„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Fast alles ist nahezu nichts (Makrokosmos)

Hier“ habe ich beschrieben, dass Teilchen nur weit unter einem Promille eines Atoms ausmachen. Der Rest ist luftleerer Raum - Vakuum. Jetzt besteht doch auch wiederrum nur ein winziger Bruchteil des Universums aus Atomen. Die Materie, die mikroskopisch schon fast materielos ist, macht also selbst wiederrum nur einen Bruchteil des Makrokosmos aus. Doch genau wie bei der kleinen Welt zwischen den Elementarteilchen wäre es auch falsch über die Weiten zwischen den Objekten im Universum von bloßem Raum, oder gar vom Nichts zu reden. Betrachten wir dazu einmal exemplarisch die allgemeine Temperatur des Universums. Diese beträgt 2,7 Kelvin, was sich nicht mit einem leeren, energiefreien Raum erklären lässt. Diese Temperatur von umgerechnet −270 °C liefert uns also einen Hinweis dafür, dass der interplanetare, interstellare usw. Raum mit Etwas, in diesem Fall der kosmischen Hintergrundstrahlung, gefüllt sein muss. Auch im Makrokosmos ist somit fast Alles nur nahezu Nichts.

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