„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

öffentlich-rechtliches Fernsehen

Bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern sieht man, so zumindest die öffentliche Wahrnehmung, immer weniger Dokumentationen, Kultursendungen oder politische Debatten. Dafür immer mehr Trash. Die Rechtfertigung der Sendeanstalten daraufhin ist immer der herrschende Quotendruck. Doch reißen sie sich damit nicht selbst den Boden unter den Füßen weg? Denn die ursprüngliche Intention hinter GEZ-zwangsfinanziertem Fernsehen war ja das Gewähren von politisch, kulturell oder sonst wie wertvollem, objektivem Fernsehen, das sich am nackten Markt nicht durchsetzen würde. Mit der Kommerzialisierung des Programms sind diese momentan dabei ihren Bildungsauftrag zu verfehlen und sich somit selbst die Existenzberechtigung zu nehmen. Und das sollten sie sich noch mindestens zweimal überlegen, denn als staatlich-finanzierte Sender leben sie nicht schlecht.

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Kommentare: 1
  • #1

    WissensWert (Donnerstag, 29 November 2018 02:07)

    Wenn ich die FAZ nicht konsumieren möchte, kaufe ich sie einfach nicht. Aber für die Öffentlich-Rechtlichen muss ich bezahlen, egal, ob ich sie schaue oder nicht. Aber nein, staatliches Fernsehen ist gut. Zumindest bei uns, bei den Russen ist es wieder schlecht. Muss man wissen. Naja, ganz funktioniert der Vergleich natürlich auch nicht, was man schon daran sieht, dass das BVerfG in Karlsruhe im März letzten Jahres entschied, dass zu viele staatsnahe Personen in den Verwaltungs- und Fernsehrräten sitzen und die Gremien der Öffentlich-Rechtlichen wieder vielfältiger werden müssen. Sowas zum Beispiel wird es bei den Russen nie geben.


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