„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Das Allmachtsparadoxon

Die Gott zugeschriebenen Attribute sind bereits in sich widersprüchlich. Ihre Verwendung in der Theodizee ist es nochmals zusätzlich.  Nehmen wir uns nun das Problem des Allmachtsparadoxon vor. (Dieses gleicht der Russelschen Antinomie aus der naiven Mengenlehre mit der „Menge aller Mengen, die sich nicht selbst als Element enthält.“) Grob vereinfacht stellt es die Allmacht in Bezug zu sich selbst. Beinhaltet Allmacht auch die Macht, sich selbst zu entmachten? Sich die Allmacht zu nehmen? Kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist das er ihn selbst nicht heben kann. Egal ob diese Frage mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten ist wäre Gott in beiden Fällen nicht allmächtig.

Diese Widersprüche lassen sich alle auflösen, indem man davon ausgeht das Gott über den Gesetzen der Logik steht. Was bei einem allmächtigen Wesen ja auch wohl so sein wird. Der Bemerkung wert sind sie aber allemal.

So ist vielleicht auch die ganze „Theodizeeformel“ zu lösen?

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