht auf körperliche Unversehrtheit
    2. das Recht auf Eigentum
    3. das Recht auf Freiheit

    Was aber ist "Freiheit"? Die typisch liberale Definition lautet: Freiheit ist die Abwesenheit von Zwang, dem Willen eines anderen Menschen folgen zu müssen." (Hayek). Diese Definition offeriert aber das Problem, dass wiederum "Zwang" definiert werden muss - ich bevorzuge deshalb die folgende Definition:

    "Freiheit ist die Möglichkeit, ein mir unterbreitetes Angebot ablehnen zu können, ohne dass mich diese Entscheidung etwas kostet." (Anmerkung: mit Kosten ist nicht nur Geld gemeint!)

    Aber auch hier könnte man von einer "Negativdefinition" sprechen - was auch richtig ist, denn:

    Definiere ich "Freiheit" positiv, d.h. "Freiheit auf ...." kollidiere ich zwangsläufig mit den anderen Rechten. Beispiel:
    Postuliere ich ein "Recht auf Nahrung für alle" (wie der Autor dieses vorschlägt), schränke ich das "Recht auf Eigentum", das die Nahrungsmittelproduzenten innehaben, ein bzw. beseitige dieses vollkommen.

    Diesbezügliche vermeintliche "Rechte" gibt es zuhauf ("Recht auf Wohnung", "Recht auf eine Existenzminimum" usw.); der Leser möge diese im Einzelfall unter Beachtung der genannten Kriterien selber durchexerzieren.

  • #4

    sapereaudepls (Samstag, 13 Dezember 2014 20:08)

    :)

  • #3

    Libertas (Samstag, 13 Dezember 2014 19:08)

    Nein, das hat mich zum Nachdenken gebracht. Danke..

  • #2

    sapereaudepls (Samstag, 13 Dezember 2014 15:43)

    Hallo Libertas!
    Ich splitte deinen Kommentar mal in zwei Thesen auf.

    1. Ressourcen sind per definition unendlich. Weil es immer wieder neue gibt.

    Das ist ein Zirkelschluss. D.h. beide Prämissen verweisen subtil aufeinander, um ihre Glaubhaftigkeit zu bezichtigen.
    Belegt wird damit keine der Prämissen. Doch stimmen sie?

    Nein. Der (libertäre) Mythos der unendlichen Ressourcen lässt sich durch eine einfache Deduktion widerlegen:

    1. P: Der Planet Erde ist endlich.
    2. P: Ressourcen (Bsp. Erdöl) sind eine Teilmenge des Planeten Erdes.
    3. K: Also sind die Ressourcen der Erde (Bsp. Erdöl) endlich.

    Ihr Libertäre, besonders Janich, seid doch immer so Stolz darauf, logisch zu sein? DAS ist wirkliche Logik, wie ihr sie kennen würdet, wenn ihr euch wirklich einmal damit auseinandergesetzt und nicht nur inflationär das Wort benutzt hättet.

    2. Knappe ressourcen werden in einer marktwirtschaft automatisch geschont weil sie teurer (zu erschließen) sind.

    Ist dieser wenigstens Schluss zwingend? Nein.

    Gehen wir davon aus, um wieder ein ganz einfaches Beispiel zu nehmen, es gibt nur 10 Kilogramm Rohstoff X in einem Dorf. Der Rohstoff X liegt aber überall, d.h. frei verfügbar auf dem Boden herum. Damit ist das Gut X knapp, aber kann leicht und wird deshalb auch schnell erschlossen werden.

    Das Dorf ist aber reich an Rohstoff X. 10 Tonnen X gibt es im Dorf. Jedoch nur 10 Kilometer unter der Erdoberfläche und tiefer. Diese Ressource ist nicht knapp, wird aber in einer radikalen Marktwirtschaft "geschont" werden, da es schwer ist sie zu erschließen.

    Widerlegt.

    Wenn du meinen Argumenten etwas entgegnen kannst, freue ich mich.

    Ansonsten habe ich aber die Hoffnung Libertäre noch einmal zum "neu nachdenken" anzuregen schon vor langer Zeit aufgegeben. Zu paradigmatisch ist die Selbstüberzeugtheit bis zum religionsähnlichen Dogmatismus in de(ine)r Szene.

    Gruß!

  • #1

    Libertas (Samstag, 13 Dezember 2014 15:26)

    Soziale Standards braucht es in einer freien Marktwirtschaft dann nicht mehr.
    Denn es ist mehr als genug für alle da. Hier ein Kommentar unter einem Vortrag von Oliver Janich. Der hat verstanden wie der Hase läuft!!!

    "Ressourcen sind per definition unendlich, weil es immer wieder neue gibt und knappe ressourcen würden in einer marktwirtschaft automatisch geschont weil sie teurer wären. "


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