„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Tod des Freundes

“Mein ganzes Leben zog es mich von Hafen zu Hafen. Doch war ich an einem Hafen angekommen, merkte ich, dass es mich schlussendlich doch eigentlich auf das Meer zieht. Du hast das geändert. Du warst der Hafen, bei dem ich bleiben wollte. Nur habe ich dich leider viel zu spät gefunden. Und viel zu lange trieb ich zuvor ziellos durch die Weltmeere, ohne zu wissen, was ich verpasste. Jetzt bist du todkrank und bevor ich unser Glück ganz fassen konnte, soll es schon vorbei sein. Doch wir haben uns immer gesagt, dass wir dem, was wir nicht haben keine Träne hinterherweinen werden. Und das, was wir hatten, kann uns niemand mehr nehmen. Wir wollten keine Abenteuer erleben, keine Helden sein. Einfach etwas erleben, unter uns wissen, dass wir kleine Helden sind. Wir drehten das Rad für uns und niemand wusste so ganz darum. Wir hatten etwas, was von dem Rest der Welt unberührt bleibt. Ja, wir haben etwas, was von dem Rest der Welt unberührt bleibt. Und auch wenn es nur ein paar Jahre waren, so haben wir uns ein paar wundervolle Jahre geschenkt. Und dafür bin ich dir unendlich dankbar.“

*entschuldigt die Rechtschreibfehler,

ich habe den Text abends ins Handy eingetippt.

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