„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

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„write drunk, edit sober.“

Lass mich noch ein letztes Mal in deinen Augen verlieren,

bevor wir uns für immer aus den Augen verlieren.

Lass mich noch ein letztes Mal ein Stück von dir probieren,

bevor wir uns für immer neu orientieren.

 

Aber du sagst du hast keine Zeit.
Doch jeder hat Zeit. 24 Stunden. 
Die Frage ist, wofür man sich Zeit nimmt.
Wie man Prioritäten setzt. 
Und allein du warst deine Priorität.

Und allein du bist unsere Priorität.

 

Ich war noch gut genug, als ich Funktion hatte. Funktioniert habe.

Ich war dein Spiegel.

Dann wurde ich weggeschmissen, wie ein gebrauchtes Taschentuch,

aus dem du keinen Nutzen mehr ziehst.

Ich war dein Spiegel. Du der Stein, an dem ich zerbrach.

Jetzt liege ich am Boden und niemand kratzt mich auf.

 

Nun liege ich da, ich armer Thor.

Und merke, ich mach mir selbst was vor.

Ach Herrgott,

lass mich doch nicht so ein Schoßhund sein!

lass mich mal schreien, und es dann auch gut sein.

 

Lass mich nicht nur denken, sondern auch glauben,

dass man manchmal einfach nichts machen kann, außer das Beste daraus.

Theoretisch ist es doch echt egal.

Doch dann stehst du plötzlich inmitten der Menschenmenge.

Unsere Blicke kreuzen sich. Du lächelst in der Schnelle.

Für dich ist es Nichts, für mich alles.

Theoretisch ist es egal. Das Leben aber ist die Praxis.

Ich freue mich gar nicht darüber, dass es mich freut. Ich bin inkonsequent.

Und solange ich inkonsequent gegenüber mir selbst bin,

bist du immer hier aber nie da.

 

Alles was dann kommt ist Krieg.

Und solange kämpfe ich halbherzig an allen Fronten.

Denn die einzige Schlacht, die mir je was bedeutet hat, habe ich längst schon verloren.

Zu verlieren habe ich nichts mehr, denn was ich gewinnen wollte ist für immer fort.

Diese Geschichte kennt kein Happy End mehr für mich.

 

Und bis dahin trinke ich auf uns.

Ich trink´ allein.

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