„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

sind Banken systemrelevant?

In unserem heutigen Wirtschaftssystem braucht es Geschäftsbanken. Denn in ihrer Funktion als Kreditinstitute haben sie das quasi-Monopol auf die Geldschöpfung. Physisches Basisgeld wird allein durch und non-physisches Giralgeld ausschließlich direkt von Geschäftsbanken in den Umlauf gebracht.

Durch dieses mächtige (allein, da monopolistischePrivileg kommt den Geschäftsbanken eine essentielle Aufgabe zu, ohne deren Bewältigung unser Kapitalverkehr zweifelsfrei kollabieren würde. Innersystemisch ist der Job also alternativlos, doch ist es auch der Arbeitnehmer?

 

# die Alternative zur Alternativlosigkeit!

Entzieht man den Geschäftsbanken dieses alleinige Vorrecht (dafür gibt es verschiedene Konzepte z.B.: MonetativeWährungswettbewerbVollgeld, Bitcoin uvm.), sind sie nur noch Geldaufbewahrer“ und Geldvermittler“ zwischen einzelnen Konten, aber nicht mehr „Gelderschaffer“. Wenn Banken nicht mehr zur Kreditvergabe vonnöten sind, fungieren sie nur noch als Datenbank – nicht mehr. Dies tut nicht nur schon jede Transfergesellschaft (z.B.: Western Union), sondern auch Paypal, Google Wallet usw.. All diese Beispiele sind als empirische Beweise dafür anzusehen, dass Banken ohne Geldschöpfungsmonopol nicht mehr systemrelevant sind. Früher gab es ja auch schon Zeiten, in denen man z.B.: mit Silberstücken über einen Laufboten einen Bündel Getreide eingekauft hat - einer Bank bedurften die Handelspartner dabei nicht.  

Sieht man sich heute in der Welt um, gehören die teuersten Prunkbauten fast jeder Nation denjenigen, die nichts herstellen – den Bankern. In einem alternativen Wirtschaftssystem sähen sich die Banken entmachtet und dadurch wahrscheinlich selbst gezwungen Richtung Transferdienstleistung umzudenken. Eine Datenbank zu unterhalten ist billig und könnte über Werbung finanziert werden. Sie kommen uns auf jeden Fall viel billiger, als die Boni der Bankenmanager, die gegenwärtig über Kredite Geld aus dem Nichts erzeugen dürfen. Darüber hinaus würde die realwirtschaftliche Bilanzsumme nie mehr durch die Banken durch Geldflüsse in den Finanzsektor außer Gleichgewicht geratenVielmehr würde das Geld von Seiten der Anleger in die Realwirtschaft investiert werden und nicht mehr auf Konten stagnieren und dort dem Wirtschaftskreislauf vorenthalten werden können.

 

 

# die einzig systemrelevante Bank ist die Parkbank!

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