„Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heiße Magister, heiße Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen!“ 

- Faust I, S. 354–365

Der Mann, der die Welt rettete

Wir schreiben das Jahr 1962. Die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba verschärft den Konflikt zwischen den Westmächten und dem Ostblock noch einmal drastisch. Das bisher undenkbare liegt in der Luft – ein nuklearer Winter. Es bedarf nun von beiden Seiten hohes politisch, diplomatisches Fingerspitzengefühl um Diesen präventiv entgegenzuwirken. Inmitten dieser hochbrisanten Phase des kalten Krieges endet ein Missverständnis die Menschheit fast im nuklearen, Winter. Nachdem nämlich US-amerikanische Zerstörer das sowjetische U-Boot B-59 attackierten, um es zum Auftauchen zu zwingen wussten die Amis eines nicht: Das U-Boot der Klasse Projekt 641 ist mit nuklearen Torpedos bestückt. Was wiederrum die auf dem U-Boot stationierten Russen nicht wussten: eine militärische Auseinandersetzung gibt es zwischen Ost und West bisher nicht. Aufgrund des Beschusses vermutet der Kommandant des U-Bootes jedoch, dass der einst kalte Krieg bereits in die heiße Phase übergegangen sei. Folglich will er sich gegen die feindlichen Wasserbomben zur Wehr setzen. Drei Offiziere müssen dem Abschuss der eigenen Waffen noch zustimmen, bevor dieser erfolgen kann. Zwei der Offiziere geben ihr Ja, doch Wassili Alexandrowitsch Archipow lehnt als einziger den Einsatz der Nuklearwaffen an Bord ab und verhindert somit wahrscheinlich den Ausbruch eines dritten Weltkrieges.

Ähnliches gilt für Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow.

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